Squash – Die schnelle Runde Tennis für zwischendurch


Review: Squash

Vor kurzem sah ich mich mit einem großen aber dennoch typischen Problem des Winters konfrontiert. Wenn es draußen nass und kalt ist, wie schaffe ich es mich innerhalb kürzester Zeit komplett auszupowern? Ich suchte nach Möglichkeiten im Internet, wurde aber nicht so schnell fündig. Dann rief ich ein paar Freunde zusammen und wir betrieben reges Brainstorming. Plötzlich fiel der Begriff Squash und ich konnte mich dunkel daran erinnern, dass es eine Art Tennis in einem kleinen Raum ist. Wir suchten als Gruppe nach einer passenden Location und wurden auch recht schnell fündig. Squash stand an und es sollte sich als eine der konditionell fordernsten Sportarten herausstellen, die ich je gemacht habe.

Squash. Mein Testbericht

Leider gibtes bei uns in Greifswald nicht wirklich viele Squashcourts. Beim Sinus wurden wir fündig und haben auch recht kurzfristig noch zwei Courts mieten können. Nach dem Umziehen und der Spielregelerläuterung der freundlichen Mitarbeiterin konnte es also direkt losgehen. Wenn ihr zum ersten Mal einen Squashcourt betretet, werden euch sehr wahrscheinlich sofort 3 Dinge auffallen. Zunächst wird die Tür geschlossen. Dann seht ihr euch direkt mit einem großen (meist farblich markierten) Bereich an der Stirnwand des Raumes konfrontiert und ihr steht mit dem Gegenspieler auf derselben Seite. Warum das so ist, erkläre ich euch später. Zuerst kommen wir zuden Spielgeräten. Die Schläger mit denen ihr spielt sind von der Beschaffenheit wie Tennisschläger. Zumeist aus einem stabilen Aluminium- oder Carbonrahmen und mit Nylon bespannt.

Die Schläger sind jedoch bedeutend kleiner als Tennisschläger. Von der Trefferfläche her etwa die Hälfte (nur um zu verdeutlichen, wie klein die sind). Außerdem ist die Form ganz anders. Oben eher gerade, sind sie zum Griff hin gleichseitig spitz zulaufend. Der Ball ist aus Gummi und je nach Schwierigkeit und Können härter oder weicher. Anfänger tun gut daran härtere Bälle zu nehmen, da der Rücksprungeffekt besser ist und dem Ball wenig Energie entzogen wird. Weichere Bälle absorbieren nämlich Stöße und Schläge viel besser, was sie nicht so gut springen lässt. Wir haben für unseren Test einen härteren Ball verwendet. Nachdem klar war, wer gegen wen spielt, konnte es auch schon losgehen.

Genug gequatscht. Jetzt wird gesquasht!
Jeder gegen jeden, lautete das Spielprinzip und da wir eine recht große Gruppe waren, hatten wir am Ende sogar noch Zeitprobleme. Normalerweise wird beim Squash in Sätzen und bis zu einer Punktzahl von 11 gespielt. Wer diese zuerst erreicht, gewinnt den Satz. Wer die Mehrzahl an Sätzen für sich entscheiden kann, ist der Sieger des Spiels.

Wir haben uns aber eher weniger um die Regeln bemüht. Der Spaß stand im Vordergrund und da lässt man auch schonmal ein paar Bälle durchgehen, die nach Regelwerk ein Fehler und somit einen Punkt gewesen wären. Bei den Jungs stand ganz klar der sportliche Aspekt im Vordergrund. Nils hatte schon Erfahrungen im Squashbereich, was mich unglaublich anspornte.

Wir lieferten uns gegen Ende der Stunde ein heißes Match. Nils ging klar als Sieger hervor, musste jedoch gestehen, dass ich ihn auch ganz schön ins Schwitzen gebracht hatte. Bei den Frauen liefen die Partien eher lockerer ab. Trotzdem schenkten sich Antonia und Franziska nichts und kamen nach der Stunde ebenfalls sehr geschafft vom Court.

Kosten für Squash
Bei uns haben wir für den Court 13 Euro bezahlt. Da wir eigene Schläger dabei hatten entfiel eine zusätzliche Leihgbühr. Diese hätte nochmal 2 Euro gekostet. Pro Person kostet Squash also zwischen 6,50 Euro und 7,50 Euro pro 60 Minuten. Das ist recht wenig bedenkt man den Trainingseffekt.

Preis/Leistung
Ich persönlich halte das Preis/Leistungsverhältnis beim Squash für ausgezeichnet. Wer seine eigenen Schläger hat und nicht gerade zur Primetime spielen geht, zahlt nur 4 Euro pro Person und ist nach einer Stunde richtig ausgepowert. Squash ist nämlich ein unglaublich konditionsfordernder Sport. Mit dem passenden Trainingspartner lassen sich schnell Erfolge erzielen und der Sport ist sogar für die Mittagspause geeignet. Nicht umsonst gibt es in den Staaten und in vielen Ballungsgebieten halbstündliche Tarife.

Fazit

Dafür, dass mir Squash vorher zwar schon bekannt war, ich es aber noch nie gespielt habe hat es mich echt überrascht. Sehr fordernd, sehr schnell und mit viel Spaß verbunden. Squash ist eine der actionreicheren Varianten der Rückschlagsportarten und von mir vorbehaltlos empfehlenswert. Wer Probleme mit seinen Gelenken hat, sollte jedoch Vorsicht walten lassen. Die schnellen Richtungswechsel und kraftvollen Schläge sind nicht unbedingt Freunde von angeschlagenen Fuß- und Handgelenken. Trotzdem ist Squash ein Sport den ich immer wieder gern ausübe. Zwar fehlt mir zum Hobby die Ambition, aber für ein paar Runden mit Freunden bin ich immer wieder zu haben.

Wie steht es mit euch? Habt ihr Squash auch schon einmal ausprobiert? Wie ist eure Meinung zum Thema? Lasst es uns in den Kommentaren wissen und kassiert 4 Strongg-Punkte für eure Meinung. Wir haben euch unten in unserer Videorubrik außerdem noch ein paar bewegte Bilder verlinkt. So könnt ihr euch noch ein paar Anregungen holen, wie professionelles Squash aussehen kann.

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