Urlaub und Mietwagen


Mietwagen
Mietwagen

Für die meisten von uns geht es auch 2016 wieder irgendwohin in den Urlaub. Wer sich nicht gerade für einen Club-Urlaub oder einen Aufenthalt in einer einer Hotelanlage entschieden hat, der wird früher oder später vor der Entscheidung stehen: Mietwagen oder nicht?!

Die Vorteile eines eigenen Autos Vorort liegen auf der Hand: man ist flexibler, ungebunden und erreicht ggf. auch Orte, die man mit dem lokalen Nahverkehr nur schlecht oder gar nicht erreichen kann.

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Persönlich habe ich mich noch nicht getraut ein Auto im Urlaub zu mieten. Man hört einfach viel zu oft, von schlechten Erfahrungen, die Urlauber mit einem Mietwagen machen. Da ich dieses Jahr nun hoffentlich zumindest einen Teil meiner Reisepläne umsetzen werde, muss ich mich nun allerdings gezwungenermaßen auch mit Mietwagen auseinandersetzen.

Denn wenn ich jedes Mal ein Taxi rufe, dann entstehen mir einfach viel zu hohe Kosten. Ich habe mir überlegt, dass ich möglichst pragmatisch heran gehen möchte. Einen Mietwagen Vorort zu mieten kommt für mich schon mal nicht in Frage. Denn hier sehe ich das Risiko am Ende draufzuzahlen bzw. verarscht zu werden.

Mietwagen: welche Nachteile hat eine Anmietung Vorort?

  • keine Gewissheit, ob der jeweilige Preis wirklich gut ist
  • keine Gewissheit, ob der jeweilige Anbieter vertrauenswürdig ist
  • möglicherweise Dokumente in Landessprache, die ich nicht verstehen kann
  • möglicherweise Faktoren, die mir nicht ausreichend vom Vermieter/Personal erklärt werden

Klar, jeder der schon Erfahrung mit Mietwagen bzw. der Nutzung dieser im Ausland hat, der wird jetzt sicherlich den Kopf schütteln. Vielleicht sind meine Sorgen völlig unbegründet. Aber gerade was etwaige, nachträgliche Kosten betrifft, bin ich sehr, sehr vorsichtig. Aus diesem Grund habe ich mich auf die Suche nach Checklisten gemacht. Lange musste ich nicht suchen, denn ADAC, ACE und co. bieten einiges an nützlichen Hilfsmitteln.

Checklisten: Mietwagen im Ausland

Mietwagen
Mietwagen – Checklisten

Eine Checkliste ist selbstverständlich keine Garantie für Sicherheit. Dennoch habe ich ziemlich schnell feststellen können, dass mir die Checklisten rund um die Thematik “Mietwagen & Ausland”, einiges bieten konnten.

Manchmal kann man einfach nicht blöd genug denken. Ein Beispiel: zusätzliche Fahrer dürfen den Mietwagen meist nur dann fahren, wenn diese im Vorfeld auch als Fahrer eingetragen worden sind. Klar, wenn ich so darüber nachdenke, dann ergibt dies durchaus Sinn und ist sicherlich auch gut nachvollziehbar.

Ich habe aber noch ein weiteres Beispiel, nehmen wir an, es kommt zum Streitfall. Mietet Ihr einen Mietwagen in z.B. Spanien, dann wird die Angelegenheit dort ggf. vor Gericht gehen. Mietet man den Mietwagen jedoch noch im Heimatland an, dann gilt deutsches Recht.

Do’s & don’ts: Mietwagen und Ausland
Wenn man die folgenden Tipps berücksichtigt, dann umgeht man einiges an Risiken. Manche der Tipps mögen auf der Hand liegen, trotzdem ist es sinnvoll sich im Vorfeld mit dem Thema genau auseinanderzusetzen.

Auf diese Weise kann man sich möglicherweise einiges an Ärger und Kosten ersparen. Da hätten wir zum Beispiel die Dokumente. Sind diese in Landessprache verfasst, läufst Du Gefahr, dass Du etwas unterschreibst, was Du später bitter bereuen könntest.

Von daher: bloß nichts Vorort unterschreiben, es sei denn natürlich Du verstehst genau, was Du da eigentlich unterschreibst. Auch lohnt es sich, wenn man sich im Vorfeld genau über die Bedienungen der jeweiligen Versicherungspakete informiert.

Im Zweifelsfall würde ich persönlich lieber 1-2 Euro mehr ausgeben, wenn dadurch mehr abgesichert ist.

Es soll nämlich Autovermieter geben, bei denen z.B. Schäden an Reifen oder auch Unterboden nicht durch eine Versicherung abgesichert sind. Ist man nun aber mit dem Mietwagen auf einer holprigen Strecke unterwegs, kann es später eine böse Überraschung geben, wenn nämlich der Vermieter die Hand aufhält.

Ein weiterer Faktor: die Kilometerbegrenzung. Hier lohnt es sich, genau zu überlegen, ob es sich tatsächlich lohnt einen Pkw mit Kilometerbegrenzung anzumieten oder nicht.

