Dirt Scooter Test


Offroad Stunt Scooter
Dirtscooter

Der Dirt Scooter steht schon eine ganze Weile bei uns im Strongg Lab herum. Letzte Woche bot sich endlich die Möglichkeit den Scooter auszuprobieren. Da wir in Greifswald keinen Dirt Park, keine Berge oder hügelige Wälder haben, mussten wir improvisieren. Zum Glück hat sich wieder einmal bewiesen, es geht auch ohne große Berge! Der Dirt Scooter von Razor sieht einem Stunt Scooter sehr ähnlich. Ein Unterschied, der sofort auffällt: der Dirt Scooter hat deutlich größere Räder und ist außerdem sehr viel schwerer.

Dirt Scooter: Ausstattung

Der Dirt Scooter verfügt über Luftbereifung mit Profil. Laut Hersteller können die Reifen mit bis zu 4 Bar aufgepumpt werden. Das Deck besteht aus Aluminium, das Unterrohr aus Stahl und die Gabel aus CNC Stahl. Der Dirt Scooter soll Fahrer mit einem maximal Gewicht von bis zu 100 kg tragen können. Der Scooter verfügt übrigens auch über eine Bremse (ein Blech über dem hinteren Reifen). Der Lenker des Dirt Scooters lässt sich nicht umklappen. Ein Vorteil, wenn man bedenkt, dass der Scooter für die Benutzung außerhalb ebener Wege und asphaltierter Flächen ausgelegt worden ist. Nachteilig ist es allerdings, wenn man den Dirt Scooter im Auto transportieren will.

Bei kleinen Autos bleibt nur die Möglichkeit, die Lenkstange vor dem Transport abzumontieren. Wir haben den Scooter zum Glück komplett ins Auto bekommen. Wer seinen Kofferraum vor Dreck schützen will, der kann den Dirt Scooter in eine große Ikea Tüte stecken. Damit bleibt der Dreck an den Reifen und verteilt sich nicht im Auto.

Offroad Scooter im Test

Der Hersteller wirbt damit, dass der Dirt Scooter sehr robust sein soll. Genau das wollten wir testen, daher zogen wir los und probierten den Dirt Scooter aus. Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass wir in Mecklenburg Vorpommern nicht gerade viele Hügel haben. Zunächst fuhren wir daher in den Wald und probierten aus, wie sich der Dirt Scooter auf dem Waldboden fahren lässt. Da die sehr kleinen Hügel im Wald eine Nummer zu klein waren, fuhren wir als nächstes zum örtlichen Rodelberg.

Dort anbekommen probierten wir aus, mit dem Scooter den Hügel herunterzufahren. Leider klappte dies nur sehr schlecht, was auf den extrem aufgeweichten Boden zurück zu führen war. Ein Hügel mit Gras kann durchaus heruntergefahren werden, allerdings sollte der Boden nicht allzu weich sein. Im Vergleich zum Rodelberg klappte es da im Wald schon deutlich besser. Da es mit dem Rodelberg auch nicht so richtig klappen wollte, machte sich langsam Ratlosigkeit breit. Andere Hügel oder Gefälle gab es keine in unserer Nähe und auf ebener Fläche und ohne Dirt bzw. Offroad Park schien die Situation ausweglos.

Durch einen Zufall entdeckten wir dann aber zwischen den beiden Rodelstrecken einen sandigen Hang. Gut, es handelte sich um einen vielleicht 2-2,5 Meter breiten Schleichweg, aber immerhin schien dieser einigermaßen steil herunter zu gehen. Wir haben nicht lange überlegt, denn etwas besseres war nicht in Sicht. Ich lies mich dann dummerweise dazu hinreisen gleich mit dem Dirt Scooter den Hang herunterzufahren, ohne vorher zu checken wie der Boden beschaffen ist.

Als ich mit dem Dirt Scooter etwas mehr als die Hälfte der Strecke nach unten zurückgelegt hatte, hat es mich erwischt. Das Vorderrad versank im Dreck und ich flog nach Vorne über den Lenker. Der Abflug kam überraschend, weh getan habe ich mich allerdings nicht. Nach diesem Sturz schauten wir uns den Untergrund etwas genauer an und beschlossen es einfach weiter zu probieren. Als dies zu weiteren Stürzen führte, wichen wir auf die etwas festeren Seiten des Weges aus. Das klappte dann auch ziemlich gut. Wie so oft mussten wir allerdings auch beim Dirt Scooter wieder einmal ganz deutlich feststellen: ohne richtige Berge oder einen Dirt Park fetzt so ein Gerät nicht wirklich. Man kann einen Dirt Scooter also auch im Flachland benutzen, nur wenn man Action will, wird sollte man Berge, Hügel oder einen Dirt Park in der Nähe haben. Die Bremse haben wir übrigens nicht ein einziges Mal ausprobiert, Haltbar sah sie aber aus.

Fazit

Für in etwa 130 Euro bekommt man einen gut verarbeiteten Scooter mit Luftbereifung. Auch nach diversen Stürzen macht der Scooter einen stabilen Eindruck. Schwächen konnten wir bisher keine erkennen. Wer den Scooter nach einer Dirt Session im Auto transportieren will, der sollte sich eine große Plastiktüte einpacken. Die Reifen des Dirt Scooters sind nämlich schnell sehr dreckig. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist unserer Meinung nach in Ordnung. Allerdings kann man den Scooter ohne Berge oder Dirt Park in der Nähe nicht wirklich nutzen.

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