Kangoo Jumps – Joggen mal anders


Test: Kangoo Jumps

Fit hüpfen statt laufen mit gefederten Sportschuhen

Als ich die Kangoo Jumps das erste Mal gesehen habe, dachte ich zunächst sofort an Power Riser. Ich dachte mir: mit diesen Teilen kann man bestimmt lustig durch die Gegend hüpfen und hatte dabei Bilder von hohen Sprüngen im Kopf. Nachdem ich Kangoo Jumps gegoogle’d hatte wurde mir dann aber sehr schnell klar, mit hohen Sprüngen bewegt man sich nicht fort. Vielmehr werden die Inlineskates ähnlichen Sprungstiefel als Fitnessgerät eingesetzt. Der Fokus liegt nicht beim hohen springen, sondern bei der Kraft die man aufbringen muss, um sich mit diesen Schuhen fortzubewegen.

Die Schuhe sehen wie schon gesagt auf den ersten Blick aus wie Inlineskates. Im Unterschied zu diesen sind unter dem Schuh allerdings keine Rollen angebracht, sondern gebogene Gummiteile. Auf der Unterseite des unteren Gummistreifens ist eine Art Gummisohle angebracht. Diese soll dafür sorgen, dass man beim laufen mit den Kangoo Jumps nicht weg rutscht. Unsere Version der Kangoo Jumps ist für Menschen mit einer Schuhgröße von 45-47 geeignet. Im Lieferumfang der Schuhe war eine Anleitungs DVD enthalten, darüber hinaus die Kangoo Jumps selbst und das war es auch schon.

Die Anleitung haben wir uns zunächst gar nicht weiter angesehen. Auch nachdem wir herausgefunden hatten, dass man keine Riesensprünge mit den Kangoo Jumps machen kann, waren wir trotzdem noch sehr gespannt, wie anstrengend und spaßig die Fortbewegung wohl werden würde. Leider machte uns das Wetter einen gewaltigen Strich durch die Rechnung und so mussten wir uns einige Wochen gedulden, bis wir endlich die Möglichkeit bekommen sollten, dieses sehr eigenartige Fitnessgerät ausprobieren zu können.

Kangoo Jumps: die Funktionsweise

Bei Kangoo Jumps handelt es sich um Sportschuhe mit einer besonderen Federung. Die Schuhe reduzieren beim Springen die Aufprallkräfte um zu 80%. Ziel ist es laut dem Hersteller, das tägliche Training aufregender und interessanter zu machen. Außerdem sollen durch die Federung dieser speziellen Sportschuhe auch Gelenke und Wirbelsäule geschützt werden. Soweit ja durchaus ein lobenswerter Ansatz. Wir hatten allerdings keine Möglichkeit die Kangoo Jumps von älteren Menschen oder Menschen mit Gelenk- oder Wirbelsäulenschäden testen zu lassen. Laut dem Hersteller soll es nämlich für solche Personen mit den Kangoo Jumps möglich sein leichter zu trainieren bzw. das Training wieder aufzunehmen.

Die gefederten Sportschuhe können sowohl drinnen als auch unter freiem Himmel verwendet werden. Ich hatte die gummierte Unterseite der Schuhe ja bereits angesprochen, durch diese hat man auf den meisten Flächen halt.

Der Hersteller wirbt mit vielen Vorteilen, welche diese etwas anderen Sportschuhe bieten sollen. Die Reduzierung der Aufprallkräfte hatte ich ja bereits erwähnt, dann soll der gesamte Körper trainiert werden. die Leistung und Ausdauer soll gesteigert werden, die Schuhe sollen bei der Gewichtsabnahme und der Straffung der Haut helfen und sich als Rehabilitationsgerät nach Sportverletzungen und Operationen helfen.

Interessant fanden wir, dass die N.A.S.A in mehreren Studien den gesundheitlichen von Rebound-Übungen bestätigte (Journal of Applied Physiology 49 -881 bis 887,1980). Es scheint also grundsätzlich “was dran” zu sein.

Die Kangoo Jumps im Test: der Ablauf

Die Schuhe waren schnell ausgepackt, die Bedienungsanleitung haben wir uns nicht weiter angesehen und daher konnte es direkt los gehen. Leichte Personen haben die Möglichkeit im Vorfeld, die Gummibänder der Kangoo Jumps zu “entschärfen”. Unter dem Schuh gibt es nämlich 3 Gummibänder, die beeinflussen, wie leicht oder schwer die Schuhe federn. In unserem Fall haben wir die 3 Gummibänder intakt gelassen. Leichtere Personen müssen hier möglicherweise 1-2 Bänder entfernen, damit Sie ohne großen Aufwand mit den Schuhen hüpfen können. Aber Achtung: einmal entfernt, lassen sich die Bänder nicht wieder am Schuh anbringen.

