Musik und Sport: was hört Ihr beim Sport?


Musik und Sport

Ob Ihr beim Sport machen Musik hört und wenn ja, welche Musikrichtungen, habe ich euch letztes Jahr schon mal gefragt. Es gab sogar ein paar Rückmeldungen von euch. Inzwischen habe ich irgendwie immer wieder mit dem Thema Musik und Sport, Sport und Musik zu tun gehabt. Ob nun während meiner CrossFit Sessions, beim Pilates oder auch einfach so beim skaten oder Zuhause. Wenn ich mich bewege, dann läuft meist auch Musik.

Musik und Sport = bessere Leistung?

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Musik und Sport = bessere Leistung?

Forschern zufolge soll es möglich sein, die eigene Leistung beim Sport durch Musik um bis zu 15% zu verbessern. Dies wurde in einer kleinen Studie ermittelt. Hierzu bekamen die Testpersonen Ihre Lieblingsmusik auf einen MP3 Player, den sie während des Trainings nutzten. Die Studie zeigte allerdings noch mehr, denn das Tempo ist entscheidend.

Die Musik darf nicht zu langsam und ebenso wenig zu schnell sein. Dies beeinflusst laut den Forschern unser Verhalten beim Sport und kann so z.B. auch dazu führen, dass wir uns überschätzen oder dazu verleiten lassen, mehr zu geben, als auf lange Sicht ratsam wäre.

Studien zu folge eignen sich 140 bpm fast ideal zum laufen. Am besten soll es übrigens funktionieren, wenn die Musik einen 2/4 oder 4/4 Takt hat. Außerdem soll Musik in Dur besser funktionieren als Musik in Moll. Ihr seht schon, dass ganze artet schon wieder in eine Wissenschaft für sich aus.

Musik und Sport: YouTube, iTunes & Soundcloud
Wer nach der richtigen Musik für’s Laufen, Gym, Cardio, Hiit, Kraft oder Ausdauertraining sucht und nicht auf anhieb etwas passendes finden kann. Dem kann ich empfehlen einfach mal bei YouTube, iTunes oder Soundcloud vorbeizuschauen.

Dort gibt es bereits einiges an Playlists, Sammlungen und Compilations zum Thema Musik und Sport bzw. “Workout Musik”. Darüber hinaus könnte man natürlich auch bei Portalen und Diensten wie Spotify oder Deezer fündig werden.

Wer genau weiß, was er sucht oder braucht, der kann sich auch ganz einfach eine eigene Playlist zusammenstellen!

Wer die Playlist optimal zusammenstellen möchte, der kann übrigens auf Apps wie runbeat oder TempoRun setzen. Diese sollen nämlich angeblich bei der optimalen Zusammenstellung der Playlisten helfen.

Musik und Sport – mehr Leistung, wirklich?

Das sich bereits verschiedene Forscher dem Thema Musik, Sport & Leistung angenommen haben, hatte ich ja bereits erwähnt. Als Ursache für die Leistungssteigerung durch das Hören von Musik während sportlicher Aktivitäten, wird ein Effekt vermutet, der bereits vor über 30 Jahren zum ersten Mal entdeckt worden ist.

Dieser Effekt trägt den wundervollen Namen “cardio-locomotor-coupling”. Mehr dazu ist in diesem Artikel bei spiegel.de zu erfahren. Kurzversion: bei höheren Belastungen läuft unser Herzschlag synchron mit dem Bewegungsrhythmus. Dies entspricht dann meist 150-180 bpm.

Übrigens habe ich hierzu noch eine interessante Studie gefunden und zwar bei netzathleten.de. Dort wird von einem Marathonläufer berichtet, der aufgrund (s)einer modifizierten Playlist eine bessere Zeit erlaufen hat. Zufall oder tatsächlich eine bessere Leistung, die durch Musik ausgelöst worden ist?

Was meint Ihr: Musik und Sport = bessere Leistung?

Ich habe es ehrlich gesagt selbst noch gar nicht ausprobiert, denn bei mir läuft immer Musik. Wie sieht es bei euch aus, Training mit oder lieber ohne Musik? Wie sehen eure Erfahrungen in Sachen Leistungssteigerung aus, habt Ihr euch das schon mal näher angesehen? Jetzt geht es wie immer an dieser Stelle um eure Meinung!

Das Kommentieren lohnt sich, denn pro Monat werden 10 Strongg Packs unter allen Kommentaren verlost. Details hierzu findet Ihr hier: Kommentar Gewinnspiel. Also auf geht’s – her mit eurem Feedback!

