Pelota a Mano – schnell, laut, gefährlich


Pelota

Kaum eine Bevölkerungsgruppe ist so sehr durch ihr Zusammengehörigkeitsgefühl, ihre eigene Sprache, ihre Kultur und ihr Bestreben nach Unabhängigkeit geprägt, wie die Basken im Nordosten Spaniens. So ist es auch kaum verwunderlich, dass diese verhältnismäßig kleine Gruppe dennoch ihren ganz eigenen Volkssport hat.

Die grünen oder blauen Spielfelder (Frontón) gelten als ein Markenzeichen des Baskenlandes und sind angeblich in jedem noch so kleinen Dorf zu finden. Gespielt wird hier Pelota oder auch Pelota Vasca.

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Pelota a Mano – mit der bloßen Hand

Die eindrucksvollste, traditionellste, aber auch mit Abstand gefährlichste Variante ist das Pelota a Mano, das Spiel mit der bloßen Hand. So ganz stimmt das heutzutage nicht mehr, denn zum Teil werden die Finger ziemlich ausgiebig bandagiert und stabilisiert. Aber ursprünglich gehörte Schmerz zum Spiel.

Spiel und Regeln

Das Grundprinzip kennen wir von anderen Rückschlagsportarten, wie beispielsweise Squash oder aber Handball, was durch die Ausübung mit der Hand viel Ähnlichkeit mit Pelota a Mano hat. Aber auch American Handball hat Ähnlichkeit mit Pelota a Mano. Zwei Spieler bzw. zwei Teams schlagen abwechselnd den Ball gegen eine Wand, welcher einmal im Feld aufkommen darf und dann wieder gespielt werden muss. Gewonnen hat, wer zuerst 22 Punkte erlangt hat. Das klingt bis hier hin alles ganz simple.

Pelota a Mano Match im Video:

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Die Gefahr und die Geschichten

Es ist auf den ersten Blick nicht unbedingt ersichtlich, aber im Vergleich zum American Handball, hat man es bei Pelota mit einem echt harten Geschoss zu tun. Früher bestand der Ball aus einer Holzkugel, die mit Leder umwickelt war. Vom Gewicht her mit einer Billardkugel vergleichbar.

Diesen Ball zu schlagen kam einem Hammerschlag gleich und ließ das Blut in den Händen pulsieren. So war es früher auch verbreitet, sich den Handrücken mit Rasierklingen aufzuschneiden, damit das Blut abfließen kann. Diese Praktiken sind heutzutage natürlich verboten, die Spieler tragen Schutzkleidung und der Ball hat auch einen etwas weicheren Kautschukkern. Dennoch sind häufig Basken, die diesen Sport ausüben an einer verletzten oder gar verkrüppelten Hand zu erkennen.

Wer mehr über Pelota erfahren möchte, der wird viele Informationen auf der Seite von Baskultur finden.

 

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