Shangra Test


Surftrainer Longboard

Ein Longboard Surftrainer im Test

Eines gleich vorne weg: bei diesem Test, handelt es sich nicht um den Test eines “fertigen”, frei erhältlichen Produktes. Ich habe einfach mal etwas “gebastelt” und heraus kam das “Shangra” Longboard. Es handelt sich dabei um einen Dancer von Loaded, das Bhangra. Anstelle der “normalen” Achsen habe ich die C7 Trucks von Carver verbaut und anstelle von normalen Rollen, kamen Shark Wheels zum Einsatz.

Wie, warum & WTF?!
Ich habe in der Vergangenheit bereits mehrfach probiert auf kurzen Decks mit Carver Trucks zu fahren. Dies war auch immer ganz lustig, jedoch fragte ich mich schon eine ganze Weile, wie es wohl wäre einen Dancer (ein sehr langes Longboard) mit Carver Trucks auszustatten. Für alle die noch nichts mit dem Namen “Carver” anfangen können, hier eine kurze Erklärung. Bei Carver Trucks handelt es sich um Achsen für Skate- und Longboards, die sich stärker neigen und so Surfbewegungen auf einem Skateboard ermöglichen.

Wo ich nun bereits dabei war, andere Achsen an das Loaded Bhangra zu schrauben, dachte ich mir, warum nicht auch gleich Shark Wheels dran machen? Diese doch recht speziellen Rollen sind bekannt dafür wunderbare Rolleigenschaften zu haben und sehen darüber hinaus auch noch schön eigenartig aus. Beim Anbau der Carver Trucks stellte ich dann jedoch sehr schnell fest: ich brauche einiges an Riser Pads. Am Ende waren es dann 3 Pads pro Achse, diese gewährleisten, dass die Rollen und das Board sich nicht berühren können (Wheelbite).

Warum Shangra?

Die Idee war eigentlich mehr ein Jux als alles andere. Daher suchte ich einen Namen für dieses “Spaß” Board und dachte mir, ein Bhangra ist es nicht mehr und die Idee war ja einen Surftrainer auf Basis eines Longboards bzw. Dancers zu bauen. Daher nannte ich das Board dann irgendwann einfach nur noch “Shangra”. Das “S” steht dabei für surfen, Shark Wheels oder einfach nur “Spaß”.

Das Shangra im Test
Anfangs war es ziemlich wackelig und sehr ungewohnt, aber wie so oft mit neuen Dingen, hatte man sich dann sehr schnell daran gewöhnt. Bald fühlte ich mich schon ziemlich sicher und wurde immer mutiger. Surfen auf der Straße? Kein Problem mit dem Shangra! Benutzt man den Oberkörper und rotiert mit den Armen, kann man richtig fette Kurven fahren. Dank der Carver Trucks muss man dabei nicht mal mehr vom Board steigen und push’n.

Was kostet das Shangra Board?
Einfach so kann man das Shangra Board nicht kaufen. Wer jedoch unbedingt ein Shangra Board fahren möchte, der kann sich die einzelnen Komponenten kaufen. Dafür muss man in etwa 470 Euro einplanen. Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen:

  • Loaded Bhangra (Deck only): 244 Euro
  • Shark Wheels (70mm): 74 Euro
  • Carver C7 Trucks: 120 Euro
  • Kugellager: 30 Euro
  • Gesamt: 468 Euro

Dazu kommen dann ggf. noch zusätzliche Riser Pads und ein Montage-Satz für die Achsen.

Preis/Leistung
Günstig ist das Shangra nicht, aber es macht unfassbar viel Spaß mit diesem Teil durch die Gegend zu cruisen. Das Material ist definitiv jeden Cent wert. Außerdem kann man die Shark Wheels und die Carver C7 Trucks auch einfach an anderen Skate- oder Longboards verwenden. Die Mischung ist meiner Meinung nach derbe explosiv. Wenn man mal genug von den Carver C7 Trucks haben sollte, dann kann man auch jederzeit wieder “normale” Achsen unter das Bhangra schrauben und hat halt einen “normalen” Dancer.

Fazit

Ich liebe dieses Setup. Klar, es ist kein Setup für jeden, nicht geeignet für jedes Wetter und sicherlich auch nicht für jeden Tag. Trotzdem möchte ich dieses Board nicht mehr missen. Wenn ich mich mal richtig auspowern will oder einfach nur sinnfrei durch die Gegend fahren möchte, dann ist das Shangra mein Board. Außerdem gibt es dann da noch den Fitnessaspekt. Das Board kann genutzt werden um Surfbewegungen auf der Straße zu üben, dabei wird der gesamte Körper gefordert.

Comments 4

  1. Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass die C7 Achse Newschool Löcher hat und eben nicht ohne Weiteres unter jedes Deck passt … ich habe gerade erst eine zurückgegeben, weil sie nicht unters Landy Spud mit seinem oldschool pattern passte und ich mein Lieblingsdeck nicht anbohren wollte. (Warum man Decks nicht standardmässig mit beiden Lochmustern versieht, ich werde es nie verstehen.)

  2. Habe es noch nicht direkt verglichen, es ist aber nicht ähnlich. Beim Waveboard fahren kommt die Bewegung komplett aus der Hüfte. Beim Shangra ist es der Oberkörper und die Arme mit denen man Schwung holt. Außerdem ist es viel weniger wackelig und man kann viel geiler in die Kurven eintauchen. Ich würde dieses Board einem Waveboard vorziehen ;-).

  3. Von der Bewegung her sieht es aus wie wenn man mit nem Waveboard fährt. Hast du da schon mal einen Vergleichstest gemacht? Kann man das vergleichen oder ist das Shangra besser?

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