Panasonic HX-A500 – Der Schwan unter den Kameras


Schwäne polarisieren. Die einen mögen sie, die anderen nicht. Die einen sagen: “So ein langer Hals ist doch total unpraktisch.” während andere der Meinung sind, dass das ein Geniestreich der Natur sei. Ähnlich verhält es sich bei unserem heutigen Artikel. Das Panasonic tolle Schwäne bauen kann, haben sie mit der HX-A100 schon eindrucksvoll bewiesen. Das Konzept der Schwanenhalskamera hat uns damals zur Markteinführung schon überzeugt. Nicht umsonst haben wir 3 Stück davon zuhause, die auch regelmäßig zum Einsatz kommen. Jetzt hat Panasonic einen Nachfolger entwickelt. Wir wollen wissen, ob die HX-A500 ihrem kleinen Bruder das Wasser reichen kann, was sich verbessert oder verschlechtert hat, ob sich diese Art Kamera überhaupt lohnt und wer behauptet hat, dass lange Hälse hässlich sind.

Warum überhaupt so eine Kamera?

Bei vielen Actionsportarten kommt es darauf an, möglichst wenig dabei zu haben oder man hat schlichtweg nicht das Equipment, um eine konventionelle Actioncam anzubringen. Beim Höhlentauchen beispielsweise ist es ziemlich doof neben Atemmaske und Neoprenhaube noch einen Helm mit draufgepappter GoPro zu tragen. Da macht sich eine schlanke Schwanenhalskamera sehr gut. Durch das externe Bedienteil seid ihr in der Lage, die Kamera ohne eine Veränderung des Linsenwinkels zu bedienen. Das ist ebenfalls sehr praktisch wenn ihr Shots einfangen wollt, bei der ohne externe Bedienung die Kamera erst wieder umständlich angebracht werden muss. Das heißt im Klartext, dass ihr den kleinen Kamerakopf irgendwo festmachen könnt und die Einstellungen im Nachhinein vornehmt. Wir wollen hier niemanden anstiften, aber denkt mal an “Die Versteckte Kamera” mit Frank Elsner. Eine Schwanenhalskamera ist praktisch für ungewöhnliche Kamerawinkel prädestiniert. Die 70 Zentimeter Kabel zum Auge geben euch genug Freiheit um die tollsten Shots einzufangen.

Funktionsweise
Die Funktionsweise weicht im Grunde nicht von der einer normalen Kamera ab. Die Linse fängt das Bild ein und leitet es zum Sensor. Da bei der HX-A500 das ganze etwas anders ist, haben sich die Leute von Panasonic etwas cleveres einfallen lassen. Sie lösen einfach den Fotosensor von der Hauptplatine und verstecken ihn oben im Objektiv. Damit ist es möglich das bereits digitale Bild per Kabel an das Bedienteil zu schicken und so die Linse vom Gerät zu trennen. Das Ergebnis ist ein kleines Kameraauge, welches über ein schmales Kabel mit dem Hauptgerät verbunden ist. Tolle Idee!

Kosten
Leider lassen sich die Japaner ihre Entwicklung auch gut bezahlen. Im Schnitt sind knapp 43o Euronen für die HX-A500 fällig. Der kleine Bruder ist bereits für schlappe 160 Euro zu haben. Ob wir das gut oder schlecht finden sei mal dahin gestellt, aber die Kluft dazwischen ist schon enorm.

Beschaffbarkeit
Beim Thema Beschaffbarkeit können die Japaner punkten. Fast jeder große Versandhandel, einschließlich Amazon, vertreibt die Kamera. Zusätzlich dazu sind noch optionale Befestigungen und Halterungen für das Kameraauge erhältlich.

Handhabung
Die Handhabung hat sich im Gegensatz zum kleinen Bruder nicht wesentlich verändert. Außer, dass ihr jetzt ein LC-Display eingebaut habt, welches euch die Bedienung erleichtert. Dazu gekommen ist beispielsweise auch ein kleiner Joystick, welcher euch intuitiver durchs Menü führen und so die Bedienung noch weiter erleichtern soll. Leider mussten wir beim alten Gerät (HX-A100) feststellen, dass es manchmal gar nicht so einfach ist das Kamerauge zu befestigen. Es hat nämlich selbst kein Gewinde oder ähnliches, wie man es beispielsweise von einem GoPro-Housing gewohnt ist. Ob sich dies nun beim großen Bruder fortsetzt bleibt fraglich. Auch die Kopfhalterung wurde seitens Panasonic überarbeitet und verfügt nun über einen breiteren offenen Metallbügel, welcher um den Kopf gelegt wird. Dieser sieht ein wenig aus, wie die Oldschoolkopfhörer die es damals zum ersten Walkman dazu gab. Beim Vorgänger war der Bügel noch gummiert und mit Ohrbügeln gegen Verrutschen gesichert. Leider war aber auch diese Lösung nicht das gelbe vom Ei, denn gerutscht ist das Ding trotzdem ständig.

Preis/Leistung
Die Preis/leistungsfrage lässt sich gar nicht so leicht bzw. leichter als sonst beantworten. Die HX-A500 ist keine GoPro und will es auch gar nicht sein. Ihr vergleicht ja auch nicht Äpfel mit Birnen. Vielmehr bedient Panasonic hier eine Kamerasparte, in der sie praktisch das Monopol besitzen. Schwanenhalskameras sind perfekt um aus den unmöglichsten Winkeln zu filmen und die tollsten Clips einzufangen. Das kleine Kameraauge und das externe 70 Zentimeter entfernte Bedienteil laden euch geradezu ein, irgendwelche verrückten Szenen einzufangen.

Aus diesem Grund befinden wir die Kameras auch für einsame Klasse. Das Preis/Leistungsverhältnis ist gut, denn erstens gibt euch die Kamera die Freiheit alles von überall aufzunehmen und zweitens ist das Gerät sehr hochwertig verarbeitet und funktionell top.

Fazit

Wer sich eine erste Actioncam zulegen will oder auf der Such nach einem GoPro-Ersatz ist, sollte vielleicht die Finger von der HX-A500 lassen. Sie ist schon sehr speziell. Wer aber weiß was er will und Bock auf neue einzigartige Aufnahmen hat, dem können wir das Gerät wärmstens und uneingeschränkt empfehlen. Wir haben auch ständig welche im Einsatz und uns richtig dran gewöhnt vorher da zu sitzen und zu überlegen: “Lass uns dieses oder jenes auch noch filmen. Dafür nehmen wir auf jeden Fall die Panasonic. Das wird sehr fett!”
Einen Eindruck davon wie die Aufnahmen mit der Panasonic HX-A500 werden können bekommt ihr in den Videos:

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