Razor Crazy Cart


Eigentlich für Kinder

Die amerikanische Firma Razor wird das im vergangenen Jahr herausgebrachte elektro GoKart namens “Crazy Cart” ab Mitte 2014 auch in Deutschland anbieten. Das Crazy Cart war 2013 eine der angesagtesten Produktneuheiten im Funsportbereich. Wir haben nun die Möglichkeit bekommen, das Crazy Cart bei uns Vorort in Greifswald 2 Wochen lang auszuprobieren. Die letzten 2 Wochen herrschte bei uns totaler Drift/Ausnahmezustand. Aber eins nach dem anderen, für alle die noch nicht wissen, worum es sich beim Crazy Cart eigentlich handelt: das Crazy Cart ist ein einzigartiges elektro Fahrzeug, welches seinem Fahrer ermöglicht zu driften.

Durch ein YouTube Video wurde das Crazy Cart in kürzester Zeit zu einer regelrechten Sensation. Erfunden wurde das Crazy Cart von Ali Kermani, einem Mitarbeiter von Razor. Nach Angaben von Razor flossen ganze 9 Jahre in die Entwicklung des Crazy Carts, bevor dieses 2013 auf den US Markt gebracht worden ist. Weitere Informationen, gerade auch über die Hintergründe (Entwicklung, Idee etc.) sind bei spiegel.de zu finden.

Ken Box: die Ken Block Parodie

Kult und mitunter sicherlich auch ein Grund, weshalb das Crazy Cart so wahnsinnig schnell derartig bekannt geworden ist: die Ken Block Parodie “Ken Box”. In diesem Video nimmt Crazy Cart Erfinder Ali Kermani, den Rennfahrer Ken Block auf die Schippe. Für alle die nichts mit Ken Block anfangen können: schaut euch am besten erst einmal dieses Video vom Drift König Ken Block an. Danach schaut euch unbedingt die Parodie: Ken Box an.

Soviel zum plötzlichen Ruhm des Crazy Carts. Schauen wir uns das Cart an sich doch einmal genauer an. Das Crazy Cart hat zwei Antriebsmodi: Gokart- und Crazy Cart-Modus. Der Fahrer kann während der Fahrt zwischen den Modi wechseln. Mit dem Crazy Cart kann man vorwärts, rückwärts, seitwärts und diagonal fahren. Die spezielle Drift-Lenkung erlaubt ein flexibles Driften und sorgt für jede Menge Nervenkitzel. Kurz gesagt: das Crazy Cart ist ein GoKart mit Drift Modus.

Das Crazy Cart im Überblick

  • Flexible Beschleunigung über ein Gaspedal
  • Geschwindigkeit bis zu 19 km/h
  • bis zu 40 Minuten durchgängiger Betrieb pro Aufladen
  • Drift-Lenkung
  • 360-Grad-Lenkung für enge Kurven
  • luftbereiftes Vorderrad und kippsichere Laufrollen
  • Wimpel und Batterieladegerät inklusive
  • Alter: 9+ (bis maximal 64 kg)

Das Crazy Cart in der Praxis

Zunächst einmal sei gesagt: man kann das Crazy Cart auch mit 80+ kg, ja sogar 90 kg Gewicht und 1,80 Meter Länge problemlos fahren. Während unserer Tests hatten wir sogar einen Tester, der sagenhafte 2,03 Meter lang war und auch er hatte seinem Geschrei nach zu urteilen enorm viel Spaß beim fahren. Für Erwachsene ist es definitiv enger auf dem Crazy Cart und man erreicht vermutlich nicht die vollen 19 km/h. Der Elektromotor des Crazy Carts befindet sich übrigens direkt unter dem Lenker. Der Motor ist in der großen schwarzen Säule zwischen den Beinen des Fahrers untergebracht. Es versteht sich von selbst, dass das Crazy Cart nicht im Straßenverkehr gefahren werden sollte, darüber hinaus sollte man unbedingt darauf achten, dass keine Kinder, Tiere oder Autos im Weg stehen, wenn man zum ersten Mal mit dem Crazy Cart fährt.

Das Crazy Cart im Test

Irgendwie ging alles ganz schnell. Eben sah ich noch das Video von Ken Box aka Ali Kermani, dann fand ich die Pressemitteilung (das Crazy Cart kommt nach Deutschland..) und plötzlich stand Herr Evershor von Razor Deutschland vor meiner Tür! Nach einer kurzen Einweisung holte Herr Evershor dann prompt 2 Crazy Carts aus seinem Kofferraum. Ich konnte meinen Augen nicht trauen, da sitze ich Abends um halb 8 zusammen mit Herrn Evershor von Razor bei uns auf der Straße und fahre Crazy Cart, unfassbar!

