Die Mexikaner und das scharfe Essen | Jan isst Chili


Wenn ihr an mexikanisches Essen denkt, dann kommt euch wahrscheinlich sofort in den Sinn, dass es unglaublich scharf ist. Ob das wirklich so ist und ob man hier auch überlebt, wenn man nicht gerne scharf isst, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Die Mexikaner und ihre Chilies

In Mexiko gibt es unzählige Chilisorten. Manche davon sind eher mild und manche einfach nur extrem scharf. Die Habanero-Chili ist eine der schärfsten Chilischoten der Welt und in Mexiko wird sie häufig für die Herstellung von Soßen benutzt. Aber keine Angst, man muss hier nicht unbedingt scharf essen.

Tacos mit ohne scharf bitte

Mexiko Taco

Tacos sind der Klassiker unter dem mexikanischen Streetfood. Man bekommt einen Maisfladen, auf den dann verschiedene Fleischsorten gelegt werden und als Topping gibt es dazu meist Zwiebelwürfel und Koriander. Doch was den eigentlichen Geschmack von Tacos ausmacht sind die Chilisoßen. An einem normalen Tacostand gibt es eine Auswahl von mindestens 3 verschiedenen Soßen.

Chili, eine mitunter heiße Angelegenheit
Nach ein paar Monaten in Mexiko erkennt man meist den Unterschied zwischen einer milden und einer extrem scharfen Soße. Wer aber als Tourist hier ist, sollte vorsichtshalber vorher fragen. „Pica?“ „No pica nada“ bedeutet, dass die Soße gar nicht scharf ist und „Pica mucho“ bedeutet, dass man als Europäer lieber die Finger davon lassen soll, es sei denn, man möchte Tränen in den Augen haben. Man hat also an den meisten Tacoständen die Wahl, ob man scharf oder mild essen möchte.

Mir ist es aber auch schon passiert, dass ich Chicken Wings bestellt habe, die unter der Kategorie „Mild“ eingeordnet waren und dann gebrannt haben wie sau. Sicher ist man also nie vor den bösen Chilies. In Mexiko gibt es sogar ein eigenes Verb beim Chili-Essen. „Me enchilé“ heißt so viel wie „Ich habe mich verchilit“.

Chilies sind ganz schön gesund

Neben der Tatsache, dass Chilies sehr scharf sind, haben sie aber auch einen entscheidenden Vorteil. Chilies sind unglaublich gesund. Der Scharfmacher Capsaicin, der in Chilies enthalten ist hat nämlich antioxidative, entzündungshemmende, schmerzlindernde, immunstärkende und appetitzügelnde Eigenschaften. Chili kann also unsere Pfunde purzeln lassen, die Stimmung heben und sogar vor Krankheiten schützen.

Auch die Süßigkeiten kommen nicht ohne Chilies aus

Manchmal bezeichne ich Mexikaner einfach als verrückt. Der Großteil der Süßigkeiten, die man in Mexiko kaufen kann sind nämlich gar nicht so süß, wie bei uns. Sehr viele Süßigkeiten enthalten Chilipulver und sind dann mehr oder weniger angenehm scharf. Es hat mich etwas Zeit gekostet, aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und esse auch ab und zu mal Chili-Süßigkeiten. Weitere interessante Kombinationen sind Bier mit Tomatensaft und Chili, Ananas mit Chilisoße oder geschnittenes Obst mit Limone, Salz und Chilisoße.

ananas-chili

Meine Lieblingskombination sind übrigens Tostilocos. Eine Mischung aus Tortillachips, Gurke, Wurst, Erdnüssen und jeder Menge anderer Zutaten. Natürlich mit extra viel Chilisoße und in der aufgeschnittenen Chipstüte serviert.

Tostilocos Tüte

Esst ihr gerne scharf oder verbrennt ihr euch schon den Gaumen, wenn ihr nur ein Pfefferkorn anseht?

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