Seifenkistenrennen Testbericht


Tradition und Action: Seifenkiste

Vor kurzem haben wir euch über den Seifenkistenrennzirkus berichtet. Die Rennen für klein und groß begeistern eben jeden. So haben wir es uns nicht nehmen lassen, selbst auszuprobieren wie es ist sich mit einer fahrenden Holzkiste einen Hügel hinunter zu stürzen. Ein passendes Event war schnell gefunden. Der 1. MC Klosterfelde veranstaltet jedes Jahr ein Seifenkistenrennen im Norden Berlins. In Prenden gibt es nahezu perfekte Bedingungen. Eine tolle Strecke und super Publikum. Wie unser Test abgelaufen ist und warum wir immer noch ein Grinsen auf dem Gesicht haben, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Aufbau der Seifenkiste

Da wir nicht mit unseren Longboards antreten wollten (und wir bezweifeln auch stark, dass das erlaubt ist), haben wir uns um eine Teilhaberschaft an einer bereits vorhanden Seifenkiste bemüht. Der Rennveranstalter gab grünes Licht und wir konnten mit der Kiste von Hans-Joachim Auge mitfahren. Sein Rennsemmel ist exakt nach DSKD-Reglement gebaut und eingestellt. Sie entspricht genau der Bauvorschrift für die Klasse Junior. Wir mussten aber schnell feststellen, dass das auf diesem Event gar nicht so wichtig ist. Der Spaß stand im Vordergrund. Wir haben sogar einen jungen Vater getroffen, welcher für sich und seine kleine Tochter ein fahrendes Regal gebaut hat. Mit Felgenbremsen und allem Drum und Dran. Später war dieses Gefährt dem Rennveranstalter sogar noch einen Konstrukteurspreis wert.

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Der Ablauf
Nach der Anmeldung zum Start, wurden wir in die Klasse der Fahrer über 18 Jahren gesteckt. Außerdem gab es noch verschiedene Klassen für die jüngeren Fahrer. Man sagte uns, dass aufgrund der Tatsache, dass die wenigsten eine Seifenkiste nach DSKD-Reglement besäßen, man die Gaudiklasse aus dem Rennbetrieb genommen hätte. Nachdem alle Starter auf die verschiedenen Klassen aufgeteilt waren, konnte es losgehen. Die Seifenkisten wurden auf einen Hänger verladen und hoch zur Startrampe gefahren. Nachdem durch verschiedene Streckenposten die Strecke überprüft und freigegeben wurde, erfolgte das Startsignal über Funk. Nach etwa 40 Sekunden Fahrt ist die Strecke geschafft und man kann im Ziel den Applaus der Zuschauer genießen.

Kosten
Mit gerade einmal 20 Euro war die Startgebühr sehr günstig. Wer seine eigene Seifenkiste mitbringt, muss natürlich noch mit den Baukosten für das Gefährt rechnen. Wer an professionellen Rennen teilnehmen will, kommt um einen Bausatz nicht herum. Dieser ist je nach Ausführung für komplette Kisten ab circa 850 Euro zu haben. Hat man erst einmal eine Kiste, ist der Rest nur noch Formsache.

Beschaffbarkeit
Wir mussten nicht lange nach dem Rennen suchen und auch die Seifenkiste bekamen wir sehr schnell. Wer sich seine eigene baut und auf einen Bausatz zurückgreift, wird mit der Bestellung ebenso wenig Probleme haben. Einzig die Beschaffbarkeit für individuelle Eigenbauten könnt zum Problem werden. Aber wenn auch fahrende Regale an den Rennen teilnehmen dürfen, hat wohl niemand mehr eine Ausrede nicht an einem solchen Event teilzunehmen.

Handhabung
Die Handhabung der Kiste war erstaunlich einfach. Über eine Seilzugmechanik im inneren der Seifenkiste wird gelenkt. Außerdem gibt es noch ein richtiges Bremspedal mit guter Verzögerung. Dummerweise war die geliehene Kiste ein Modell für Kinder. Wir mussten uns also ein wenig hineinzwängen. Der Spaß blieb aber trotzdem der Gleiche. Es ist einfach ein tolles Gefühl einen Berg in so einem Holzrennwagen hinunter zu heizen. Wir mussten feststellen, dass es beim Seifenkiste fahren auf jede Kleinigkeit ankommt. Streckenkenntnis, Gewicht des Fahrers, Ideallinie, Luftwiderstand, Bereifung und selbst der Zustand der Lager spielt eine Rolle.

Preis/Leistung
Für die Startgebühr bekommt man sehr viel für sein Geld. Die Strecke ist abgesichert, es sind Streckenposten vorhanden und das gesamte Event ist sehr gut organisiert. Außerdem findet nicht nur ein Trainingslauf im Vorfeld sondern auch eine Siegerehrung im Anschluss statt.

Fazit

Der Test mit dem Seifenkistenrennen in Prenden war einfach toll. Wir werden uns noch lange daran erinnern. Top-Organisation, wenig Kosten und ein Höchstmaß an Sicherheit garantiert vollste Anerkennung aller Fahrer. Bei unserem Test sind wir mehrmals den Berg hinunter gefahren und haben immer wieder die Gelegenheit gehabt erneut zu starten. Das Fahren des Renners macht einen Riesenspaß und das Risiko ist sehr moderat. Wir können Seifenkistenrennen jedem empfehlen, der sich für Autos, Geschwindigkeit und Technik interessiert. Wenn ihr Tipps oder eine Anregung braucht, wie ihr eure Kiste bauen müsst oder ihr einfach nur mal ein Seifenkistenrennen sehen wollt, werft doch mal einen Blick in die Videos.

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