Buchrezension: Longboard von Gordon A.Timpen


Longboard Titel

Es gibt viele Bücher über Longboarding und Skateboarding aber nun ist uns etwas in die Hände gefallen, was man sozusagen als die neue Bibel der Longboardszene bezeichnen könnte. Das Buch möchte über alle Facetten des Sports aufklären, hilfreiche Tipps geben und die Geschichte des Longboarding aufzeigen. Außerdem soll ein guter Einblick in die Materialkunde gewährt werden. Ob das alles stimmen kann? Wir haben es herausgefunden und laden euch ein, an unseren Ergebnissen teil zu haben.

Die Haptik des Buches

Das Buch ist ein Soft Cover Buch aus dem Delius Klasing Verlag. Es ist erst letztes Jahr erschienen und befindet sich aktuell noch in der ersten Auflage. Insgesamt wird euch auf 143 Seiten alles erklärt, was man zum Longboarden wissen sollte. Das Buch ist etwa 5 Zentimeter kleiner als eine DIN A4 Seite, dafür aber auch etwas breiter und durchgehend in Farbe gedruckt. DIe einzelnen Seiten fühlen sich qualitativ hochwertig an und sind auch nicht dünn (wie es bei vielen minderwertigeren Büchern der Fall ist). Die Unterteilung des Buches erfolgt in insgesamt 7 Kapitel, wenn man das Vorwort mit dazu zählt. Nach dem Vorwort wird auf die Geschichte des Longboarding eingegangen, danach auf das Longbaord selbst. Im nächsten Kapitel werden die Fahrtechniken näher beleuchtet. Nachdem geklärt wurde, wie so ein Brett aussieht, kommt das was man damit anfangen kann an die Reihe, die Disziplinen im Longboarding. Wer keine zwei linken Hände hat, kann sich im darauf folgenden Kapitel über die eigene Herstellung eines Longboards informieren. Zu guter letzt gibt der Autor im letzten Kapitel noch einen Ausblick in die Zukunft des Longboarding.

Die einzelnen Kapitel des Buches
Ich glaube auf das Vorwort und die Geschichte des Longboardnig brauchen wir hier nicht näher eingehen, sonst nehme ich euch ja die ganze Freude des Lesens. Aber das Kapitel “das Longboard” findet hier besondere Erwähnung. Warum? Es ist ausnahmslos gut gelungen. The Big 3, die großen 3 werden genauestens unter die Lupe genommen und euch wird sehr gut und vertändlich erklärt, was es alles gibt und wie sich was auf euer Fahren auswirkt. Dabei geht der Autor auf das Board selbst, die Achsen und die Rollen ein. Außerdem widmet er sich in einem extra Unterpunkt der Sicherheit. Im Kapitel “Fahrtechniken” werden euch die wichtigsten theoretischen Kenntnisse zum Beschleunigen und Bremsen sowie zum Kurven fahren in mehreren Variationen erläutert. Das folgende Kapitel in dem alle Disziplinen des Longboarding beschrieben werden nimmt neben der Beschreibung des Longboards den größten Teil des Buches ein. Dabei geht Timpen auf Downhill, Slolom, Dancen, Techslide, Boardercross und Long Distance Pumping ein. Über die beiden letzten Kapitel (Eigenbau und Ausblick) solltet ihr euch unbedingt selbst ein Bild machen. Nur soviel sei gesagt: Es ist unglaublich spannend zu lesen.

Was wird vermittelt?
Im Buch werden euch elementare Kenntnisse über Boards, Disziplinen und die Entwicklung des Longbaording gegeben. Wer eine Trickanleitung sucht ist hier leider falsch. Trotzdem schafft das Buch den Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und der in der Szene verbreiteten lockeren Dudeness. Dies wird vor allem durch die ausgesprochen interessante Schreibweise erreicht. Außerdem lockern Interviews das Kapitel immer wieder auf und beschreiben das Thema aus der Sicht eines Profis. Und damit sind wirklich Profis gemeint, denn im Buch wurde alles interviewt, was Rang und Namen hat. Dabei sind die Gründer der Longboardschmiede “Olson und Hekmati” genauso vertreten wie Manuel Antuna, ohne den das Sliden wie wir es heute kennen nicht möglich gewesen wäre.

Pros und Cons von “Longboard”
Das Buch ist ausgesprochen gut gelungen und die Detail- und Informationsfülle ist beeindruckend. Das Format und auch das es ein Softcover ist überzeugt auf ganzer Linie. Das Buch erhebt zu keinem Zeitpunkt den Anspruch alles über das Longboarding vermitteln zu wollen. Deshalb sind hier sogar fehlende Einstiegertricks nicht erwähnenswert. Man merkt einfach, dass das Buch von Longboardern für solche die es werden wollen (oder schon sind) geschrieben wurde.

Preis/Leistung des Buches
Ihr bekommt das Buch für 25 Euro sowohl im Internet als auch in der nächsten Buchhandlung. Es gibt sogar viele Skateshops, die Skatelektüre führen. Besucht doch einfach mal wieder euren lokalen Dealer. Ich bin mir sicher, er kann euch das Buch besorgen.

Fazit zu “Longboard” von Gordon A. Timpen

Meiner Meinung nach ist “Longboarding” von Gordon Timpen ein rundum gelungenes Werk was das Wissen rund um den Longboardsport betrifft. Man merkt, dass der Autor begeisterter Longboarder ist und auch die Interviewpartner im Buch bringen die Freude am Sport rüber. Das Buch ist sehr informativ, dabei aber keineswegs trocken geschrieben und ehe man sich versieht, hat man das gesamte Buch durchgelesen. Hat man etwas nicht verstanden, kann man danke der guten Gliederung schnell noch einmal nachblättern. Die Bilder Buches sind gut gewählt und hin und wieder sogar recht amüsant (Longboarder auf Bank einer Bierzeltgarnitur). Meines Erachtens nach ist dieses Buch DIE Bibel für alle Longboarder und solche die es werden wollen. Ich kann das Buch selbst denjenigen, die sich nur mal informieren wollen, wärmstens empfehlen. Kauft es euch, leiht es euch, schaut es euch an. Es lohnt sich wirklich!

Habt ihr das Buch schon oder wollt ihr unbedingt genaueres wissen? Schreibt uns euren Kommentar zum Thema und kassiert dafür 4 von unseren Strongg-Punkten. Eure Meinung wird belohnt. Traut euch!

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