Weiterlesen auf Seite 2!

Bildquellen

Comments 17

  1. Hi Alex,

    super Beitrag! Aus meiner Erfahrung in der Shadenabteilung eines Autovermieters kann ich folgende, wesentliche Punkte beisteuern:
    Auf jeden Fall immer Versicherungsschutz mit SB dazuholen (am besten SB 0 euro). Nimm dir ausreichend Zeit, den Fahrzeugzustand bei Abholung und erst recht bei Rückgabe zu prüfen. Achte bei Abholung besonders auf nicht erfasste Altschäden und lass die nacherfassen! Bestehe bei Rückgabe auf gemeinsame Übergabe mit Mitarbeiter der Vermietstation und lass dir den Fahrzeugzustand (Altschäden/Neuschäden- wenn du welche verursacht haben solltest) schriftlich protokollieren! Kann sein, dass du damit viel Aufwand betreibst- sei dir aber gewiss, dass dich eben dieser vor viel Ärger bewahren kann. Wenn etwas sein sollte (Unfall oder Schäden innerhalb der Mietzeit entstanden)- IMMER Polizei hinzuziehen- anderenfalls kann es passieren, dass Versicherungsschutz mangels Aufklärung nicht greift (Nachweisbarkeit Fahrtüchtigkeit etc.) Selbst wenn Fahrzeug auf Parkplatz steht und du Kratzer entdeckst, welche vermutlich gerade auf diesem entstanden sind. Niemals Kleintieren ausweichen (Hund, Katze, Fuchs etc.)- klingt gemein, aber du hast die Schadensminderungspflicht. Wenn durch Ausweichen Schaden entsteht (der ist meist höher als direkte Kollision mit Kleintier) greift auch hier kein Versicherungsschutz. An alle Tierschützer- ich liebe Tiere und habe mir das nicht ausgedacht, das sind allgemeine Regelungen der Versicherungen. Warnleuchten im Cockpit niemals ignorieren (Öl, Kühlflussigkeit etc.) Alle Folgeschäden sind Betriebsschäden- hier ebenfalls kein Versicherungsschutz- also volle Schadenssumme geht auf dich. Sind für Motorschäden/Getriebeschäden gerne mal mehrere tausend Euro…achso- wenn Unfall- niemals Schuldeingeständnis geben. Lass das nen Anwalt prüfen. Du ahnst ja nicht was es für Möglichkeiten zum Thema Teilschuld gibt, selbst wenn du glaubst, dass du die 100%ige Schuld am Unfall hast. Das waren die wichtigsten Punkte, welche zumindest in Deutschland gelten können (ist von Vermieter zu Vermieter sicher etwas abweichend). Alles weitere in den AGB oder Vermietbedingungen der Autovermieter- sorgfältig durchlesen= empfehlenswert

    1. Hallo Stefan,

      auch Dir vielen, vielen Dank für diesen ausführlichen Kommentar. Jetzt muss ich meinen Beitrag aber wirklich langsam mal überarbeiten, denn es gibt ja noch einiges an Punkten, die berücksichtigt werden können oder sogar sollten.

  2. Ich hatte bis jetzt 3 Mietwagen auf meinen Reisen auf den Kanaren. Ich hatte keinerlei Probleme. Man sollte, wenn möglich, nicht den billigsten Anbieter nehmen aber gerade auf den Kanaren gibt es haufenweise Anbieter und daher günstige Preise. Auf Fuerteventura hatten wir einen Ford Fusion oder so ähnlich. Das perfekte Auto für die Insel „wink“-Emoticon. Gebucht über billiger mietwagen de und der Vermieter vor Ort war Hertz. Der Preis war bombastisch niedrig. 6 Tage für knapp 100 Euro mit All in. Also Versicherung (Vollkasko ohne Selbstbeteiligung) und keine Kilometerbegrenzung. Reifenschäden waren nicht inklusive wie bei den folgenden Fahrzeugen auch. Das ist halt eigenes Risiko und gerade auf Fuerte nicht zu unterschätzen ^^ Auf Teneriffa hatten wir einen Opel Astra (neues Modell) der Vermieter war eine kanarische Autovermietung die dort an jeder Ecke ein Büro haben. Ich habe das Fahrzeug direkt über die HP gebucht und auch wieder das gleiche Versicherungspaket und die freikilometer genommen. Auch mit diesem Fahrzeug und der Vermietung lief alles perfekt. Der Preis war ca. 160 für 7 Tage. Auf Lanzarote hatte ich dann eine Alfa Romeo Giulietta, die wollte ich ausdrücklich haben und ich habe Sie bekommen. Super Auto und auch wieder über die kanarische Autovermietung. Der allgemeine Fahrzeugzustand war bei allen gut. Sie hatten alle genügend Öl, Wasser und sämtliche anderen Flüssigkeiten drauf. Ach so drauf achten, dass die Fahrzeuge immer vollgetankt übernommen werden. Das spart unnötige Kosten und die Benzinpreise auf den Kanaren sind traumhaft. Der Alfa hat mich für 13 Tage 240 Euro gekostet. Bis jetzt hat immer alles genau so geklappt wie erwartet. Wie gesagt, Kopf einschalten und nicht gleich das billigste Angebot nehmen. Ein großes Vermietnetz ist natürlich von Vorteil. Die kanarische Autovermietung hat auch eigene Autohäuser. Cabrera Medina heißt die Vermietung. Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.

