Osprey Streetcarve – Alternative zum Carverboard?


Blick von vorn

Einleitend muss man einfach sagen, dass das Streetcarve von Osprey kein Longboard im klassischen Sinne ist. Deshalb ist der Vergleich zu unserem Carverboard vielleicht nicht ganz fair. Trotzdem ziehen wir ihn. Warum? Nun, das Osprey schreibt sich Carving auf die Fahne und durch die vordere Achskonstruktion sollen enge Turns und Cutbacks möglich sein. Also ganz genau wie beim Carverboard. Es spielt aber preislich in einer ganz anderen Liga. Wir haben das Brett von Osprey mal genauer unter die Lupe genommen und verraten euch, was das Teil kann und was ihr für das Geld erwarten könnt.

Aufbau

Das Osprey ist aus Ahornholz in 7-fach verleimten Schichten hergestellt und in einer Bulletform geshaped. Im hinteren Teil hat Osprey das Board etwas ausgedünnt und das Tail hochgezogen. Das verschafft eurem Fuß eine coole kleine Pocket in die ihr euren hinteren Fuß stellen könnt. Ihr habt so nicht das Gefühl durch die Turns vom Board zu rutschen. Im vorderen Teil ist das Board breiter. Die hintere Achse ist eine Traditional Kingpin Achse (TKP). Die vordere wiegt sich nicht nur nach links und rechts sondern schwingt regelrecht mit. Das ermöglicht euch erst die engen Turns. Ich habe jedoch festgestellt, das die Einschlagswinkelbegrenzung Vor- und Nachteil zugleich ist. Während man auf der einen Seite nicht Gefahr läuft einen Wheelbite zu kassieren, kann man auf der anderen Seite nicht so eng carven wie man es möglicherweise vom Carverboard gewohnt ist. Das führt leider dazu, dass nicht ganz so viel Spaß aufkommt.

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Funktionsweise
Nachdem ich das Board Out-of-the-Box fuhr, war ich enttäuscht. Das Brett wollte nicht so lenken und fahren wie ich wollte. Ab in die Werkstatt und Einstellungen vornehmen, dachte ich mir. Die vordere Achse weicher einstellen, die Räder gangbar machen und die hintere Achse lockern. Wir wollen ja keine Hügel bomben, sondern carven. Der Unterschied war enorm. Auf einmal lenkte das Board und hübsche Carvs waren machbar. Die vordere Achse schwingt schön hin und her und lenkt super ein. Die Wheels beißen nicht und bieten ausreichend Grip. Trotzdem ist mir aufgefallen, dass die Rollen bei vollem Lenkeinschlag stoppen. Woran das liegt, kann ich aber nicht sagen. Die Pocket an der Hinterachse verschafft eurem Fuß tollen Halt und je nachdem wie weit vorn ihr mit dem anderen Fuß steht, erlebt ihr ein tolles Surffeeling.

Der Ablauf
Aus dem Stand zu pumpen und loszufahren geht mit dem Osprey Streetcarver leider nicht. Dazu ist er nicht beweglich genug. Also kurz pushen und los geht der Spaß. Danach kann man sich super mit dem Board fortbewegen. Cuts, Turns und Cutbacks sind damit gut machbar.

Kosten
Mit aktuell 63-100 Euro bei Amazon spielt das Osprey preislich in einer ganz anderen Liga als das Carverboard. Wir haben unser Exemplar für 63 Euro bei Amazon erworben.

Beschaffbarkeit
Durch die Bestellbarkeit bei Amazon verdient sich das Board viele Pluspunkte. Das Brett gibt es aber auch bei vielen anderen Shops im Netz oder ihr fahrt einfach mal wieder zu eurem lokalen Händler.

Handhabung
In puncto Handhabung bin ich geteilter Meinung. Klar, kein Board schafft es Out-of-the-Box perfekt zu sein. Trotzdem erwarte ich, vorher nicht soviel einstellen und gangbar machen zu müssen. Ansonsten ist das Board gut. Ich kann auch dem engen Stand durchaus etwas abgewinnen. Das Pumpen funktioniert gut und es kommt echt Spaß auf!

