Halo Sport – Elektroschock Kopfhörer für Sportler


Halo Sport Kopfhörer

Unbezahlte Werbung: Die Halo Sport Kopfhörer habe ich bereits vor einer ganzen Weile entdeckt, gekauft und ausprobiert. Jetzt möchte ich euch diese besonderen Kopfhörer endlich mal ausführlich vorstellen. Denn wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich bei den Halo Sport Kopfhörern nicht um gewöhnliche Kopfhörer. Das Besondere an den Kopfhörern ist: sie machen sich das Prinzip der Neurostimulation zu nutze. Anders gesagt: die Kopfhörer geben Elektroschocks an den Träger weiter.

Dem Hersteller nach (Halo Neuroscience) hat dies allerdings nichts mit Bestrafung oder Hokuspokus zu tun. Viel mehr steht eine Technik namens “Neuropriming” dahinter. Diese soll unter anderem Sportler dabei unterstützen Spitzenleistungen zu erzielen.

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Halo Sport Kopfhörer: Spitzenleistungen durch Elektroschocks?
Hinter den Kopfhörern steht ein amerikanisches Startup. Dieses hat mit den Halo Sport Kopfhörern eine Kombination aus Kopfhörer und Neurostimulator auf den Markt gebracht. Durch im Kopfhörer untergebrachten Elektroden werden gezielte (leichte) Stromschläge an den Motorcortex des Trägers gegeben. Dabei handelt es sich um ein Areal des Gehirns, welche als Kommandozentrale für Motorik und Bewegungen dient.

Dem Hersteller zufolge trägt diese Technik dazu bei, dass Sportler ihre Leistungen erheblich verbessern können. Geht es nach dem Unternehmen, sind Sportler nicht die alleinige Zielgruppe. Denn laut den Informationen auf der Webseite des Herstellers, eignen sich die Kopfhörer auch zum Beispiel für Musiker. Doch kommen wir zurück zu den Elektroschocks und deren Vorteile für Sportler.

Wie funktionieren die Halo Sport Kopfhörer?

Bevor man seine Sporteinheit oder das Training startet, soll man sich die Kopfhörer aufsetzen und anschließend sein Gehirn über 20 Minuten dem “Neuropriming” unterziehen. Dies führt laut dem Hersteller dazu, dass sich die, aufgepasst: neuronale Plastizität im Motorcortex für eine Stunde erhöht. Unterm Strich soll dies für eine Verbesserung der Muskelkoordination führen. Außerdem soll das Erlernen und Erinnern von Trainings- bzw. Bewegungsabläufen deutlich verbessert werden.

Das Prinzip auf dem Prüfstand
Bereits seit 2016 wird das System von diversen Sportlern und Teams genutzt. Halo Sports gibt hierzu an, dass z.B. diverse Teams und Athleten aus der MLB, NFL und NBA die Kopfhörer nutzen, um die Trainingserfolge zu verbessern. Belegt werden können die Erfolge bislang nicht so recht. Denn der Hersteller beruft sich bislang nur auf eigene Forschungsarbeiten.

Ganz unbekannt ist das Thema am Ende aber auch wieder nicht. Es gibt nämlich durchaus Studien zum Thema. Diese legen nahe, dass die transkranielle Gleichstromstimulation die körperliche Leistungsfähigkeit steigern kann (zumindest in bestimmten Testszenarien). Anerkannte Experten bleiben trotzdem skeptisch was die angeblich leistungsfördernde Wirkung der Kopfhörer betrifft. Dazu kommt hinzu, dass die Langzeiteffekte bislang unbekannt sind.

Neben der Skepsis rund um die Elektroschock Kopfhörer, gibt es auch Experten, die sich sehr kritisch zu dem Produkt geäußert haben. So kritisierte ein Professor für Neurologie und Neurowissenschaften beispielsweise die Behauptung, dass eine direkte Stimulation des Motorcortex die Athletik verbessern können. Hierzu ergänzte er, dass die Rolle des motorischen Kortex bislang noch nicht vollständig ergründet worden ist.

Kritik kommt auch von Charlotte Stagg (Clinical Neurosciences, Universität Oxford). Sie bemängelte, dass es möglicherweise Nachteile geben könnte, von denen man bislang noch nichts weiß. Bislang muss man daher sagen, bewiesen ist die Wirksamkeit der Technologie noch nicht.