  3. Also bisher habe ich nur Transporter in Deutschland gemietet. Grundsätzlich habe ich dabei gute Erfahrungen gemacht, aber immer mit Vollkasko gebucht. Das kostet zwar extra, aber schlussendlich will ich am Ende nicht ner Firma zig Tausend Euro schulden.
    Fahrzeug außen und innen prüfen wurde ja schon erwähnt, Billiganbieter meiden, schon 10 km vor Abgabe tanken – im Zweifel aber lieber komplett voll abgeben, statt Nachzahlungen leisten zu müssen
    Im Urlaub würde ich mir die Abgabe quittieren lassen.

    1. Stimmt, jetzt wo Du es sagst, Transporter habe ich auch schon einige Male in Deutschland gemietet. Aber auch hier hatte ich nie so das beste Bauchgefühl. Wie Du es bereits beschrieben hast, habe ich dabei immer Bilder gemacht und den Vermieter auf Mängel hingewiesen.

      Bezüglich des tankens wies mich ein Vermieter außerdem sogar mal darauf hin, dass man insbesondere bei Diesel Fahrzeugen beim Tanken einen Moment warten soll und danach dann erneut den ein oder anderen Liter tanken soll. Angeblich schäumt Diesel wohl und daher wäre es möglich, dass der vermeintlich volle Tank am Ende gar nicht komplett voll ist.

      Das mit der Quittierung habe ich schon beschlossen. Ich möchte da kein Risiko eingehen, nicht dass ich nachher noch für Schäden aufkommen muss, die ich nicht mal mehr verursacht habe.

      1. bzgl. tanken meinte ich es so, dass man selten ein wirklich vollen Tank bekommt, aber er wird eben voll angezeigt. Man kennt das ja auch sonst aus vielen Autos, dass sich die Tanknadel erst nach 100/120km bewegt.
        Wenn man also die Tankstelle direkt neben der Abgabe hat, sollte man da noch nich tanken. Lieber schon 20 km vorher. So meinte ich das eigentlich.
        Aber gut, das ist am Ende nur Kleinvieh, wenns mit den Schäden Unstimmigkeiten gibt.

        1. ah okay verstehe 🙂 interessanter Punkt.. hätte ich definitv nicht beachtet, wieder etwas gelernt – vielen Dank für den Tipp! Mensch so langsam bin ich ja richtig fit 🙂 Sollte ich vielleicht mal in einer Liste zusammenfassen – so könnten auch andere von eurem Wissen und all den Vorschlägen profitieren!

  4. Hallo Gerry,

    vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich werde versuchen, das Auto möglichst ausführlich anzuschauen. Auch werde ich ein paar Bilder machen und alles so gut wie möglich dokumentieren. Mein Bauchgefühl sagt mir jedoch, dass ich mich wohl lieber an einer der “großen” Autovermieter halten sollte. Auch wenn dies bedeutet, dass ich ggf. 20 oder 30 Euro mehr zahlen muss.

  5. Reifen und Unterbodenversicherung beachten. Auch den Innenraum des Autos untersuchen (!). Hatte da schon öfters mal lose Teile und Ähnliches. Manches ist mir dann aber doch erst beim Fahren aufgefallen…
    Prüfen, ob wirklich vollgetankt wurde.
    Ansonsten noch darauf achten, ob die Versicherung nur für’s Inland gilt, gerade, wenn man mal über die Grenze ins Nachbarland fahren will. Häufig sind auch Schotterstraßen und Ähnliches von der Versicherung ausgeschlossen, also dort besser nicht liegen bleiben. 😉

  6. Mietwagen fürs Grobe und Moped fürs alltägliche 🙂

    Entweder im voraus im Internet umhören oder am besten vor Ort, wenn du es nicht eilig hast. Hatte wirklich noch nie Probleme – verwende allerdings auch etwas Hausverstand 😛

    Was zu gut wirkt hat meist einen Haken 🙂

  7. Super das du diesen artikel geschrieben hast.
    Wir fliegen im Oktober nach Italien.
    Sind 13 Tage dort und haben für den gesamten Aufenthalt einen Mietwagen von europcar.
    Kosten 350€ inkl. Freikilometer und Vollkasko.
    Bin mal gespannt wie der Zustand des Fahrzeuges ist.

    1. Ooooh cool – wäre natürlich ziemlich cool, wenn Du von Deinen Erfahrungen berichten könntest. Habe nach wie vor massive Sorgen, dass die ganze Sache ziemlich teuer werden kann. Gerade bei der Rückgabe befürchte ich, dass der Autovermieter versuchen könnte, abermals die Hand aufzuhalten.. Aber hey – vielleicht mache ich mir auch zu viele Sorgen 🙂

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