Quidditch gibt es auch für Muggle


Quidditch

Für alle, die es nicht wissen: Quidditch war ursprünglich nur eine fiktive Sportart in den Harry Potter Romanen, die von Zauberern auf fliegenden Besen gespielt wird. Als Muggle werden in den Romanen die normalen Menschen bezeichnet, die keine magischen Fähigkeiten besitzen.

Genau solche einfachen Menschen wollten jetzt aber in der Realität auch Quidditch spielen und so erfanden sie in den USA 2005 eine angepasste Version des Sports.

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Der Sprung in die Realität

Quidditch ist vermutlich der erste Sport, der den Sprung von der Fiktion in die Realität geschafft hat. Obwohl die Roman-Reihe ein weltweiter Erfolg war und Quidditch auch so schon eine der bekanntesten Sportarten der Welt war, ist es dennoch überraschend, dass das reale Quidditch so schnell so beliebt werden konnte.

Denn eigentlich liegt das fantastische des fiktiven Sports gerade in der Tatsache, dass er mit atemberaubender Geschwindigkeit und waghalsigen Manövern auf fliegenden Besen in der Luft stattfindet. Alles Punkte, die nur schwerlich nachzuahmen sind.

Trotzdem haben wir mittlerweile in über 18 Staaten Nationalverbände, rund 45 Teams allein in Deutschland und alle zwei Jahre findet die Quidditch Weltmeisterschaft statt. Zum Beispiel 2016 auch in Deutschland.

Quidditch
Der goldene Schnatz

Wie wird Quidditch ohne Zauberei gespielt?

Auch in der Realität wird Quidditch mit dem Besen gespielt. Allerdings ist er hier überhaupt nicht nützlich und er erfüllt mehr eine dekorative Funktion. Er schränkt die Spieler sogar ein, da sie fast immer eine Hand am Besen behalten müssen, damit er nicht runter fällt und dadurch haben sie nur eine Hand zum Spielen frei.

Zwei Mannschaften mit jeweils sieben Spieler treten gegeneinander an. Wie auch im Roman, wird Quidditch von gemischten Mannschaften gespielt. Bei der WM kommt noch eine Quote hinzu und nur maximal vier Spieler dürfen demselben Geschlecht angehören. Ziel ist es, möglichst viele Punkte zu erlangen, in dem man den Quaffel, einen etwas schwächer aufgepumpten Volleyball, durch die Torringe des Gegners bringt. Pro Tor gibt es 10 Punkte. Die Torringe sind auf Stangen unterschiedlicher Höhe angebracht.

Der goldene Schnatz kommt beim realen Quidditch erst nach 18 Minuten Spielzeit ins Spiel. In der Romanvorlage ist das ein kleiner goldener Ball mit Flügeln, der durch die Luft saust. Beim realen Quidditch dagegen ist es einfach ein Tennisball, der in einer gelben Socke steckt und am Gürtel eines unparteiischen gelb gekleideten Spielers befestigt wird.

Dessen Beine verleihen dem Schnatz die fehlenden Flügel. Die Sucher der beiden Teams müssen versuchen ihn zu fangen und wer ihn erwischt bekommt 30 Punkte und beendet das Spiel. Das komplette Regelwerk findet ihr auf der Seite des Deutschen Quidditch Bundes.

Video zur Quidditch WM 2016 in Frankfurt auf Youtube.com:

Quidditch Fazit

Reales Quidditch wird oft wie eine Mischung aus Handball, Rugby und Dodgeball umschrieben und ist durchaus als Sport ernst zu nehmen. Solange die Besen keinen Schweif haben, kommt man auch gar nicht unbedingt auf die Verbindung zu den Harry Potter Romanen.

Lediglich der goldene Schnatz wirkt irgendwie etwas lächerlich. Wo ihr selbst mal Quidditch ausprobieren könnt, erfahrt ihr ebenfalls auf der Homepage des Deutschen Quidditch Bundes. Hier sind alle Teams in Deutschland aufgeführt.

 

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