Peloton Bike Testbericht

Peloton Bike ausprobiert

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Fitnesstraining ohne dabei eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio zu nutzen? Klingt gut, insbesondere in diesen Zeiten finde ich! Vom Prinzip her ähnelt sich der Ansatz des Peloton Bikes, mit dem des VAHA Spiegels.

Klar, ein ganz entscheidender Unterschied ist natürlich, dass es sich um ein Fahrrad und nicht um einen Spiegel handelt. Dennoch hat mich das Konzept des Peloton Bikes schon lange ziemlich gereizt und so kam es, dass ich es jetzt einfach selbst mal aussprobiere.

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Was ist das Peloton Bike?

Peloton Bike Testbericht
Im Grunde genommen handelt es sich um einen Fahrradtrainer. Mit diesem kann man ganz unkompliziert zu Hause trainieren. Der Clou daran ist, dass das Bike ein großes Display samt Kamera verpasst bekommen hat.

Auf diese Weise ist es möglich an einer Vielzahl von Kursen teilzunehmen. Ob die eigene Kamera dabei Dein Gesicht überträgt, kann jeder für sich selbst festlegen.

Peloton Kursangebot und Funktionen

Peloton Bike Kursangebot
Damit man das Fitnessbike nutzen kann, ist eine Peloton Mitgliedschaft erforderlich. Diese beinhaltet eine große Auswahl an Kursen. Sportarten die dabei abgedeckt werden sind zum Beispiel: Spinning, Yoga, Meditation, Pilates. Stretching, Krafttraining (auf dem Bike mit Hanteln).

Die Kurse werden entweder als Live oder “On-Demand” angeboten. Kann bzw. möchte man Live nicht dabei sein, kann man die Kurse auch zu einem späteren Zeitpunkt für sich alleine absolvieren. Während der Live Kurse kann der Trainer direkt mit den Teilnehmern sprechen und diese gezielt anfeuern.

Wer möchte, der kann die “Auto-Follow” Funktion nutzen und dafür sorgen, dass der Trainer den Widerstand des Bikes einstellen kann. Alternativ muss man den Widerstand sonst im Laufe des Trainings selbst verändern.

Etwas woran ich mich erst gewöhnen musste: Das Bike hat weder Leerlauf, noch Bremsen. Gebremst wird über den Widerstandsregler (eine Magnetbremse). Ich habe dies anfangs immer wieder vergessen und habe mir einige Male richtig übel weh getan.

Der Hersteller wirbt unter anderem damit, dass man auf eine Musik-Bibliothek zugreifen kann. Bei den Kursen wird die Musik ausgewählt, trainiert man für sich alleine, kann man selbst Musik aussuchen. So richtig gefallen hat mir die verfügbare Musik allerdings nicht, daher habe ich meist meine eigene Musik laufen lassen (möglich über Bluetooth).

Jede Menge Daten während des Trainings
Wer möchte, der kann sich fast alles anzeigen lassen. Der riesige Bildschirm bietet dafür tatsächlich mehr als ausreichend Platz. Ich für meinen Teil habe erst einmal einiges an Daten ausgeblendet. Wer mag, der kann sich die Zeit, Geschwindigkeit, Kalorien, Trittfrequenz und Herzfrequenz (über Bluetooth), Musik oder auch das Leaderboard anzeigen lassen. Das sind übrigens nur einige der Werte.

Gut gefällt mir, dass man über den ca. 24 Zoll großen Touchscreen schnell und einfach bestimmen kann, was man gerade an Werten sehen will und was nicht.

Das kostet das Peloton Bike
Das Bike von Peloton ist ab 1445 Euro erhältlich. Wer möchte, der kann das Bike über monatliche Raten abzahlen. Wichtig zu wissen ist, dass man neben dem Bike auch noch eine Peloton Mitgliedschaft benötigt. Ohne diese ist das Rad nicht wirklich mit Mehrwert nutzbar.

