Kitetender – Kiten mit dem Boot


Dass uns die Idee begeistert hat, sich mit einem Drachen übers Wasser ziehen zu lassen steht außer Frage. Aber womit? Okay, Kitesurfen ist eine Option. Aber wer sagt eigentlich, dass das nicht auch mit Segelbooten geht?! Wir haben eine unglaubliche Erfindung im Netz ausgemacht, die uns echt vom Hocker gerissen hat. Jemand hat es geschafft, ein Boot zum Kiten zu entwickeln. Die Länge soll sich auf 4 Meter belaufen und das Boot ist laut Hersteller durch Sperrholz- und Kohlefaserbauweise nur 75 kg leicht. Es gibt bereits einen Prototyp und ein Video, welches uns Lust auf mehr gemacht hat.

Was gibt es für Anforderungen?

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Zuerst solltet Ihr wissen, dass der Kite nicht mit einem Trapez an der Hüfte, sondern an einem festen Ankerpunkt am Boot befestigt wird. Das war nämlich die Antwort nachdem wir uns gefragt haben: “Welcher Mensch hat die Kraft ‘nen großen Kite zu halten und gleichzeitig das Boot zu bewegen?” Das bedeutet, dass ihr euch wenig Gedanken um euren Rücken machen müsst. Das heißt aber nicht, dass ihr sofort loslegen könnt. Um mit großen Kites zu fliegen braucht ihr viel Erfahrung. Träges Ansprechverhalten, starke Zugkräfte bei Böen und enorme Kraftentwicklung bei starken Winden machen das Umgehen mit großkalibrigen Kites nicht unbedingt zum Anfängergeschäft.

Wo kann man es machen?

Das ist uns nicht ganz klar. Da der Kitetender eine Mischform aus Segeln und Kitesurfen ist überschneiden sich hier sicher auch die Regelungen. Die Jungs aus dem Video weiter unten nutzen auch einen Racekite der nicht so schnell auf Lenkbewegungen anspricht wie ein Bow- oder Tractionkite (potentielle Verletzungsgefahr in Strandnähe). Es ist aber denkbar, dass in Segelsportgebieten und auch an Stränden mit dem Kitetender gesegelt werden darf, wenn eine gewisse Distanz zum Strand gewahrt bleibt.

Das liebe Geld

Der Kitetender ist in Europa tatsächlich schon zu haben. Auf Anfrage erhielten wir die Antwort, dass er speziell auf Kundenwunsch gefertigt wird und in der 4 Meter Variante um 5200,- € kostet. Beim 6,5 Meter Tender werden schon knappe 20.000,- € fällig (bei beiden Versionen ist der Kite exklusive).

Fazit

ein nicht ganz billiger Spaß. Für die Erstaustattung werden schnell mal 7000,- € fällig wenn man sich das Boot, einen großen Racekite, Neoprenanzug und Zubehör leistet. Abgesehen davon müssen immer 2 Personen an Bord sein. Einer steuert den Drachen und der andere lenkt das Boot. Trotzdem tendiert diese Erfindung dazu, zum nächsten großen Extremsport zu werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser Trend bei uns durchsetzt und sich örtliche Verleiher finden. Wir bleiben wachsam und beobachten die Entwicklung dieses Exoten.

Hier habt ihr noch was zum gucken

Videos


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