Surf Camp Test

Surfen auf den Kanaren

Für unseren Playdayy ging es dieses Mal weit weg! Um genau zu sein ging es nach Fuerteventura zu Planet Surf. Gemeinsam mit Michel machte ich mich auf den Weg nach Fuerteventrua um dort das Surf Camp von Planet Surf zu testen. Kiten, Windsurfen und Wakeboarding haben wir schon ausprobiert, Surfen allerdings bisher noch nicht. Auf Fuerteventura angekommen sind wir an einem Samstag, damit blieben uns noch 2 Tage bis zum Start des Kurses. Zeit genug sich das Camp, die anderen Teilnehmer und die Umgebung näher anzusehen. Das Surf Camp von Planet Surf befindet sich in Corralejo, von dort aus sind mehrere Surfspots einfach zu erreichen. Darüber hinaus gibt es eine große Auswahl an Restaurants, Bars und Geschäften. Im Städtchen kann man shoppen, durch den malerischen Hafen spazieren oder es sich in einem der vielen kleinen Cafe’s gemütlich machen.

Auch Abends wird es nicht langweilig in Corralejo. Die vielen Restaurants buhlen regelrecht um Gäste. Außerdem gibt es zahlreiche gemütliche Tapas Bars, diese sind unbedingt einen Besuch wert! Wer es so richtig krachen lassen will, der kommt in Corralejo auch nicht zu kurz. Neben einer riesigen Auswahl an Kneipen und Bars, gibt es auch zahlreiche Nachtclubs. Das Publikum ist bunt gemischt und die Atmosphäre ist sehr entspannt und freundlich.

Nachdem wir uns am Wochenende mit dem Städtchen vertraut gemacht hatten, ging es am Montag um halb 10 zum Surfhouse. Dort trafen wir die anderen Schüler und unsere 2 Surflehrer. Unsere Surflehrer Gabriele und Ivan waren uns auf anhieb sehr sympathisch. Die beiden Italiener leben schon eine ganze Weile auf Fuerteventura und sind wahre Vollblut-Surfer. Nach einer herzlichen Begrüßung ging es dann auch sofort los. Jeder schnappte sich ein Surfboard und brachte es zum Surf Van. Für unseren ersten Schulungstag standen 2 verschiedene Spots zur Auswahl.

Gabriele unser Surflehrer entschied sich für Playa Blanca. Der andere Spot war aufgrund der Wellen an diesem Tag leider nicht perfekt für uns als Anfänger geeignet. Daher hieß es für uns nun 40 Minuten Richtung Flughafen fahren. Die Zeit verging glücklicherweise wie im Flug, denn unterwegs gab es viel zu sehen. Außerdem sorgten unser Surflehrer Gabriele und Ivan für Unterhaltung. Bevor wir uns versahen, waren wir schon am Spot angelangt.

Nach einem kurzen Blick auf die Wellen, entschlossen sich die Surflehrer, den Spot für den ersten Schulungstag zu nutzen. Also zogen wir uns die Neopren Anzüge an und schnappten uns die Surfboards. Als nächstes trafen wir uns am Strand, dort gab es eine erste Einweisung. Man erklärte uns die Surfboards, gab uns Informationen über den Spot und erzählte uns, was in den nächsten Stunden geplant war. Danach wurden die Boards zur Seite gelegt und es hieß aufwärmen. Nach dem aufwärmen konnte es dann losg gehen!

Wellenreiten lernen

Wir sollten tatsächlich lernen, wie man surft, unfassbar! Wir waren schon richtig aufgeregt und konnten es nicht erwarten, endlich die Boards zu nehmen und uns in die Wellen zu stürzen. Gabriele unser Surflehrer zeigte uns am Strand zuvor allerdings noch ganz genau, was wir am ersten Tag üben sollten. Ziel war es mit dem Board ins Wasser zu gehen, dort eine Welle abzupassen und sich dann auf’s Board zu legen. Danach sollten wir versuchen möglichst schnell zu paddeln. Hatte uns die Welle erreicht sollten wir uns mit den Armen vom Board hochdrücken und das Board durch Gewichtsverlagerung steuern. Nachdem wir dies alle erfolgreich eine Male wiederholt hatten, bekamen wir eine neue Aufgabe. Aufgabe 2: wenn uns die Welle auf dem Board erreicht hatte, Arme ausstrecken und wie ein Flugzeug durch’s Wasser gleiten!

