Sport: mit oder ohne Helm


Sicherheit: mit oder ohne Helm

Durch den Ski Unfall von Michael Schumacher habe ich in den letzten Tagen wieder öfter über die Helm-Thematik nachgedacht. Wenn etwas passiert, dann wird immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig ein Helm im Notfall ist. Doch wenn ich mich so umsehe, dann sehe ich ziemlich viele Leute, die ohne Helm Fahrrad fahren, kiten, skaten, snowboarden oder andere Sportarten ausüben.

Eigentlich komisch, denn Helme sind meist gar nicht so teuer und im Notfall macht es sich bezahlt, wenn man einen Helm getragen hat. Da hilft es auch nicht, wenn es in den Medien heißt über 80 Prozent der deutschen Skifahrer tragen einen Helm. Meiner Meinung nach beschränkt sich die Helm-Thematik nicht auf den Motorsport oder das Ski fahren.

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Beim Sport einen Helm tragen oder nicht?

Wenn es richtig zur Sache geht, dann trage ich, genauso wie meine Team Kollegen fast immer einen Helm. Doch wo zieht man die Linie? Ab wann geht es richtig zur Sache? Das bleibt wohl jedem selbst überlassen. Helme gibt es glücklicherweise inzwischen für allerlei verschiedene Sportarten und Sportbereiche. Ich für meinen Teil habe eine ganze Reihe von verschiedenen Helmen. Welche fürs Wasser, einen zum Kart oder Pocketbike fahren und dann noch einen fürs Fahrrad fahren.

Von daher sollte eigentlich jeder einen passenden Helm kaufen können. Warum also darauf verzichten einen Helm zu tragen? Sind Helme uncool oder gibt es tatsächlich Nachteile? Mir persönlich wären keine bisher noch keine bekannt. Klar, wenn man eine Gel-Frisur oder hochgesteckte Haare hat kann es durchaus unvorteilhaft sein einen Helm zu tragen und ja, den Helm muss man ggf. mit sich herumtragen, wenn man unterwegs ist. Doch sind dies wirklich Gründe keinen Helm zu tragen?

Bei meiner Suche nach Informationen zum Thema stieß ich übrigens auch auf folgendes Video. Ein Informationsvideo, in diesem kommen unter anderem auch Sportler zu Wort, die sich teils schwer verletzt haben. Das traurige an der Geschichte ist, zu diesen Verletzungen hätte es nicht kommen müssen. Ein Helm hätte vieles verhindern können oder zumindest dafür sorgen können, dass die Verletzungen weniger schwer ausgefallen wären. Eine bittere Erkenntnis, die im Nachhinein nicht mehr viel wert ist.

Ist Coolness wirklich ein Faktor?

Es gibt inzwischen Hersteller die offenbar mit Hochdruck daran arbeiten, Helme cooler und stylischer werden zu lassen. Bei den folgenden Helmen muss man schon 2x hinsehen, um zu erkennen, dass es sich dabei um Helme handelt. Style hat jedoch seinen Preis, günstig bekommt man diese Helme natürlich nicht.

Alternative zum herkömmlichen (Fahrrad) Helm
Eine Alternative zum herkömmlichen Fahrradhelm ist diese Erfindung. Leider ist der Helm ausschließlich für Fahrradfahrer geeignet und lässt sich darüber hinaus nicht 2x verwenden. Hat das Sicherheitssystem des Helmes ausgelöst, musst dieser ersetzt werden. Bei Anschaffungskosten von bis zu über 600 Euro werden wohl viele Fahrradfahrer auf diesen besonderen Helm verzichten müssen. Getragen wird der Helm übrigens um den Hals. Stellt die eingebaute Elektronik einen Unfall fest, wird ein Airbagsystem aktiviert. Dieses schützt in Sekunden den Kopf und federt nach Angaben des Herstellers auch mehrere Schläge nacheinander ab. Weitere Details gibt es im Video.

Bei Amazon gibt es diesen Airbag Fahrradhelm übrigens schon für 340 Euro. Weitere ausgefallene Helm Designs findet Ihr unter der folgenden Adresse.

Eure Meinung ist gefragt!
Wie steht Ihr zum Thema Helm und Sport? Bei welchen Sportarten oder wann tragt Ihr einen Helm? Irgendwie ist es doch auch ein bisschen wie Lotto spielen. Man kann auf seine Fähigkeiten vertrauen und hoffen dass nichts passiert. Viel mehr kann man dann ohne Helm aber auch nicht tun. Dabei gibt es doch inzwischen richtig innovative Erfindungen wenn es zum Schutz unseres Kopfes kommt!

