Offroad E-Skateboard

Onsra Black Carve 2 – offroad E-Skateboard ausprobiert

Unbezahlte Werbung: Die ersten Berührungspunkte mit einem offroad E-Skateboard hatte ich vor einigen Jahren. Damals haben wir das MoBo E-Skateboard ausprobiert. Danach testeten wir noch eine günstige Variante eines Boards von Pearl und schließlich legte ich mir 2020 ein eigenes E-Skateboard von Loaded/Unlimited zu.

Bislang war ich damit immer auf feste Wege angewiesen. Nachdem ich kürzlich ausprobierte, ob man mit einem E-Scooter auch im Wald Spaß haben kann, ließ mich die Idee mit dem Offroad fahren einfach nicht mehr los. So kam es, dass ich mir nun ein weiteres E-Skateboard zulegte.

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Ich wollte unbedingt in den Dreck, durch Schlaglöcher und abseits der Straßen fahren.

Doch bis ich das Onsra Black Carve 2 Board entdeckte, suchte ich zunächst eine ganze Weile. Irgendwie wirkten die Boards entweder zu billig oder sie waren schlichtweg viel zu teuer.

Was ist ein offroad E-Skateboard?

Offroad E-Skateboard
Ein offroad E-Skateboard, hier im Bild das Onsra Black Carve 2, ist ein Skateboard mit dem man auch abseits von festen Straßen fahren kann.

Wie der Titel unschwer erkennen lässt, handelt es sich um ein “Offroad E-Skateboard”. Mit einem solchen soll man auch abseits ebener Strecken voll auf seine Kosten kommen. Genau genommen ist das eigentlich falsch. Denn das Board gibt es in verschiedenen Versionen. In meinem Fall kam das E-Skateboard mit 3 verschiedenen Sätzen Rollen (Street, Cloud Wheels und 150 mm “Rädern”).

Angeboten wird das Board sowohl als Belt, als auch als direct Drive Version. Der Unterschied ist: Entweder wird das Board über einen Riemen angetrieben oder eben direkt über die Rollen. Da das Loaded Unlimited über Motoren in den Rollen verfügt und ich sowieso auf der Suche nach mehr “Wumms” gewesen bin, entschloss ich mich nach einer Recherche für den Belt Drive, sprich den Riemen-Antrieb.

Onsra Black Carve 2

Onsra Black Carve 2 – die Daten im Überblick

  • Motoren: 6368, 170KV, 2x 1300 Watt (Nominal), 2 x 2200 Watt (MAX)
  • Batterie: Samsung Lithium-Ionen, Nennkapazität: 43.2V 648Wh 15AH
  • Aufladen: 15-100% 5-6 Stunden 2.5A
  • Wasserbeständigkeit: IP 65
  • Reichweite 52 km / 32.5 Meilen (45T, 105 mm Cloud Wheels), 45 km (28 t, 45 mm Gummiräder), 42 km (26 t, 60 mm AT-Räder)
  • Speed: 45 km/h mit 29mm Cloud Wheels, 48 km/h mit 45 mm Gummirädern, 46 km/h mit 28 mm AT-Räder

Nach Angaben des Herstellers war das E-Skateboard rund 3 Jahre in der Entwicklung. Das Board wurde in der Schweiz entwickelt und getestet. Laut dem Hersteller eignet sich dieses E-Skateboard auch für Langstrecken. Sagenhafte 52 km Reichweite sollen möglich sein. Hierzu ist allerdings zu erwähnen, dass dieser Wert mit einem 32 kg schweren Fahrer erreicht worden ist.

Spritzwasser- und Staubschutz
Was auch richtig gut ist: Das Skateboard verfügt über einen Spritzwasserschutz (IP 65). Damit ist das Board sicher was Spritzwasser und Staub betrifft. Das Gehäuse ist vollständig mit einem Silikon versiegelt. Gute Sache, denn abseits der festen Wege kann es schnell mal richtig dreckig werden.

Weitere Details zum Skateboard

  • Deck Material: 6-fach Ahorn, 1-fach Bambus, 3-fach Glasfaser
  • Decklänge: 39,4 ” / 100cm
  • Radabstand: 38 cm – 97 cm
  • Trucks: Super Carve 13 mm breit
  • Bushings: 100A 95% High Rebound
  • Grip Tape: 4mm, dämpfend

Das Gewicht des Boards beträgt 12,5 kg. Die maximale Belastung liegt bei sagenhaften 150 kg. Ab 110 kg ist laut Hersteller allerdings mit Einbußen in Sachen Reichweite und Geschwindigkeit zu rechnen (ca. 15-30%).

Meine ersten Versuche mit einem offroad Skateboard

Auf dieses Board war ich wirklich heiß. Ich konnte es einfach nicht erwarten auszuprobieren mit einem Skateboard abseits der geraden Strecken zu fahren. Das Onsra Black Carve heißt nicht ohne Grund “Carve”. In den Videos bei YouTube hatte ich schon gesehen, dass man mit dem Board hervorragend carven kann.

Als das Board endlich geliefert wurde (was ziemlich schnell ging), habe ich das gute Stück zunächst aufgeladen und mir angesehen, was alles mitgeliefert wurde. In meinem Fall waren es 3 verschiedene Sätze Rollen, zusätzliche Kugellager, Adapter und Riemen, sowie ein Ladegerät und einiges an Tools.

