Interview: Scroover Erfinder Sascha


Hallo Sascha, bitte stell Dich kurz vor!
Klar! Ich bin Sascha, 36 Jahre alt und komme aus Dormagen, das liegt genau zwischen Köln und Düsseldorf. Ich bin verheiratet und habe zwei wundervolle Kinder.

Wie bist Du auf die Idee gekommen, den Scroover zu entwickeln?
Als Jugendlicher bin ich viel Skateboard gefahren. Es gab zu meiner Zeit wirklich viele Skater. Schon morgens auf dem Schulweg, hatten wir die Bretter unter den Füßen. Auf dem Pausenhof hatten wir sogar einen kleinen Skate-Bereich für die Pausen. Und nach der Schule, hat man sich mit Kumpels getroffen, um neue Tricks zu lernen. Das Skatepark-Angebot war bei uns damals leider noch nicht so groß, so mussten wir die meisten Rampen selber bauen.

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Leider war das schöne Skater-Leben dann von heute auf morgen für mich vorbei, und ich musste mein Deck an den Nagel hängen. Meine Hüftdysplasie, die ich von Geburt an hatte, machte mir große Probleme und es führte kein Weg mehr an einer Hüft-OP vorbei. Nach einer langen Physiotherapie hat mir mein Orthopäde dann geraten, dass ich am besten nur noch schwimme oder Fahrrad fahre. Nach einer langen Sportpause, habe ich dann schließlich auf meinen Orthopäden gehört und bin auf´s Fahrrad gestiegen. Aber nicht auf ein Herrenrad, sondern auf ein BMX-Bike :-).

Das hat zum Glück auch gut geklappt, und ich hatte endlich wieder eine Sportart gefunden, die ich ausüben konnte. Zwei meiner Kumpels schafften sich auch ein Bike an, und so ging der Spaß dann auf zwei Rädern weiter. Die Grund-Idee „Scroover“, ist dann schließlich auch beim BMX fahren entstanden. Ich dachte mir, dass einige Tricks bestimmt leichter zu erlernen sein würden, wenn mein BMX-Bike anders gebaut wäre. Ich wollte eine größere Standfläche, einen anderen Schwerpunkt, und Bauteile wie den Sattel, die Pedals und das Top tube dafür entfernen. Wichtig war mir auch eine aufrechte Haltung beim Fahren.

Wie der Scroover aussehen sollte und wie ich die Idee umsetzen wollte, war mir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht klar. Aber den Gedanken hatte ich immer im Hinterkopf.
Irgendwann habe ich dann mal damit begonnen ein paar Skizzen zu zeichnen. Was dabei entstanden ist, sieht man ja, wenn man sich den Prototyp anschaut.

Bist Du mit den Prototypen des Scroovers auch in der Öffentlichkeit unterwegs? Wie sind die Reaktionen der Passanten?
Mit dem ersten Prototyp, habe ich bis jetzt nur ein paar Testfahrten gemacht. Hierbei ging es mir auch noch nicht um die Präsentation, sondern vielmehr um die Beseitigung der Fehler und um die Optimierung der Bauteile. Mit dem nächsten Prototyp, sollte der größte Teil der Entwicklung abgeschlossen sein, und dann geht es auch ab in die Öffentlichkeit!

Obwohl ich bis jetzt noch nicht durch die Menschenmassen der Großstädte „gescroovt“ bin, habe ich schon eine ganze Menge Feedback bekommen. Die Reaktionen auf den Scroover reichen von: „Hey, wie geil ist das denn!“ bis hin zu „was zur Hölle soll das denn?“. Die Meinungen scheinen zu polarisieren, und das finde ich auch gut. Mit einer Idee wird man sowieso nie alle Menschen begeistern können. Aus diesem Grund, konzentriere ich mich auf die Leute, die Interesse zeigen und versuche einfach ein cooles Sportgerät zu bauen, mit dem man bestimmt eine Menge Spaß haben kann.

Wie viel Zeit hast Du bisher in die Entwicklung des Scroovers investiert?
Eine gefühlte Ewigkeit! Das soll aber nicht heißen, dass mir die Arbeit am Scroover keinen Spaß mehr macht. Ganz im Gegenteil! Ich überlege ständig, was ich noch verbessern kann.
Ich hatte allerdings am Anfang noch keinen richtigen Plan, auf was ich mich da eingelassen habe. Man entwickelt halt nicht mal eben auf die Schnelle ein Sportgerät. Da braucht man schon sehr viel Geduld und muss an kleinen Fehlern manchmal Tagelang rumfrickeln, bis etwas funktioniert. Ich habe mich in viele Sachen eingearbeitet, und ich lerne jeden Tag etwas neues dazu.

Hast Du das Konzept des Scroovers seitdem Du mit der Entwicklung begonnen hast verändert?
Von der ersten Skizze bis zum ersten Prototyp, hat sich einiges geändert. Aber das Grund-Konzept „Scroover“ ist geblieben. Auf Scroover.com kann man sich auch meinen ersten 3d-Entwurf ansehen. Wenn man diesen dann mal mit dem ersten Prototyp vergleicht, erkennt man schnell, dass sich besonders der Rahmen und die Federung stark verändert haben. Aber selbst der neue Prototyp, wird wieder anders sein.