Comments 7

  1. Definitiv Helm. Egal wie albern es manche finden und sich sagen das würde die Frisur ruinieren etc. diese leute sind echt dämlich, denn sicherheit ist tausendmal wichtiger. Lieber lass ich die Frisur ruinieren dadruch, als nachher irgendeinen gehirnschaden durch das nicht tragen eiines helmes zuhaben.

  2. Als Freeskiier und Snowboarder kann ich ganz offen sagen, dass ich mir teilweise nicht mehr vorstellen könnte keinen Helm zu tragen. Damit stehe ich allerdings nicht alleine, in den Skigebieten sind mittlerweile eher die Menschen selten zu sehen, die keinen Helm tragen. Das hat natürlich einen einfachen Grund, das Verletzungsrisiko ist im Skisport sowieso enorm hoch, also warum nicht die Möglichkeit nutzen sich effektiv zu schützen.
    Außerdem ist der Helm für mich sowieso praktisch, weil ich so immer meine Actionpro X7 verwenden kann 😀

  3. Hallo alle zusammen,

    ich habe heute mittag beim kiten auch einen “gut, dass ich den Helm auf hatte” Moment gehabt. Wenn es kalt ist habe ich mich in der Vergangenheit manchmal für meine Neoprenmütze entschieden und daher keinen Helm aufgesetzt. Heute habe ich den Helm gebraucht und glücklicherweise habe ich mich vorher gegen die Mütze und für den Helm entschieden..

  4. Nie mehr ohne Helm!

    Nach über 18 Jahren Skaten, Downhill und Snowboard bin ich nun auch endlich soweit, dass ich nie ohne Helm meinen Sport ausübe.

    Ich habe die Grenze für mich persönlich sehr niedrig gesetzt und trage meinen Helm auch dann, wenn ich nur eine kleine Abendrunde auf dem Board drehe oder nicht gerade den nächsten Web-Clip mit der härtesten Action drehe.

    Denn auch, wenn man selbst viele Faktoren selbst beeinflussen kann, so bleiben doch umso mehr Faktoren übrig, denen man ausgeliefert ist, ohne sie beeinflussen zu können.

    Und gerade bei Kopf- und Wirbelverletzungen ist manchmal nicht nur die Geschwindigkeit ein Faktor, der sich auf den Grad der Verletzungen ausübt, sondern vielmehr auch der Winkel und die Art des Aufpralls. Das bedeutet, das man auch im Schritttempo stürzen kann und mit Pech eine ernsthafte Verletzung mit noch ernsthafteren Folgen erleiden kann.

    Zudem ist letzendlich nicht nur das Aussehen, sondern vielmehr das Können in der jeweiligen Sportart ausschlaggebend für den vermeintlichen Style!!!

    Zum Abschluss noch ein Spruch für das Phrasensparschwein:

    “If you try to be cool, you are on step away from beeing fool!”

  5. Defintiv pro Helm! Es kann einfach zu viel passieren! Beim Radeln durch Wald etc. mit dem MTB tragen wir eigentlich immer Helm. Als ich noch in Hamburg wohnte, hat mein Freund sich mit ein paar Leuten über IBC in Harburg getroffen und sie wollten ihn zuerst nicht mitnehmen, weil er keinen Helm trug, den hatte er auf Rügen. Sehr verantwortungsbewusst von den Jungs. Ich glaub, er erhielt einen Ersatzhelm.

    Wenn ich durch die City radel, trage ich keinen Helm, obwohl dort eigentlich mehr passieren kann als auf ner Radtour über Feld und Wiesen. Befremdlich find ich auch die Leute, die mit ihren Kindern unterwegs sind und zwar darauf achten, dass die Kinder einen Helm tragen, sie selbst aber nicht. Hätte ich Kinder, würde ich definitiv als Vorbild einen Helm tragen. Auch beim normalen Skaten müsste man eigentlich mit Schonern und Helm fahren. Ich selbst habe schon 2 leicht-schwere Skate-Unfälle hinter mir. Einmal mit 6 oder 7, da hab ich mir Teile der Schneidezähne ausgeschlagen und dann mit 24, da hab ich mir das Knie geprellt, Handgelenk gestaucht, Bänder im linken Ellenbogen gezerrt und diverse Schürfwunden.
    Auf die Helme! Ich hatte dies auch verbloggt: http://mauzepow.de/2011/06/14/sport-kann-sehr-weh-tun/ Da man beim Ski oder Snowboarden auch enorme Geschwindigkeiten erreicht, bin ich für eine Helmpflicht!

    Typischer Trinkspruch bei meinem Verlobten, der ja auch Motorradfahrer ist: Auf die Helme!

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