Für den ersten Test ließ ich die Geschwindigkeit auf der ersten von drei möglichen Stufen. Der Motor läuft gut hörbar, aber nicht sehr laut. Was sofort aufgefallen ist: Das Teil hat mächtig Wumms. Die Steuerung erfolgt über eine Fernbedienung. Das tolle daran ist, dass man diese seitlich hält und damit das Display gut im Blick behält. Die Geschwindigkeit wird über ein Rad an der Seite der Fernbedienung geregelt.

Onsra Black Carve 2 Fernbedienung

Dies war zunächst ungewohnt für mich. Wobei ich sagen muss, dass mir das Prinzip sehr gut gefällt und ich das Gefühl habe die Geschwindigkeit sehr genau regeln zu können. Gute Sache!

Was ich bislang mit dem offroad E-Skateboard von Onsra erlebt habe
Puh, das war einiges. Bereits am zweiten Tag habe ich es irgendwie geschafft einen Reifen platt zu fahren. Fragt mich nicht wie. Der Versuch den Schlauch zu Flicken schlug fehl. Daher versuchte ich es mit einem Pannen-Spray. Dies half leider auch nicht. Daher habe ich mir direkt 4 neue Schläuche bestellt. So habe ich 3 auf Reserve, man weiß ja nie.

Durch den platten Reifen war ich gezwungen mich sofort näher mit dem Board zu befassen. Da ich auf die Lieferung der Ersatz-Schläuche warten musste, entschied ich mich testweise mal die Cloud Wheels auszuprobieren. Hierzu mussten die AT Wheels samt Riemen und Adapter runter. So ganz wohl war mir dabei nicht. Aber es hat sofort geklappt und inzwischen habe ich die AT Wheels auch wieder drauf.

Elektro Skateboard
Dank verschiedener Räder/Rollen, kann man mit diesem Board sowohl auf der Straße, als auch im Gelände extrem viel Spaß haben.

Das Ganze hat mir gezeigt, dass sich das Board ohne viel Aufwand umbauen lässt. Für richtige offroad Fahrten waren die Cloud Wheels leider nicht das Optimum. Aber immerhin weiß ich jetzt schon einmal, wie ich die Räder/Rollen tauschen kann.

Was mich überrascht hat
Der Hersteller wirbt auf der Webseite damit, dass das Board Steigungen von bis zu 35% locker meistert. Eine Vorstellung davon, was das in der Praxis bedeutet hatte ich nicht. Als ich dann offroad unterwegs war, merkte ich jedoch bald: Dieses Board strotzt nur so vor Power. Die Steigungen, die ich unterwegs bewältigen musste, stellten keinerlei Hindernis da.

Gut, es dauert natürlich eine Weile bis der Akku richtig voll ist. Dafür scheinen die Angaben was Geschwindigkeit und Reichweite betrifft zuzutreffen. Oft musste ich das Board noch nicht laden. In Sachen Top Speed liege ich aktuell bei 47/48 km/h. Dies wohlgemerkt aufrecht stehend bei nassem Untergrund mit den 150 mm AT Wheels. Da geht sicherlich noch einiges mehr.

Eine weitere Sache die mich überrascht hat: Das Ladegerät. Dieses wirkt hochwertig. Allerdings wird es während des Ladevorgangs richtig heiß. Über Nacht oder ohne in der Nähe zu sein lade ich das Board daher zunächst nicht auf. Das ist mir irgendwie nicht so geheuer. Nach dem Ladevorgang kühlt sich das Ladegerät übrigens schnell wieder ab. Ganz wohl ist mir beim Laden aber nach wie vor nicht.

Lohnt sich die Anschaffung?

Offroad Elektro Skateboard
Auf ebener Fläche sind Geschwindigkeiten von jenseits der 50 km/h möglich. Hervorzuheben gilt, dass das Skateboard Steigungen super wegsteckt. Das habe ich bislang so noch nicht erlebt.

Ob sich die Anschaffung eines offroad E-Skateboards lohnt muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist, das Onsra Black Carve 2 hat seinen Preis. Für die Offroad Version mit AT Wheels muss man 1790 Euro investieren. Wer lieber 3 verschiedene Wheels nutzen will (Gummi, Cloud und AT), der kommt auf ca. 2.260 Euro. Für den Straßenverkehr bzw. das Pendeln zur Arbeit ist das E-Skateboard nichts. Das hat nicht mit dem Board selbst zu tun, sondern mit der Gesetzgebung hierzulande.

Die Anschaffung kann sich dennoch lohnen und zwar für diejenigen, die gerne und viel mit dem Skateboard unterwegs sind. Gerade in ländlichen Regionen mit entsprechenden Strecken kann das Board eine tolle Möglichkeit der Fortbewegung sein.

Obwohl ich bislang nie viel von E-Skateboards gehalten habe, sehe ich hier inzwischen durchaus eine Daseinsberechtigung. Ein E-Skateboard wird für mich niemals ein traditionelles Board ersetzen können. Das muss es aber auch gar nicht. Denn mit einem normalen Board würde ich wohl niemals auf die Idee kommen im Wald oder generell offroad meine Runden zu drehen.

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