Preis/Leistung
Für 60 Euro kann man absolut nicht meckern. Man bekommt ein solides Brett mit coolem Shape und tollem Trainingseffekt (wenn man ein wenig übt). Die verarbeiteten Materialien sind in Ordnung. Die Washer und Bushings lassen aber zu wünschen übrig. Hier könntet ihr Ersatz nachdenken.

Fazit

Das Street Carve von Osprey ist ein cooles Brett bei dem wirklich Surffeeling aufkommt. Die Verarbeitung ist in Ordnung und mit etwas Übung sind tolle Carvs machbar. Eine Sache möchte ich dennoch erwähnen. Das Osprey ist meiner Meinung nach genau dann etwas für euch, wenn ihr neben eurem Carverboard noch einen weiteren Surftrainer sucht oder wenn euch das Carverboard zu leicht von der Hand geht. Ihr braucht beim Osprey nämlich gute Technik, Rotation im Oberkörper ist hier das Stichwort! Wo ihr mit dem Carverboard noch lässig durch eine Fußbewegung vorwärts kommt, müsst ihr beim Street Carve schon richtig pumpen. Eine ideale Ergänzung zum Carverboard oder zum Oberkörper- und Beintraining. Ich kann euch das Board mit Einschränkungen empfehlen. Der Preis ist verlockend, allerdings ist das Brett nichts für Neulinge auf dem Gebiet Surftrainer. Anfänger verlieren bestimmt schnell die Lust am Board. Gebt nicht auf und spielt ein bißchen mit den Einstellungen. Dann wird das Fahren mit dem Board zum Vergnügen. Versprochen!

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Comments 6

  1. hab auch mit dem Osprey angefangen, hab es mehrmals für 2-3 Stunden am stück rangenommen! Hat alles gehalten, bin dann aber auch schnell zum Carverskateboard übergegangen 😉 das Osprey hat jetzt mein Sohn ist noch immer alles intakt.
    Hat jemand hier in der Gruppe schonmal ein Smoothstar gefahren oder besitzt eins? Bin am überlegen den Truster zu kaufen.

    1. Hallo Patrick,

      vielen Dank für Dein Feedback! Ich hatte bisher noch nichts von den Smoothstar Boards gehört. Nachdem ich jedoch die Webseite besucht habe, weiß ich nun wovon Du sprichst. Die Teile sehen den Carverboards ziemlich ähnlich. Gibt es da einen nennenswerten Unterschied?

      Alex

      1. Hey Alex, da ich mir gerade einen Truster zugelegt habe 😉 kann ich dir nur sagen jaaaaa!!! Hab wegen schlechtem Wetter und Grippe nur 1-2 mal kurz auf dem Parkplatz nach der Arbeit testen können, aber reichte schon um total angefixt zu sein.
        Du kannst mich gerne auf FB kontaktieren, werde da auch mal ein paar Bilder und Videos demnächst reinstellen wo ich direkt die C7, Cx4 und den Truster vergleichen werde.
        Mein erster Eindruck das Deck legt sich insgesamt noch schneller und leichter beim pumpen zur Seite ganz smooth, und erzeugt einen angenehmen, schnellen und flüssigen vorwärtstrieb. Das Board folgt dem Oberkörper wie von selbst fast ohne Kraftaufwand und macht Turns und schnelle Richtungswechsel zum absoluten muss! Kann es jetzt schon empfehlen ist die Steigerung von der C7 und der Cx4 in einem. Bestellung lief super 3 Tage später war der Truster da, du brauchst lediglich ein Satz Linsenkopf Schrauben ca 2cm länge mit Vollgewinde und Sicherungsringe dazu. Die sind zum befestigen deiner Achse am Truster nötig, kann dir dazu gerne Bilder schicken!
        Cheers/Patrick

  2. Lieber kein Geld sparen und die Original-Carver mit C7/4-Achsen kaufen – haben unsere (Booster – Taylor Knox) seit gestern und fühlen uns in unserer Investition sehr stark bestätigt 🙂 – der Hammer!

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