Nach der Einweisung wusste ich was zu beachten ist und dann konnte es auch schon los gehen! Glücklicherweise waren die Akkus komplett aufgeladen, so musste das Gokart nicht erst noch aufgeladen werden (puh – Glück gehabt und 6 Stunden gespart!). Die ersten Versuche zeigten: das Teil hat ganz schön Power! Das was Ali Kermani so eindrucksvoll in seinen Videos demonstriert ist darüber hinaus gar nicht so schwer! Etwas Übung brauchten wir allerdings schon, wir haben daraufhin über mehrere Tage geübt und probiert. Nach und nach klappte das Driften immer besser und wir wurden immer mutiger.

Dieser Mut führte zu einigen Crash’s, diese haben allerdings kaum Spuren am Crazy Cart hinterlassen! Überhaupt ist das Crazy Cart ein wirklich robustes Teil. Wenn man überlegt, dass 2 Wochen lang 3 Erwachsene Tester (die ganzen “darf ich auch mal probieren” Leute außen vor gelassen), das Crazy Cart hart rangenommen haben, ist es beeindruckend zu sehen, dass das Gokart kaum Spuren davon getragen hat. An einigen Stellen sind Kratzer und die Platistkteile haben Federn gelassen, abgesehen davon ist nicht viel zu erkennen.

Dann war es soweit, wir fingen an uns Renn- bzw. Driftstrecken aufzubauen. Wobei ich zugegeben muss, mit den Strecken von den beiden Ken’s, konnte es unsere Strecke leider nicht aufnehmen. Trotzdem hatten wir unfassbar viel Spaß, das Crazy Cart hat darüber hinaus auch noch vielen Menschen in unserem Umfeld ein Lächeln auf Ihr Gesicht gezaubert, denen die es ausprobieren konnten, genauso wie denen, die uns beim ausprobieren gesehen haben.

Übrigens, der Faktor “Fitness” in der Bewertung des Crazy Carts ist kein Witz. Es ist richtig anstrengend das Crazy Cart bei voller Fahrt zu steuern. Wenn man länger als 20 Minuten am Stück fährt, dann macht sich dies in den Armen und im Bauch richtig bemerkbar.

Fazit: ein geiles Teil
Als ich zum ersten Mal vom Crazy Cart hörte, bzw. das Video sah, hätte ich nicht für möglich gehalten, dass dieses coole Teil schon kurze Zeit später in Deutschland erhältlich sein würde! Noch viel weniger hätte ich damit gerechnet, dass wir die Möglichkeit bekommen würden, dieses unfassbar coole Gerät ausprobieren zu können. Die Verarbeitung des Karts ist in Ordnung und das Cart wirkt ausgesprochen solide. Einzig der Preis wird vielen Interessenten Bauchschmerzen bereiten, denn die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei fast 550 Euro. Ein weiterer Punkt ist die ausgesprochen lange Ladezeit des Akkus. Wenn man 40 Minuten fahren will, dann muss man den Akku 6 Stunden aufladen. Das Crazy Cart ist also nicht perfekt und es wird einem darüber hinaus auch nicht für 150 Euro hinterher geworfen. Aber das Crazy Cart ist definitiv einzigartig, ein Garant für Adrenalin und Spaß. Wir sind uns jetzt schon sicher, dass Crazy Cart muss in unseren Fuhrpark aufgenommen werden!

Es gibt übrigens noch Neuigkeiten von Razor. Es ist bereits eine XL Version des Crazy Carts geplant. Informationen zum Preis, der genauen Verfügbarkeit und der Laufzeit des Akkus gibt es allerdings bisher noch nicht. Im Video ist allerdings schon deutlich zu erkennen: das Crazy Cart XL wird wohl deutlich größer sein. Dann gibt es auch schon erste Bilder vom 2014’er Crazy Cart, zu sehen bei Facebook.

Zuletzt bleibt nur noch zu sagen: das Crazy Cart ist definitiv eines der Geräte die uns bisher am meisten Spaß gemacht haben. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an die Firma Razor, die so freundlich war uns ein Crazy Cart zur Verfügung zu stellen. Wir hatten zwei grandiose Wochen mit dem Crazy Cart und wir werden es schmerzlichst vermissen!

Weitere Informationen über Razor und das Crazy Kart gibt es hier:

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