Das Anziehen der Kangoo Jumps gestaltete sich dann auch prompt sehr viel komplizierter als zunächst erwartet. Den ersten Schuh konnte ich noch problemlos anziehen. Als ich nun aber den zweiten Schuh anziehen wollte, wurde es plötzlich ziemlich wackelig. Aber kein Problem, ich habe mich dann kurzer Hand irgendwie abstützen können. Beim ersten laufen stellte ich dann gleich fest: man wird verdammt schnell mit diesen gefederten Schuhen UND das Anhalten ist gar nicht so einfach, geklappt hat es glücklicherweise dann aber doch beim ersten Mal.

Der Hersteller hat übrigens nicht übertrieben! Es ist tatsächlich SEHR anstrengend mit den Kangoo Jumps zu laufen, das Federn fordert den ganzen Körper und es ist richtig intensiv. Auch kleine Sprünge sind möglich, wobei man hier eher in die Weite springen kann und nicht wie z.B. mit Power Risern in die Höhe. Aber, es ist schon ein wahnsinniges Gefühl sich ohne viel Kraftaufwand SEHR schnell bewegen zu können. Nach einer Weile wird es dann aber echt anstrengend. Ich habe versucht so ziemlich alles mit den Kangoo Jumps auszuprobieren:

  • schnell laufen: geht hervorragend
  • hoch springen: nicht möglich
  • weit springen / weite Schritte: geht hervorragend
  • anhalten: klappt, allerdings braucht es etwas Übung
  • jogging: interessantes Gefühl, klappt schnell & gut

Nachdem ich erste Erfahrungen sammeln konnte, wurde ich immer mutiger und probierte aus, über Gegenstände zu springen. Dies klappte bedingt, nur das Aufkommen war nicht so angenehm. Einfaches laufen, große Schritte und hüpfendes Laufen waren einfach und machten mir großen Spaß. Das Anhalten klappte dann auch recht schnell, wobei ich hier noch die meiste Angst hatte. Irgendwann hatte ich dann jedoch den Bogen raus und konnte auch anhalten, wann und wo ich wollte.

Kosten
Die Kosten für ein Paar Kangoo Jumps liegen im Internet derzeit bei ca. 180 Euro. Nachgeschmissen werden euch diese speziellen Sportschuhe nicht wie Ihr am Preis sehen könnt. Ich muss jedoch sagen: als eingefleischter nicht-Jogger, hatte ich ziemlich viel Spaß beim laufen mit diesen gefederten Sportschuhen.

Beschaffbarkeit
Kaufen kann man die Kangoo Jumps in Sportgeschäften, dem Internet oder bei speziellen Händlern. Den Preis hatte ich ja oben schon erwähnt. Wenn man z.B. bei Marktplätzen wie Amazon etc. bestellt, dann sollte man die Schuhe locker binnen einiger Tage nach hause geliefert bekommen.

Fazit
Die Kangoo Jumps sind gut verarbeitet, können auf das Gewicht des Benutzers angepasst werden und schonen darüber hinaus die Wirbelsäule und Gelenke des Benutzers. Die Schnallen des Schuh’s klemmten bei unserem Test leider ein bisschen, der Schuh selbst ist hauptsächlich aus Plastik gefertigt wirkt aber recht gut verarbeitet. Bei einem Preis von in etwa 200 Euro, hätte der Schuh ein bisschen hochwertiger sein können. Die Technik bzw., dass was der Schuh bietet ist definitiv aufregend und etwas anderes. Auch Sportmuffel haben mit den Kangoo Jumps die Möglichkeit auf Ihre Kosten zu kommen. Interessant ist sind die Kangoo Jumps aber auch für Personen, die z.B. nach einer Verletzung oder Operation wieder mit Sport beginnen wollen.

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Comments 5

  1. mir gefallen die Kangoo Jumps sehr gut, das laufen finde ich sieht lässig aus, aber ich würde mir beim ersten mal schon die Schützer vom Inlineskaten umschnallen, denn das Anhalten ist sicher etwas schwierig, wenn man läuft.

    1. Bei den ersten Versuchen habe ich auch Schützer getragen und grundsätzlich schadet es auch sicherlich nichts Knie & Ellenbogenschützer zu tragen. Das mit dem Anhalten klappte nach einigen Versuchen dann auch immer besser. Man muss halt nur die richtige Technik finden.

      Ich für meinen Teil versuche “einfach” auszulaufen und die Bewegungen durch die Beine abzufangen. Das hat bisher jetzt recht gut funktioniert.

  2. hmmm – ich weiß ja nicht, ob das die ideale Reha nach einer Verletzung ist – wenn das Anhalten so schwierig ist, ist die nächste Verletzung vielleicht nicht fern 😉

    Sonst siehts aber sehr lustig aus 🙂 … behaltet ihr die Schuhe?
    Falls es in den Verleih geht, sind wohl nur Schuhgröße 45 vorhanden, oder?

    1. Ja, das mit dem anhalten ist so eine Sache. Dabei sollte ich allerdings erwähnen, dass ich halt gleich mal los gerannt bin. Im Normalfall tastet man sich ja eigentlich “vorsichtig” an ein neues Sportgerät heran und gerade nach einer Verletzung ist man denke ich ja sowieso vorsichtiger.

      Aktuell haben wir nur die Größe 45-47. Sollte Interesse bestehen besteht aber die Möglichkeit, dass wir das Angebot ausweiten.

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