Tejo – explosives Spiel in Kolumbien


Der Ursprung von Tejo soll bis zu den südamerikanischen Indianern vor gut 500 Jahren zurückreichen. Im Juni 2000 wurde Tejo in Kolumbien dann zum Nationalsport ernannt und man bemüht sich sehr, dem Spiel mehr einen sportlichen Charakter zu verleihen. Denn Tejo gilt in Kolumbien als Spiel der Trunkenbolde und besonders Bier gehört traditionell zum Spiel dazu.

Es ist auch schwer, diesem Spiel seinen geselligen Charakter abzusprechen. Eine lange Tradition, einfache Spielregeln und die simple Ausführung machen Tejo zum perfekten Spiel für eine nette Feierabendrunde.

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Tejo der Reiz des lauten Knalls

Es ist wie beim Schießen auf dem Rummel. Man könnte auch einfach auf eine Zielscheibe schießen und die Punkte auswerten, aber der Moment, in dem man trifft und das Ziel zerspringt, hat immer einen besonderen Reiz. Das mag vor allem daran liegen, dass sich ein Treffer sofort durch den charakteristischen Knall ankündigt. So ist es auch beim Tejo. Nur ist der Knall hier noch um einiges lauter.

Bei Tejo sind Schießpulvertaschen das Ziel. Werden sie getroffen explodieren sie mit einem lauten Knall und dies begeistert Jung und Alt gleichermaßen.

Tejo Spielablauf und Regeln

Die Regeln sind bei Tejo ganz einfach. Der Spielstein (Tejo) muss per Wurf innerhalb oder so nahe wie möglich an einen Ring aus Metall (Bocín) platziert werden, auf dem mit Schwarzpulver gefüllte Papiertaschen, die sogenannten Mechas, liegen. Aufgebaut wird das ganze traditionell auf einem “Lehmhügel”. Die Distanz beträgt gut 20 Meter, was mit dem bis zu 1,5 Kg schweren Tejo schon ziemlich sportlich ist.

Man kann mit einem Wurf einen, drei, sechs oder neun Punkte erzielen. Wenn keiner der Spieler in den Metallring trifft, bekommt der Spieler einen Punkt, der dem Ring am nächsten gekommen ist. Trifft der Spieler eines der vier Mechas, die am Rande des Metallrings liegen, gibt es drei Punkte und zur Belohnung eine Explosion. Landet der Tejo im Zielring bekommt man sechs Punkte. Trifft man das Mecha und der Tejo verbleibt zusätzlich im Ring, erzielt man die Höchstpunktzahl von neun Punkten.

Tejo im Video bei Youtube:

Tejo Fazit

Das hantieren mit Schießpulver macht diesen Sport nicht ungefährlich und in der Form wie er in Kolumbien gespielt wird, hat er bei uns sicher keine Perspektive. Insgesamt erinnert das Spiel jedoch sehr an das Boule-Spiel oder vergleichbare Wurfspiele. Man könnte sich also auch hier fragen, ob ein kleiner Knalleffekt die Spiele nicht noch reizvoller machen würde.

Meiner Einschätzung nach geht es bei dem Spiel aber weit weniger um das Spiel an sich, als viel mehr um die Geselligkeit. Wenn man also in Kolumbien ist und Kultur + Leute kennen lernen möchte, sollte man nicht zögern, am Tejo teilzunehmen. Ins Gespräch kommt man hier garantiert.

 

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