Strongg hilft: Notfall auf der Autobahn


Strongg hilft

Als ich gemeinsam mit Malte vom Strongg Team am Freitag nach Dänemark aufbrach, wusste keiner von uns, was uns unterwegs erwarten würde. Trotz des wirklich miesen Wetters und der Dachbox auf dem Auto kamen wir recht gut voran.

Es gab weder Stau, noch Baustellen und so waren wir auch bald schon in der Nähe von Bad Segeberg. Die Autobahn dort war zu unserer Überraschung noch leerer, als die vorherigen Autobahnen.

Als wir durch eine langgezogene Kurve schossen, sahen wir plötzlich einen Golf, der mit ca. 50-60 Sachen über die Autobahn schlich. Den Warnblinker hatte der Fahrer auch angemacht. Unser erster Gedanke war daher – oh na toll – doch noch Stau.

Keine Autos in der Nähe

Doch da war einfach kein Stau zu entdecken, nicht mal mehr andere Autos. Da wir recht zügig unterwegs waren, hatten wir den besagten Golf bald eingeholt. Im Fahrzeug saß ein wirklich alter Mann, der ziemlich besorgt ausgesehen hat und die Geschwindigkeit zunehmend reduzierte.

Schnell war uns klar, da stimmt irgendwas nicht. Doch zu diesem Zeitpunkt konnten wir nur noch im Rückspiegel sehen, wie der Wagen langsamer und langsamer wurde und schließlich die Fahrt auf dem Standstreifen fortsetzte.

Mist – was jetzt?!
Wir überlegten, ob wir die Polizei verständigen sollten oder eben nicht. Entschlossen uns dann dazu, den nächsten Rastplatz anzufahren. Dort angekommen, schauten wir angestrengt auf die Autobahn und versuchten zu sehen, ob der gute Mann seine Fahrt fortsetzen würde.

Als wir gerade einen anderen Autofahrer fragen wollten, ob er den besagten Golf inklusive Fahrer gesehen hätte, schlich dieser mit Warnblinker auf den Rastplatz. Malte ging auch gleich zum Auto hin und wies den Fahrer auf den Warnblinker hin. Der Fahrer wusste bescheid und schien recht aufgeregt.

Er meinte: “ja, ja der Warnblinker ich weiß. Da blinkt auch was im Auto und jetzt muss ich auch dringend erstmal auf’s Klo, denn hinten drückt’s auch- kommt ja immer alles zusammen..”. Nachdem der Mann zurück kam, war er nicht weniger aufgeregt, denn er wollte so wie er sagte, doch nur noch bis nach Bad Segeberg fahren und nun das mit dem Auto.

Kein Handy dabei..

Ein Handy hatte er auch nicht dabei, daher boten wir Ihm an, den ADAC für Ihn zu rufen. Gesagt, getan – ca. 120 Euro musste er in Kauf nehmen. Dummerweise hatte er nicht genug Bargeld dabei, laut der Hotline sei eine EC-Karte aber auch kein Problem.

Während wir nun auf den ADAC warteten, fiel dem Herrn plötzlich ein, dass an der Frontscheibe des Autos ja noch eine Pannen-Hotline erwähnt sei. Daher wollte er nun den ADAC abbestellen.

Doch irgendwie war kein Durchkommen möglich, so rief er dann bei der anderen Hotline an und erzählte davon, dass sein Auto doch gerade erst in der Werkstatt gewesen sein. Als ich die Chance nutzte und selbst mal schnell Hände waschen gehen wollte, waren plötzlich der alte Mann und Malte verschwunden.

Lange dauerte meine Suche allerdings nicht, denn schnell sah ich Malte mit dem alten Herrn im Schlepptau – beide liefen von der Autobahn zurück in Richtung Rastplatz. Malte erzählte mir dann, dass er aus dem Augenwinkel noch sah, wie sich der Mann auf den Weg in Richtung Rastplatz-Auffahrt/Autobahn machte und sich zunehmend weiter entfernte.

Zu Fuß zurück: Richtung Autobahn
Irgendwann wurde es Ihm dann ein wenig zu mulmig, also rannte er hinterher. Kurz vor der Autobahn erreichte er den Mann dann noch und bat diesen, doch bitte mit Ihm zurück auf den Parkplatz zu kommen.

Schließlich weiß man ja nicht, mit welcher Geschwindigkeit die anderen Autos auf die Rastplatzauffahrt fahren würden. Außerdem fragte er den Mann noch, was er denn vor hatte. Dieser erzählte Ihm dann, das er nur mal schauen wollte, wo er eigentlich sei.

Malte erklärte Ihm, dass wir dies doch längst geklärt hatten, auch der ADAC war ja bereits informiert und unterwegs. Gemeinsam ging es zurück zum Auto. Dann hat Malte sich die Motorhaube aufmachen lassen und schaute sich mal genauer um.

Schnell wurde dann klar: die Kühlflüssigkeit stand weit unter “Minimum” und damit dürfte der Grund für die Warnung des Autos wohl gefunden worden sein. Dies sah die Pannenhilfe ähnlich und plötzlich war dann der ADAC auch schon Vorort.

Mit 1,5 Stunden Verspätung weiter..

Nachdem der Mitarbeiter vom ADAC auch noch mal kurz mit der Pannenhilfe gesprochen hatte, füllte er die Kühlflüssigkeit auf und checkte den Wagen schnell durch. Danach machte er sich mit dem alten Herrn im Schlepptau auf Richtung Bad Segeberg, zum nächsten Geldautomaten.

Was für ein Erlebnis, mit 1,5 Stunden Verspätung machen wir uns dann auf nach Dänemark. An Gesprächsstoff für den Rest der Fahrt mangelte es uns nach dieser Aktion übrigens nicht.

Comments 6

  1. Bei solch alten Herren muss man ja leider auch Verwirrtheit oder dergleichen vermuten. Gute Reaktion von euch die Situation zu checken und euch um ihn zu kümmern.

    1. Wir konnten es irgendwie einfach nicht einschätzen. Einen Moment wirkte der gute Mann etwas “durch den Wind” und im nächsten Moment wieder top fit .. Aber eben aus diesem Grund blieben wir dann einfach dort, bis der Herr sich zusammen mit dem ADAC Truck auf den Weg machte.

      Im Nachhinein bin ich echt froh, dass wir nicht weitergefahren sind.. so konnte der Mann ein bisschen schnacken und musste nicht allein im Regen rumstehen :-).

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