Halo Sport in der Praxis

Halo Sport KopfhörerSchaut man sich die Kopfhörer an, glaubt man zunächst ganz normale Kopfhörer vor sich zu haben. Lediglich die kleinen Schaumstoffpolster auf der Innenseite des Bügels lassen erahnen, dass es sich eben nicht um normale Kopfhörer handelt. Bevor man mit dem Neuropriming beginnen kann, müssen die Schaumstoffpolster zunächst befeuchtet werden. Anschließend kann man sich die Kopfhörer aufsetzen und diese mit der zugehörigen App verbinden.

Über die App wird dann alles weitere eingestellt und eines der Programme gestartet. Dieses läuft dann 20 Minuten lang. Währenddessen und auch nach Abschluss der 20 Minuten kann man über die Kopfhörer seine Lieblingsmusik hören. Schmerzen muss man im übrigen nicht befürchten. Ich persönlich würde das Neuropriming eher mit einer Art “Kribbeln” vergleichen. Viel Strom wird am Ende sowieso nicht übertragen. Die Stromstärke entspricht in etwa der, einer 9 Volt Batterie. Am Ende gelangt nach Herstellerangaben dann auch nur in etwa die Hälfte der Spannung bei den Nervenzellen an.

Ich persönlich konnte bislang keine bahnbrechenden Ergebnisse verzeichnen. Würde aber vermutlich auch darauf tippen, dass ein Großteil der Steigerung auf den Placebo Effekt zurückzuführen sein wird. Das mit den fehlenden Belegen hatte ich ja bereits ausführlich erwähnt.

Mein Test liegt jetzt aber auch schon eine ganze Weile zurück. Aktuell nutze ich die Kopfhörer wieder während meiner Aufwärmphase. Was ich dieses mal auch ausprobieren möchte: die Kopfhörer beim Ukulele spielen tragen. Denn laut dem Hersteller soll das Neuropriming ja auch positive Einflüsse auf die Hand/Auge Koordination haben.

Im Netz habe ich zudem schon gelesen, dass dies tatsächlich funktionieren soll (in Bezug auf das Üben mit Instrumenten). Generell habe ich viel positives zu den Kopfhörern und entsprechenden Trainingserfolgen gelesen. Vielleicht habe ich es beim ersten Anlauf einfach nicht lange genug probiert. Noch ein Grund mehr, es ein weiteres Mal anzugehen.

Was mir noch aufgefallen ist: die Kabelverbindung zum Telefon oder MP3 Player sorgt während des Trainings immer wieder für ein “Knacken”. Dies hat vermutlich mit der Verbindung bzw. dem Stecker zu tun, der in den Kopfhörern steckt. Inzwischen ist aber bereits eine Nachfolger Version der Kopfhörer angekündigt worden.

Mit den Halo Sport 2 gibt es dann kein lästiges Kabel mehr. Außerdem wurden auch die Schaumstoffpolster und einige, andere Aspekte der Kopfhörer überarbeitet.

Was kosten die Halo Sport Kopfhörer?
Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht zuerst, die Kopfhörer sind seitdem ich sie gekauft habe schon günstiger geworden. Die schlechte Nachricht: der Preis liegt mit rund 400 Euro immer noch im Bereich der wirklich teuren “Spielzeuge”. Kaufen kann man die Kopfhörer über das Internet. Bei Amazon zum Beispiel gibt es auch einiges an Bewertungen von Kunden.

Mein (Zwischen-) Fazit zu den Halo Sport Kopfhörern

Ich mag neue Erfindungen, neue Ansätze und interessante Gadgets. Was mich persönlich ein bisschen beunruhigt ist folgendes, fehlende Studien oder Belege hin und her, die möglicherweise schlechten Auswirkungen machen mir Sorgen. Es gibt halt am Ende des Tages keine Erfahrungen darüber, ob es Nachteile gibt, die erst nach längerer Benutzung auftreten. Immerhin setzt man sein Gehirn unter Spannung, auch wenn diese recht gering ist.

Was haltet Ihr von der Idee der Halo Sports Kopfhörer, könntet Ihr euch vorstellen eine solche Technik für euer Training zu nutzen?

Dieser Artikel ist als unbezahlte Werbung gekennzeichnet, da Marken oder Produkte genannt und ggf. verlinkt werden. Trotz der Kennzeichnung, liegt dem Artikel keine Kooperation zugrunde.

Quellen: wiss-netz.de, computerbild.de, vodafone.de

 

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