Seifenkistenrennen – Formel 1 für die Jüngsten


Seifenkistenrennen gibt es bereits seit fast 100 Jahren. Die ersten von ihnen wurden in der Nähe von Frankfurt im Jahre 1904 ausgetragen. Damals benutzte man noch sogenannte Kinderautomobile. Erst nach dem Krieg schwappte die Seifenkisten- welle von Amerika wieder nach Deutschland. Seifenkistenrennen leitet sich übrigens aus dem Begriff “Soap Box Derby” ab und entstand, als Myron Scott Kindern beim Bau der kleinen Fahrzeuge zusah. Diese verwendeten hauptsächlich Kisten die zum Transport von Seife und Käse genutzt wurden. Es hätte also genauso gut Käsekistenrennen heißen können.

Die Form der Gefährte hat sich über die Jahre jedoch stark verändert. Die überwiegend männliche Anhängerschar der Rennen, versuchte die Rennwagen von damals nachzubauen. Mit der Vereinheitlichung der Karosserieform kam dann auch ein richtiges Regelement zustande und der Sport hat sich zu dem entwickelt, was wir heute als Seifenkistenrennen kennen.

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Wie funktioniert es?

Zuerst muss man sich aussuchen in welcher Klasse man starten möchte. Das hängt meist vom Gewicht und vom Alter des Fahrers ab. Es gibt 3 offiziell beschriebene und im Regelement zugelassene Klassen. Namentlich sind das Junior, Senior und Elite XL. Alle drei Klassen haben genaue Bauvorschriften für ihre Seifenkisten und stellen ebenso genaue Anforderungen an die Fahrer. In der Seifenkistenwelt gibt es aber noch eine weitere Klasse. Diese wird zwar nicht offiziell erwähnt, ist aber bei fast jedem Rennen vertreten. Die Gaudi- oder auch Spaßklasse. Ihr unterliegen keine Beschränkungen und Regeln. Es kann praktisch alles antreten was Räder hat.

Was kostet es?
Wenn man nicht viel Wert auf Individualität legt und mit dem Regelement nicht in Konflikt kommen möchte, kann man auf einen offiziell lizensierten DSKD-Bausatz zurückgreifen. Dieser liegt in der Juniorklasse bei etwa 850 Euro und beinhaltet alles, was ihr für eure Kiste braucht. Nur das Lackieren müsst ihr am Ende extra zahlen. Bei einer individuellen Kiste kann der Preis natürlich genauso variieren wie das Aussehen. Wenn ihr allerdings an offiziellen Rennen teilnehmen wollt, müsst ihr die Bauvorschriften einhalten. Bei den Kisten für die Gaudiklasse sieht das natürlich anders aus. Hier ist eure Phantasie und die Tiefe eures Geldbeutels gefragt. Es sind schon alle möglichen Gefährte gesehen worden, darunter umgebaute Liegen, Bobbycars und modifizierte Einkaufswagen.

Wo bekomme ich es?
Über die offiziellen Rennen informiert ihr euch am Besten über die Internetseite des Deutschen Seifenkisten Derbyvereins (kurz DSKD). Ansonsten hilft eine gezielte Suche im Internet weiter. Viele Ortschaften veranstalten auch Rennen weitab vom Rennzirkus. Im nördlichen Berlin (in Wandlitz OT Prenden) findet beispielsweise jedes Jahr ein Seifenkistenrennen statt.

Fazit

Seifenkistenrennen begeistern einfach jeden. Ein ganzer Rennzirkus an dem selbst die kleinsten schon teilnehmen können. Dazu kommt das Erlebnis gemeinsam mit Papa oder Mama eine Seifenkiste zu bauen. Vor allem Individualität wird dabei ganz groß geschrieben. Und das es auch fahrende Einkaufswagen gibt zeigt, dass eine Seifenkiste nicht teuer sein muss. Das nur Jungs in dem Sport vertreten sind ist übrigens Unsinn. Das zeigt Olivia Schneider eindrucksvoll. Sie ist im Jahr 2007 deutsche Meisterin in der Juniorklasse geworden. Wenn ihr noch mehr Informationen haben wollt oder euch interessiert wie so ein Seifenkistenrennen aussieht, werft doch mal einen Blick in die Videos.

Videos

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