SUP Tour auf dem Ryck


SUP Surfing Test
SUP tour auf dem Ryck

Schon länger ist es her, dass ich von Peter von Boardway den Vorschlag einer gemeinsamen SUP Tour über den Greifswalder Ryck bekommen hatte.

Doch, wie das bei zwei Selbstständigen Familienvätern so ist: irgendwie kam immer etwas dazwischen. Nun aber war es endlich so weit: einmal den winterlichen Ryck entlang.

Es ist schon ein etwas komisches Gefühl, auf einem Parkplatz im Trockenanzug Surfbretter aufzupumpen. Die etwas fragenden Blicke der Stadtbesucher bestätigen dieses Gefühl auch. Vom Ein-Euro Parkplatz tragen wie unsere SUPs zum Museumshafen, wo wir die aufmerksamen Blicke eines kleinen Jungen auf uns ziehen, der ganz ganz aufgeregt feststellt: “Die wollen ja ins Wasser!” Richtig. Das wollen sie. Die obligatorische Technik (Gopro und Tracking) eingeschaltet und ab ins Wasser.

Rauf auf die Boards, durch den Hafen und den Ryck entlang. Wir sind optimal ausgerüstet … Na gut, fast optimal. Denn meine Füße werden schnell ziemlich kalt. Richtig kalt! Erste Erkenntnis: Meine Neoprenschuhe sind definitiv zu dünn. Aber was soll’s, umdrehen ist auch keine Option. Also immer fleißig die Zehen bewegen.

Es ist schon ein schöner Anblick, vorbei an den historischen Schiffen des Greifswalder Museumshafens … Und genau das ist auch der Reiz von aufblasbaren SUPs: Man kann fast jedes Gewässer ohne großen Aufwand bepaddeln und im Notfall sogar mit dem Bus zurückfahren. Es ist erst meine zweite Standup-Paddel-Erfahrung überhaupt. Und obwohl sich die ersten Meter noch etwas wackelig und unsicher anfühlen bekomme ich schnell den Bogen raus. Lediglich die richtige Position auf dem Brett werde ich erst gegen Ende herausfinden, was mich über die Strecke gerechnet viel Kraft kosten wird. Das nächste mal bin ich schlauer. Wichtig ist nämlich, nicht zu weit nach vorne zu gehen, das gilt besonders bei einem aufblasbaren SUP, das sich etwas durchbiegt.

Der erste Kilometer geht schnell vorbei. Mittlerweile stehe ich auch schon deutlich sicherer auf dem Brett. Die geringen Wassertemperaturen und der manchmal etwas eigentümliche Geruch des Rycks motivieren stark, bloß nicht nass zu werden. Wir werden freundlich vom Ufer aus gefragt, was wir denn da machen. Peter erklärt es den doch etwas staunenden Betrachtern.

Man muss nun von SUP erstmal keinen Extremsport erwarten, von größeren Wellen oder Wildwasser mal abgesehen. Es ist ein gemütlicher Sport, halb Workout, halb Entspannung. Mit einem auf Geschwindigkeit geschnittenen SUP kann man allerdings schon gute Geschwindigkeiten erreichen. Wichtig ist nur eine ausreichende Kleidung und eine sinnvolle Tourenplanung. Gute Neoprenschuhe und ein Trockenanzug sollten es im Winter schon sein, ein warmer Neoprenanzug wäre ein noch möglicher Kompromiss.

Jeden Kilometer bekommen wir eine kleine Auswertung vom Trackingprogramm. Und uns wird schnell klar, dass wir uns nicht beeilen brauchen. Vier Kilometer ist eine ganz gut geeignete Strecke für einen SUP-Einstieg. Gemütlich paddeln wir den Flusslauf entlang und sehen schon die letzte Kurve vor der historischen Zugbrücke in Eldena. Geschafft … Und die mittlerweile schmerzenden Zehen sind auch noch dran.


SUP-Tour Ryck auf einer größeren Karte anzeigen

Mit einer Strecke von insgesamt ca. 4,2 km, einer Zeit von einer knappen Stunde und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über vier km/h ein durchaus gemütlicher kleiner Trip. Und auch wenn ich morgen die Arme etwas mehr spüren werde: Ich würde es sofort wieder tun.

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