Die Mitgliedschaft schlägt mit weiteren 39 Euro pro Monat zu buche. Interessant für Wohngemeinschaften und Familien ist: Die Mitgliedschaft kann von der ganzen Familie genutzt werden.

Mein Test des Peloton Bikes

Peloton Bike im Test

Ich habe wirklich lange überlegt und tendierte immer dagegen. Allerdings suchte ich auch nach einer Möglichkeit Sport an Tagen zu machen, an denen ich keine Zeit für eine lange Session habe. Nachdem ich mit dem Vaha Spiegel gute Erfahrungen gemacht habe und meine Family auch hin und wieder die Vorzüge des digital-unterstützten Trainings nutzt, fiel die Entscheidung auch Peloton bzw. das Bike auszuprobieren.

Nach der Bestellung ging es rund

Kurz nach der Bestellung über die Website, kam auch schon eine E-Mail. Die Spedition informierte über die Anlieferung. Am Tag der Lieferung ging es genauso fix weiter. Die Herren schleppten das Bike bei uns ins Gym und verloren keinerlei Zeit.

Platz haben wir glücklicherweise mehr als genug. Daher stellte die benötigte Stellfläche von
120 x 60 cm auch keinerlei Problem dar. Zum Lieferumfang des von mir gekauften Pakets gehörten neben dem Bike selbst auch eine Matte für den Boden, Schuhe und kleine Hanteln.

Die Matte wirkte aber derartig dünn und billig, dass ich diese direkt auf Seite gelegt habe. Da im Gym sowieso überall Gummiboden ist, gab es eh keinen Grund für die Bodenschutzmatte. Nachdem die Mitarbeiter der Spedition alles aufgebaut und überprüft hatten, waren diese auch schon wieder unterwegs.

Was mir dabei besonders gut gefallen hat: Das Verpackungsmaterial haben sie direkt wieder mitgenommen.

Die Einrichtung – ein Fiasko
Nachdem eigentlich alles fertig aussah, stellte ich fest, dass ich das Bike und sein System noch einrichten musste. Viele Gedanken darüber machte ich mir ehrlich gesagt nicht. Beim Vaha Spiegel ging es ja auch super fix. Doch dem war nicht so. Das System wollte ein Update haben und dieses schlug wieder und wieder fehl.

Die Einrichtung lies sich nicht abschließen und an ein erstes Training war nicht mehr zu denken. Es hagelte Fehlermeldungen und so richtig schlau daraus wurde ich ehrlich gesagt nicht. Internet lag an und das sogar mit deutlich über 70 Mbit (konstant).

Factory reset – einmal alles platt machen

Die Lösung war dann am Ende tatsächlich der Vorschlaghammer. Ein Factory Reset brachte die Lösung. Über Google hatte ich eine entsprechende Anleitung gefunden und zack – schon konnte das Update mit großer Verzögerung (endlich!) abgeschlossen werden.

Erste Versuche mit dem Peloton Bike

Peloton Bike ausprobiert
Meine ersten Versuche mit dem neuen Bike konnten beginnen! Obwohl ich in der Vergangenheit schon Rennrad gefahren bin, hatte ich zunächst arge Probleme damit, die Schuhe mit den Pedalen zu verbinden.

Schließlich verschaffte ich mir einen Überblick über sämtliche Einstellungen und wagte erste Runden, ganz ohne Live Klasse und Trainer.

Einfach nur ich, das Bike und verschiedene Städte überall auf der Welt. Eine wirklich geile Erfahrung!

Über das System wählte ich eine Strecke und Trainingsdauer aus und anschließend radelte ich durch die Wüste, über Berge oder durch den Dschungel. Auch wenn das Display nur ca. 24 Zoll groß ist, so reichte es doch aus um in der Umgebung zu versinken. Außerdem sorgte diese künstliche Kulisse dafür, dass mir nicht langweilig wurde. Eine tolle, erste Erfahrung!

Nach einigen Sessions in verschiedenen Städten, den ersten Anpassungen von Sattel und Lenker, sowie zahlreichen Veränderungen des Displays, wollte ich eine erste HIIT Klasse ausprobieren. Anstelle der Live Angebote entschloss ich mich zunächst für eine aufgezeichnete Session. Was soll ich sagen? Enttäuscht wurde ich nicht.