Schnell stellten wir fest, das ist gar nicht so einfach und ziemlich wackelig. Nach einigen Versuchen klappte aber auch diese Aufgabe immer besser. Plötzlich war der erste Unterrichtstag schon vorbei und es hieß, raus aus dem Wasser! Nachdem wir uns alle umgezogen und die Surfboards wieder verladen hatten, ging es auch schon zurück nach Corralejo. Dort angekommen hieß es noch die Surfboards abladen, die Neo’s ausspülen und aufhängen. Am zweiten Tag ging es wieder früh los, wir fuhren zum gleichen Spot, gingen aber an einer anderen Stelle zum Strand.

Den Ablauf hatten wir uns vom Vortag alle gut gemerkt, daher ging alles ganz schnell. Am Spot angekommen zogen alle Ihre Neo’s an, packten alles zusammen, schnappten sich ein Surfboard und machten sich auf zum Strand. Dann folgte das Aufwärmen und die Einweisung. Nachdem alle Fragen beantwortet worden waren, konnte es mit der Schulung los gehen. Am zweiten Tag sollten wir versuchen aus der liegenden Position in die stehende Position zu kommen.

Schnell dämmerte es mir, sowie einigen meiner Mitschüler: das ist ganz schön schwierig, wackelig und vor allem richtig anstrengend. Irgendwann klappte es dann immer besser. Die meiste Zeit über wurden wir allerdings noch von Wellen durchgewaschen, rutschten vom Board ab oder verloren schlichtweg den Halt. Völlig erschlagen ging es zurück ins Camp. Wir waren glücklich und zufrieden und freuten uns auf Tag 3, 4 und 5. Mit Tag 3 klappte es dann schon immer besser. Die meisten von uns konnten nun immer öfter aus der liegenden, in die stehende Position gelangen.

Darüber hinaus wurden wir auch immer mutiger und versuchten uns an immer größeren Wellen. Dies führte mitunter auch dazu, dass wir teilweise ziemlich heftig von den Wellen durchgewaschen worden sind. Nach einem erfolgreichen dritten Tag ging es zurück nach Corralejo. Dort sind wir mit der gesamten Truppe noch gemeinsam in einer Tapas Bar essen gegangen. Eine tolle Möglichkeit um all die anderen Schüler, die Surflehrer und die Mädels aus dem Planet Surf Office besser kennenzulernen. Außerdem konnten wir auf diese Weise den Tag entspannt ausklingen lassen.

Tag 4 stand ganz im Zeichen der großen Wellen. Gemeinsam mit unserem Surflehrer Ivan paddelten wir ein gutes Stück weiter hinaus auf’s Meer. Dabei stellten wir fest wie anstrengend es sein kann, sich mit dem Surfboard durch die Wellen zu bewegen. Draußen angekommen erklärte uns Ivan, auf was bei der Wahl einer Welle zu achten ist und wann man anfangen muss los zu paddeln. Unsere Arme brannten und wir hatten nicht einmal versucht eine der großen Wellen zu erwischen! Wieder einmal zeigte sich: Surfen ist eine echte Konditionssportart. Ohne Kondition kommt man hier nicht sehr weit. Nach einer kurzen Verschnaufpause versuchten wir uns dann an den deutlich größeren Wellen. Wow – Bauchkribbeln – und gar nicht sooo schwer. Das üben der vergangenen Tage fing langsam an sich auszuzahlen. Wo wir in den ersten Tagen noch ständig überlegen mussten, welcher Schritt zuerst kommt und welcher folgt und so weiter, lief inzwischen fast alles automatisiert ab.

Bevor wir uns versahen war es plötzlich auch schon Freitag. Da war er Tag 5, wow – das ging jetzt irgendwie schnell! An Tag 5 sollte es an einen anderen Spot gehen, um genau zu sein zu einem Riff nach Punta Blanca. Im Vorfeld schwärmten uns die Surflehrer und Sarah aus dem Planet Surf Office schon von dem Spot und der Fahrt dorthin vor. Was soll ich sagen.. zuviel versprochen haben Sie uns definitiv nicht. Alleine die Fahrt nach Punta Blanca war echt aufregend. Schon nach ein paar Kilometern verließen wir nämlich die befestigte Straße und fuhren erst über sandige Straßen durch kleine Dörfer, um dann nach einer Weile sogar durch die Wüste entlang der Küste zu fahren.

