Gassenklettern


Randsportart oder neuer Trendsport: Gassenklettern

Über wirklich, richtig ausgefallene Sportarten habe ich schon eine ganze Weile nicht mehr berichtet. Doch heute habe ich mal wieder etwas sehr eigenartiges für euch ausgegraben und zwar Gassenklettern. Bei dieser Sportart handelt es sich um genau das, was man hinter dem Namen vermutet.

Der Sportler sucht sich eine Gasse und klettert diese ohne Hilfsmittel, Ausrüstung oder jeglichen Sicherungen hinauf. Wirklich viel über das Gassenklettern konnte ich bisher leider noch nicht in Erfahrung bringen. Es scheint noch eine sehr junge oder aber eine sehr unbekannte Sportart zu sein.

Ablauf: wie läuft Gassenklettern ab?
Zunächst einmal muss man eine geeignete Gasse finden. Die Gasse sollte nicht viel breiter als 1-1,5 Meter sein. Die Breite der Gasse ist enorm wichtig, da man sich beim Gassenklettern nur mit Armen und Beinen abstützt. Ist die Gasse zu breit, kann man sich nicht so einfach fortbewegen und läuft Gefahr abzurutschen und in die Tiefe zu fallen. Das wiederum ist eine große Gefahr, da Gassenkletterer ohne Seil, Netz oder andere Sicherheitsausrüstung unterwegs sind.

Wo kann man Gassenklettern gehen?
Gassenklettern ist möglich, wo immer man eine 1-1,5 Meter breite Gasse findet. Darüber hinaus kann man auch zwischen Gebäuden hoch klettern. Bevor man eine Gasse hochklettert, sollte man sich im Vorfeld die jeweiligen Fassanden und deren Beschaffenheit genau ansehen (Rutschgefahr!).

Ist Gassenklettern erlaubt?
Da es sich um eine noch sehr junge und nicht weit verbreitete Sportart handelt, ist noch nicht viel herauszufinden gewesen. Man kann aber davon ausgehen, dass man sich in einem grauen Bereich bewegt. Schließlich erklimmt man anderer Leute Eigentum und wenn diese sich gegen das Erklimmen Ihrer Häuser oder Fassaden aussprechen, dann könnte man möglicherweise ernsthafte Probleme bekommen.

Wer hat es erfunden?
Das ist eine gute Frage, ich denke nicht, dass es den “einen” Erfinder gibt. Vermutlich sind über die Jahre oder Jahrzehnte immer mal wieder Menschen in verschiedenen Teilen der Welt auf diese Idee gekommen. Ich bin durch einen Bericht über Raffael Armbruster auf das Gassenklettern aufmerksam geworden. Der gute Mann ist laut verschiedenen Zeitungsberichten angeblich der Einzige seiner Art. Ich gehe davon aus, dass es noch mehr Personen gibt, welche diese Sportart ggf. unter anderen Namen ausüben. Denkbar wäre so zum Beispiel der englische Begriff Buildering, also das Erklimmen von Gebäuden. Dies ist dem Gassenklettern meiner Meinung nach schon sehr ähnlich.

Was braucht man zum Gassenklettern?

Wie ich schon beschrieben habe, gibt es keine Ausrüstung. Daher beschränken sich die Voraussetzungen wohl auf geeignete Schuhe und die eigene, körperliche Fitness. Wer genau wissen will, wie hoch oder weit er geklettert ist, der kann sich auch noch einen GPS Tracker oder ein Smartphone mit entsprechender App mitnehmen.

Gassenkletter Videos

Quelle: suedkurier.de

Comments 8

  1. Absolut preiswertes Sporterlebnis,hier paar Tipps,Gassen gibt es richtig viele in Deutschland ,man sollte immer in Richtung Burg oder alte Burgstädte schauen da findet man aufgrund des alten Putz/Oberfläche gute Einstiege und man sollte das ruhig in etwas entfernten Städten ausüben dann kommt es nicht so schnell zum Stress, aber hier drin finde ich die Herausforderung ,die Gasse horizontal und vertikal so schnell und leise wie möglich zu bezwingen das es keiner Mitbekommt und ich sag nur, es kickt richtig wenn die Leute 3-4 Meter unter dir dich nicht bemerken .Als Schutz emphehle ich eng anliegende Handballschoner für Ellebogen und Knie. Schmeiße wo ist Spiderman wenn man ihn braucht…

  2. wenn man so schmale Gassen findet, dann sind es sicher alte Gebäude und die könnten ja unter Denkmalschutz stehen – daher denke ich das man dann Probleme damit bekommt, wenn man hinaufklettert.

    1. Ein guter Punkt, offenbar hat sich allerdings noch niemand beschwert. Aber bisher wird diese Sportart ja auch noch nicht von so dermaßen vielen Leuten ausgeübt. Wenn aufgrund einer solchen Kletter-Aktion jedoch Putz abbröckelt, dann könnte schnell der Vorwurf der Sachbeschädigung im Raum stehen.

      Ich würde es nicht ohne vorherige Absprache mit den Gebäude-Eigentümern riskieren 😉

    1. Parkours oder Parcour war auch mein erster Gedanke, dann dachte ich mir, irgendwie ist es ja auch wie “Buildering”. Das hat man ja bereits öfter in den Medien und im Netz sehen können. Strikt gesehen ist es daher nicht wirklich “total” neu. In den Berichten, die ich gefunden habe, war von Freiburg die Rede. Dort soll man wohl viele schmale Gassen finden.

      Aber ich denke dies dürfte für fast jede Stadt zutreffen, die über eine Altstadt verfügt.

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