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Comments 3

  1. So, nach einigen (persönlich) neuen Erkenntnissen zum Thema wollte ich nun auch mal meinen Senf dazu geben:

    Ich betrachte das Thema mal aus drei Perspektiven, die ich selbst beurteilen kann. Das alles ist wohl gemerkt nur ein sehr subjektiver Eindruck…

    1) Musik beim Fitnesssport
    2) Musik im Kampfsporttraining
    3) Musik im Gruppentraining (aus Trainer-Sicht)

    Zunächst mal zum Punkt 1) und zu dem Aspekt mit dem ich die längste Erfahrung habe. Musik hören, während man selbstständig Cardio- oder Workout- Training macht.
    Hier ist Musik absolut unabdingbar. Im Idealfall natürlich eigene Songs, die einen erst recht pushen. Aber selbst wenn es nur ein relativ stumpfer Beat und irgendeine 0-8-15 Musik ist hilft es schon ungemein. Wenn die Musik mal fehlte, fiel auch exponentiell die Motivation und die Leistungsbereitschaft ab. Mit Glück hat man dann noch einen Sportpartner der einen mitzieht, aber der Wille sich zu schinden ist einfach nicht mehr der Gleiche. Ich bin auch nicht der Typ, der sich selbst ächzen hören will, oder die Urschrei-Therapie bei jeder Kraftübung rausholen muss, daher brauche ich die Musik dann einfach.

    Bei Punkt 2) sieht das schon ganz anders aus. Hier muss ich tatsächlich sagen, dass Musik häufig störend sein kann. Unbewusst neigt man dazu Übungen im Rhythmus der Musik auszuführen, was schlichtweg nicht Sinn der Sache ist, wenn man seine Reaktionen und Reflexe trainieren will. Außerdem erfordern komplexe Bewegungen einfach Konzentration und dabei kann Musik störend wirken.
    Macht man hingegen stumpfes Kraftausdauertraining am Sandsackt, so ist man quasi wieder bei Punkt 1) und die Musik wirkt unterstützend.

    Punkt 3) Musik im Gruppentraining.
    Da ich gerade meinen Trainerlehrgang absolviert habe, ist dieser Punkt besonders präsent. Ich beziehe mich hier auf das klassische Kursamgebot im Fitnesstsudio (BBP Bodyforming etc.).
    Hier basieren unheimlich viele kommerziellen Konzepte auf Ideen aus dem klassischen Aerobic der 80er Jahre. Das heißt Musik ist elementrar Bestandteil und Übungen werden im Takt ausgeführt.
    Als Trainer muss man hier die Übungen nicht nur der Musik anpassen, sondern schon im Vorfeld die Musikauswahl auf die Kursstunde hin aussuchen (bpm etc). Anfangs fiel es mir persönlich dabei schwer die Übungen rechtzeitig auf einen Musikbogen anzusagen und zu starten, damit der Akustische Musikwechsel zum Übungswechsel passt. Jedoch muss man auch sagen, dass diese Variante den Vorteil hat, dass man unterbewusst ein sehr genaues Zeitgefühl anhand der Musik entwickelt und daran die Wiederholungszahl im Auge behalten kann. Indem man eine einseitige Übung z.B. einen halben Musikbogen lang machen lässt fällt es einem sehr leicht die andere Seite mit Gleicher wiederholungszahl zu trainieren. Noch extremer wird dies beim Step-Aerobic deutlich, aber das ist dann wirklich sehr speziell.
    Ich habe jedenfalls die enge Verflechtung von Musik und Übung zu schätzen gelernt und finde sie in diesem Bereich gar nicht mal zur Leistungssteigerung sondern vor allem als didaktische Mittel unheimlich wichtig – auch wenn sich mancher Teilnehmer wohl manchmal fragt warum die Musik in den Kursen immer irgendwie gleich klingt 😉

    1. Guten Morgen Chris,

      WOW – vielen Dank für das ganze Feedback! Es ist sehr interessant mal etwas aus der Praxis zu hören. Klingt für mich absolut nachvollziehbar. Vielleicht sollte ich künftig öfter mal mit Musik trainieren. Beim CrossFit Training läuft grundsätzlich immer Musik bei uns. Wenn ich allerdings zuhause Sport mache, skaten oder surfen gehe, dann habe ich bislang eigentlich nie Musik gehört.

      Jetzt reizt es mich ehrlich gesagt schon ziemlich, daher werde ich es wohl die Woche einfach mal ausprobieren. Bin gespannt, ob ich Unterschiede feststellen werde.. Danke auf jeden Fall für Dein ausführliches Feedback!

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