Eine unserer GoPro`s hielt die Fahrt übrigens für euch fest. Die Action Cam hatten wir zuvor noch auf dem Dach des Surf Van’s befestigt. Als wir dann in Punta Blanca angekommen sind, hies es nicht wie üblich: auspacken, umziehen, an den Strand und aufwärmen, sondern aussteigen und staunen. Was für ein Spot, was für ein wundervolles Stückchen Erde! Nachdem wir uns wieder eingekriegt hatten, fanden wir Zeit für den Rest. Dann folgte eine genaue Einweisung, denn der Spot war nicht mit dem bisherigen Spot vergleichbar. Im Gegensatz zu Playa Blanca, musste man in Punta Blanca erst eine ganze Weile mit dem Board hinaus paddeln. Ganz schön anstrengend diese Paddelei, nur gut das wir ausreichend Zeit zum ausruhen bekamen.

Die Wellen am Riff fühlten sich noch viel größer und mächtiger an. Ich hatte ganz schön Probleme nach der ganzen Paddelei überhaupt noch vom Board zu kommen. Irgendwann hat es dann aber ein paar Mal geklappt. Kurz danach waren meine Energiereserven komplett aufgebraucht. Mit dem Wetter hatten wir an unserem letzten Tag nochmal richtig viel Glück! Strahlend blauer Himmel, Sonne und super klares Wasser am Riff – traumhaft! Die Rückfahrt habe ich gar nicht mehr so richtig wahrgenommen. Zurück am Surfhouse hies es wieder auspacken und Neo’s ausspülen. Was für ein Tag, was für eine Woche: das musste gebührend gefeiert werden! Aus diesem Grund machten Michel und ich uns gemeinsam mit Sarah und Mandy vom Planet Surf Office auf den Weg in die Stadt. Dort zeigten uns die beiden noch einige coole Bars, wie z.B. die Banana Bar, eine kleine Bar direkt im Hafen mit Blick auf’s Wasser. Am Samstag ging es dann zurück nach Berlin bzw. Köln. Vorher ließen wir es uns aber nicht nehmen, nochmals mit den Mädels von Planet Surf bei Pincha Cabra, einer kleinen, aber sehr feinen Tapas Bar vorbeizuschauen. Danach hieß es dann Sachen ins Taxi packen und auf zum Flughafen.

Kosten und Fazit: Surfen lernen im Surf Camp?

Wir waren mit der Woche sehr zufrieden: 5 Tage Surfkurs, 2 bzw. 3 Tage Corralejo anschauen und Skateboard fahren. Der Flug ist mit über 4 Stunden nicht gerade ein Kurztrip, aber es lohnt sich. Flüge bekommt man z.B. von Düsseldorf, Hamburg oder Berlin für teilweise 230 Euro (Hin- und Rückflug). Der Aufenthalt im Camp kostet dann noch 249 Euro für 24 Stunden Surfkurs und 7 Tage Unterkunft. 5 Tage Surfkurs ohne Unterbringung gibt es für 190 Euro. Aktuell gibt es darüber hinaus ein Sonderangebot (gültig von Mai bis Ende Juli): wer 5 Tage Surfkurs bucht, wohnt kostenlos im Surfhouse. Soviel zu den Kosten für eine Woche Fuerteventura mit Surfkurs.

Unserer Meinung nach stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis und es lohnt sich! Die Lehrer sind freundlich und geben sich große Mühe jedem zu zeigen, was wichtig ist. Darüber hinaus hat man auf Fuerteventura richtige Wellen, dagegen sind Nord- und Ostsee nichts. Wer kein Problem damit hat in 4 Bett Zimmern zu schlafen, der kann günstig im Surfhouse unterkommen. Für alle die ein eigenes Zimmer vorziehen gibt es noch die Appartments, welche Planetsurf anbietet. Darüber hinaus gibt es auch noch ein großes Angebot an Appartments in Corralejo.

Wir haben unser Ziel erreicht. 5 Tage Surfkurs und es ist uns gelungen den maximal möglichen Spaß zu haben, viele tolle, neue Leute kennen zu lernen und darüber hinaus auch noch erste Surfkenntnisse zu erlangen. Nach 5 Tagen surfen sind wir sicherlich keine Pro’s, aber wir sind nun in der Lage vom Board aufzustehen und erste Wellen zu reiten. Eine gute Basis für weitere Campaufenthalte in Corralejo wie wir finden.

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