Polo – Der Reitsport der Reichen?


Vier Spieler pro Team, jeder ausgerüstet mit einem langen Schläger, jagen auf ihren Pferden einem Ball hinterher. Immer voll konzentriert und im Einklang mit ihren Tieren müssen die Mannschaften mit Strategie und Geschick sportliche Höchstleistung erbringen. Klingt nicht schlecht?

Das finden wir auch und dennoch gilt Polo häufig als Sport der reichen Schnösel. Besonders viele assozieren mit Polo auch das englische Königshaus und ja, auch dort hat Polo eine gewisse Tradition. Interessant ist aber, dass das Spiel ursprünglich gar nichts mit England zu tun hat. Die Geschichte und die Ausbreitung reichen viel weiter als man denkt.

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Polo ein Sport aus der Antike

Polo ist ursprünglich ein Spiel aus Zentralasien, wo wir zum Beispiel auch die entfernte Variante Buzkashi in Afghanistan finden. Schon im 6. Jh. vor Christus wurde Polo in Persien (Iran) gespielt. Es war zunächst ein Trainingsspiel fürs Militär, welches sich dann aber schnell zum beliebten Sport bei den Herrschern etablierte.

Von Persien aus verbreitete sich der Sport nach Arabien, Tibet, China und Japan. Im 13. Jh. brachten muslimische Eroberer das Spiel nach Indien, von wo es die Briten im 19. Jh. nach England brachten. 1859 wurde der weltweit erste Polo Club im indischen Silchar gegründet. Mit den Briten kam der Polo-Sport zwischen 1868 und 1874 auch nach Malta, Irland, Argentinien und Australien. 1898 wurde der erste Polo-Club in Deutschland gegründet.

Polo im Video bei Youtube:

Polo in Deutschland

Obwohl der Polo-Sport 1898 wirklich schon sehr früh nach Deutschland kam, ist Polo hier eine Randerscheinung geblieben. Mit gerade mal rund 400 aktiven Spieler kann Deutschland international nicht konkurrieren. Die dominierenden Nationen beim Polo sind Groß Britannien, die USA und ganz besonders Argentinien.

Dennoch gibt es auch hier, besonders im Raum der Großstädte, einige Polo-Clubs. Hier findet ihr eine gute Übersicht zu den Deutschen Polo-Clubs. Außerdem gibt es in Hamburg, Gross Offenseth-Aspern und Chieming drei größere Polo-Schulen, wo ihr den Sport erlernen könnt. Diese und viele weitere Informationen findet ihr beim Deutschen Polo Verband.

Ist Polo wirklich so kostspielig?

Zunächst muss man sagen, dass professionell betriebener Reitsport nie wirklich günstig ist. Die Anschaffungs- und Unterhaltskosten für gut ausgebildete Pferde sind immer immens. Beim Polo bewegt man sich da in der niedrigsten Klasse bei gut 10 000 bis 15 000 Euro für ein Pferd. Um an einem Spiel teilzunehmen braucht man jedoch schon mindestens zwei Pferde, da aus Tierschutzgründen nach jeder Spielzeit das Pferd gewechselt werden muss.

Nach oben hin sind den Preisen fast keine Grenzen gesetzt. Also ja, wenn man Polo als Leistungssport betreiben will, ist es sehr teuer. Das muss allerdings auch nicht immer so sein. Gerade in Deutschland, wo Polo bisher nicht die Massen erreichen konnte, kann man Polo-Pferde + Ausrüstung oft für unter 100 Euro zum Training mieten.

Man arbeitet zunehmend an einem Imagewandel im Polo-Sport, wo es weniger um Luxus und Status, sondern in erster Linie um den Sport und die Leidenschaft gehen soll.

Polo und das Tierwohl?

Obwohl das Tierwohl auch in den Polo-Regeln berücksichtigt wird, wollen wir auch hier die Frage in den Raum werfen, inwieweit dieser Sport den Tieren zugemutet werden kann und verweisen hier auf einen Artikel der Tierrechtsorganisation PETA zu dem Thema.

 

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