Backwards running: Trendsport Rückwärtslaufen


Rückwärtslaufen

Rückwärtslaufen ist ein Trendsport, der langsam aber sicher immer mehr Anhänger findet. Neu ist die Idee allerdings nicht. Denn bereits um 1830 herum wurde die Sportart zum ersten Mal erwähnt. Rückwärtslaufen ist im übrigen gleich unter 3 verschiedenen Bezeichnungen bekannt.

Da hätten wir nämlich neben dem deutschen “Rückwärtlaufen”, noch das englische “Backwards Running” und außerdem noch die Bezeichnung “Retrorunning”. 1992 fand der erste Rückwärtslaufen Wettkampf in Europa statt und zwar in Italien. Inzwischen finden derartige Wettkämpfe in vielen Ländern statt.

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Unter anderem in Deutschland, Österreich und Frankreich. Rückwärtslaufen Wettkämpfe finden darüber hinaus auch in Neuseeland, Nord- und Südamerika, Indien und Südafrika statt. 2005 wurde eine Vereinigung gegründet, die IRR (International-Retro-Runner). Ziel der IRR ist es, künftig internationale Meisterschaften austragen zu können.

Neben dem Wettkampf-Aspekt, gibt es natürlich längst auch Sportler, welche das Potenzial vom Rückwärtslaufen für sich erkannt haben. Denn Rückwärtslaufen hat einiges an Mehrwerten, von denen man profitieren kan.

Wie funktioniert Rückwärtslaufen?

Rückwärtslaufen Retrorunning

Beim Rückwärtslaufen, läuft man wie der Name schon erahnen lässt, “rückwärts”. Gelaufen wird mit Rücken und Fersen voran. Der Blick ist dementsprechend entgegen der Laufrichtung gesetzt. Es gibt bereits einige Sportarten, bei welchen man auf Rückwärtslaufen zur Verbesserung der Koordination setzt.

Beim Rückwärtslaufen gibt es einiges zu beachten, so sollten Anfänger zum Beispiel nicht im öffentlichen Raum mit dem Training starten. Für die Anfangszeit empfiehlt es sich auf abgesperrten Bereichen zu starten, z.B. im Stadion oder einem ruhigen Park.

Wo liegen die Vorteile vom Rückwärtslaufen?
Rückwärtslaufen soll nicht nur die Koordination verbessern, sondern ebenso auch das Gleichgewichtsgefühl und die Körperhaltung verbessern. Im Bereich des Leistungssports, wird sogar davon gesprochen, dass Rückwärtslaufen Verletzungen vorbeugen können soll.

Aber nicht nur das, manche sagen dem Rückwärtslaufen auch nach, dass es Reha-Qualitäten hat, insbesondere zum Beispiel nach Operationen an Kreuzbändern oder Achillessehnen. Kommen wir zurück, zu den Vorteilen des Rückwärtslaufens. Beim Rückwärtslaufen werden die Muskeln und Gelenke anders belastet.

Dies ist durch den umgedrehten Bewegungsablauf zu erklären. Dadurch kommt es zu einem höheren Energieumsatz, die Sinne und das Körpergefühl werden außerdem auch trainiert.

Es heißt, dass 100 rückwärts gelaufene Schritte, mit 1.000 vorwärts gelaufenen Schritten vergleichbar seien.

Außerdem wird behauptet, dass Rückwärtslaufen gut ein Fünftel mehr Kalorien als “Vorwärtslaufen” verbrennt. Rückwärtiges Laufen trainiert außerdem das Gehirn. Besonders die rechte Gehirnhälfte wird dabei angeregt.

Darüber hinaus verändert sich beim Rückwärtslaufen natürlich auch der Körperschwerpunkt. Was wiederum dazu führt, dass einseitige Belastungen, z.B. an Rücken, Hüfte oder den Knien ausgeglichenen werden können.

Rückwärtslaufen Retrorunning
Trend: Rückwärtslaufen oder Retrorunning

Rückwärtslaufen: die Risiken im Überblick
Das offensichtlichste Risiko beim Rückwärtslaufen: man sieht nicht wohin man sich bewegt. Ebenso wenig sieht man dementsprechend etwaigen Gegenverkehr, Hindernisse, Hundehaufen oder Unebenheiten.

Dem kann man natürlich entgegenwirken, indem man über die eigene Schulter schaut. Dies wiederum zieht aber ggf. Probleme nach sich. Durch das Drehen des Kopfes, wird der Nacken belastet, was möglicherweise zu Schmerzen oder Verletzungen führen kann.

Von Kritikern wird außerdem gesagt, dass Rückwärtslaufen aufgrund der “falschen” Position der Augen, erheblich mehr Konzentration erfordern würde.

Auch was die Haltung der Beine betrifft, sollte man gerade am Anfang sehr vorsichtig sein. Die Beine sollten weder zu stark gebeugt werden und ebenso wenig sollten die Beine zu stark durchgestreckt werden.

Rückwärtslaufen: das Zeug zum Trendsport?

Ich selbst beobachte hin und wieder Jogger, welche das Rückwärtslaufen in ihr Training integriert haben. Anfangs schaute ich noch etwas verdutzt, inzwischen weiß ich ja, was es mit dem Rückwärtslaufen auf sich hat.

Nachdem ich mich jetzt näher mit dem Thema Rückwärtslaufen beschäftigt habe, bin ich richtig neugierig geworden und kann es gar nicht erwarten, es selbst einmal auszuprobieren. Was haltet ihr von der Idee des Rückwärtslaufens? Könntet ihr euch vorstellen als vielleicht selbst mal auszuprobieren?

 

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