Sicherlich eine total neue Erfahrung, aber eine durchweg positive! Das Bike habe ich bislang allerdings ausschließlich für Radfahren und HIIT Sessions genutzt. Die sämtlichen anderen Kurse werden ja auch vom Vaha Spiegel angeboten und dort finde ich passen Sie auch viel besser hin.

Denn beim Peloton Bike ist das Display fest am Lenker angebracht und damit wäre alles außer Radfahren ziemlich umständlich (es sei denn man dreht das Bike oder kauft die Bike+ Version mit drehbaren Display).

Was mir gut gefällt und was mir nicht gefällt

Peloton Schuhe
.. die Schuhe passen. Ein Punkt mit dem ich am wenigsten gerechnet habe. Normalerweise finde ich selten Schuhe, die auf anhieb passen.

Kommen wir zu den Punkten die mir gut gefallen und denen, Dir mir überhaupt nicht gefallen. Alles in allem kann ich jetzt schon sagen, wurde ich nicht enttäuscht. Einige Dinge haben mir überrascht, aber welches Produkt ist schon perfekt?

Schauen wir uns zunächst an was mir gefallen hat:

  • gute Verarbeitung des Bike
  • gute Verarbeitung der Schuhe
  • großes Angebot von Trainings und Möglichkeiten
  • trainieren jederzeit und abwechslungsreich möglich
  • System lässt sich individuell anpassen (Einstellungen)
  • Mitgliedschaft kann von der ganzen Familie genutzt werden
  • Kurse werden auf deutsch und englisch angeboten

Es gab leider auch so ein paar Punkte, die mir nicht gut gefallen haben. Das mag jetzt Jammern auf hohem Niveau sein, aber ich finde auch diese Punkte sollten unbedingt erwähnt werden:

  • Nach einigen Wochen fing das Bike in bestimmten Frequenzen an (gelegentlich) beim Treten zu knacken. Behalte das aktuell im Auge und reklamiere dies ggf.
  • Das Stromkabel ist ziemlich kurz geraten. Hätte ein längeres praktischer gefunden. So muss das Bike in der Nähe der Steckdose bleiben (bzw. liegt das Kabel auf dem Boden rum)
  • Die Bodenschutzmatte war schon echt grenzwertig (viel zu dünn und einem fast 1,5k teuren Bike nicht würdig)
  • Preis-/Leistung des Bikes ausbaufähig*

* Was ich damit meine ist, dass man für fast 1.500 Euro auch andere Bikes kaufen kann (für weniger Geld). Bikes von der Konkurrenz gibt es mit vergleichbaren Leistungen. Wenn man die Peloton App dann über ein Tablet oder das jeweilige Bike laufen lässt, ließe sich ggf. einiges an Geld sparen.

Fitforfun.de hat günstigere Peloton Alternativen verglichen. Verglichen werden Hersteller wie Hammer, TechnoGym oder Schwinn. Merkmale wie Widerstand, Schwungmasse, Kompatibilität werden aufgeführt. Außerdem werden die günstigsten Shops verlinkt.

Interessant finde ich persönlich, dass auch deutlich günstigere Bikes kompatibel mit Apps wie Zwift, Peloton, Kinomap und co. sind.

Aktueller Stand mit dem Peloton Bike

Peloton indoor Bike ausprobiert
Über die letzten, sehr heißen Wochen habe ich fast überhaupt nicht trainiert. Aktuell beginne ich nun endlich wieder damit zu trainieren. Bislang habe ich nichts gefunden, dass mich so richtig ärgert. Die Anschaffung dieses coolen indoor Speedbikes bereue ich absolut nicht.

Wobei ich durchaus festgestellt habe, dass ich nur einen Bruchteil der Features tatsächlich brauche. Sobald sich noch etwas tut oder neues ergibt, werde ich diesen Artikel entsprechend aktualisieren.

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