Kann man mit dem Scroover auch in Rampen oder Skateparks fahren und Tricks machen?
Wenn alles glatt läuft, dann wird der fertige Scroover ein Sportgerät sein, mit dem man sowohl Skateparks als auch Dirt-Trails und Waldwege rocken kann. Ein Allrounder, mit dem man aber natürlich nicht nur Stunts machen kann, sondern den man auch einfach als Fitnessgerät, oder zum cruisen benutzen kann. Doch besonders für die Action-Begeisterten unter euch, bietet der Scroover ja einige Features.

Gibt es eine Gewichtsbegrenzung? Wie sieht es mit Personen aus, die 85-90 kg wiegen, werden auch solche Menschen Spaß mit dem Scroover haben können?
Ja klar! Das finale Produkt, sollte solchen Belastungen auf jeden Fall standhalten. Ich bin selber 1,83 m groß und wiege ca. 80 kg. Wo die Gewichtsbegrenzungen bei den Prototypen liegen, kann ich leider noch nicht sagen. Wenn etwas bricht, dann weiß ich wenigstens wo die Schwachstellen sind und kann diese dann ausbessern. Am Anfang der Entwicklung, war mir noch gar nicht klar, dass ich mit der Idee an die Öffentlichkeit gehen würde. Ich war also so zu sagen von Anfang an ein Teil meiner Zielgruppe.

Aus diesem Grund, eignet sich der Scroover besonders für Jugendliche und Erwachsene. Und selbst mit Schuhgröße 46, wird man noch genügend Platz auf dem Board haben. Eine Altersbegrenzung, gibt es natürlich auch nicht! Aber es gibt da ja viele verschiedene Ansichten, wenn es um das Alter und die verschiedenen Sportarten geht. Bei einem 60 Jährigen Skiläufer, sagen ja die meisten: „Cool, der hält sich fit!“. Hingegen gibt es bei einer älteren Person, die Inliner oder Longboard fährt, schon mal ein paar schräge Blicke.

Ich finde es extrem wichtig, dass man einfach macht worauf man Lust hat. Ich merke so etwas immer, wenn ich mit meinen Kids im Indoor-Spielplatz bin und viele Eltern ganz verlegen wirken, wenn ihre Kinder sie dazu auffordern, einfach mal mit auf dem Trampolin zu hüpfen. Bei mir ist das zum Glück anders!

Was sind Deine Pläne für den Scroover? Gibt es eine Möglichkeit den Scroover in Aktion zu sehen?
Ich habe mir es abgewöhnt, große Zukunftspläne zu schmieden. Ich halte Ausschau nach Möglichkeiten und versuche diese dann zu nutzen. Alles ist möglich! Natürlich wäre es cool, wenn sich der Scroover als neues Funsportgerät etablieren könnte. Da ich aber leider nur begrenzte Möglichkeiten habe, muss ich mich überraschen lassen, wo mich die Reise hinführt. Man braucht halt auch eine Menge Glück und muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Ich hoffe natürlich, dass es mir im laufe der Zeit gelingen wird, das Interesse von potentiellen Herstellern zu wecken.

Da mir aber durchaus bewusst ist, wie schwer es ist, ein neues Sportgerät auf den Markt zu bringen, sehe ich die Sache ziemlich entspannt. Ich konzentriere mich lieber auf die Arbeit, die gerade ansteht. Zurzeit wird der nächste Prototyp gebaut. Der neue Scroover wird ausgereifter sein als sein Vorgänger. Damit ihr den Scroover mal in Aktion sehen könnt, habe ich auch ein Video geplant.

Für das Video und für Tests, suche ich auch noch Testfahrer. Perfekt wären hierbei natürlich Fahrer aus verschiedenen Bereichen, die schon Funsport-Erfahrung mitbringen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass einige von euch noch vielmehr aus dem Scroover herausholen können, als ich das kann. Wer sich jetzt angesprochen fühlt und Lust auf etwas neues hat, der kann sich gerne bei mir melden. Obwohl man den Scroover noch nicht kaufen kann, hat sich die ganze Arbeit jetzt schon für mich gelohnt. Durch mein Projekt habe ich wirklich viel gelernt und vor allem auch viele nette Menschen kennen gelernt, ohne die der Scroover bestimmt noch nicht auf diesem Entwicklungsstand wäre.

Jetzt hast Du Platz um für den Scroover zu werben und um zu sagen, wie man die Entwicklung des Scroovers unterstützen kann – auf geht’s:
Hey Leute! Ich hoffe, ich konnte euer Interesse am Scroover wecken! Wenn ihr mehr Details erfahren wollt, dann schaut doch einfach mal auf meiner Homepage vorbei. Auf scroover.com erfahrt ihr eine Menge Einzelheiten und habt natürlich auch die Möglichkeit mir eure Fragen oder Anregungen zu schicken.

Natürlich, freue ich mich auch, über Besucher und „Likes“ auf der Scroover-Fanpage. Hier findet ihr alle Neuigkeiten und Ankündigungen: facebook.com/Scroover. Wer das Projekt „Scroover“ als Sponsor oder Investor unterstützen möchte, kann sich natürlich auch gerne bei mir melden.

Vielen Dank für das ausführliche Interview. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und drücken Dir die Daumen!

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