HTC RE Lifestyle Cam


Als ich die HTC RE Lifestyle Cam zum ersten mal gesehen habe, musste ich schon etwas schmunzeln. Diese Lifestyle oder Action Cam sieht schon echt eigenartig aus. Trotzdem war die Neugier groß und ich sah mir verschiedene Testberichte an.

Mit einem Preis von 150 Euro ist die Kamera auch nicht gerade teuer. Ich habe die Kamera vor kurzem mal im Alltag dabei gehabt und geschaut, was die RE von HTC so kann. Was mir als erstes aufgefallen ist, die Kamera verfügt über keinerlei Anzeige oder Display und wirkt auch sonst eher wir ein “Werkzeug” und erinnert nicht gerade an einer Action- oder Lifestyle Cam. Wer sehen möchte was er fotografiert oder filmt, wird auf ein Smartphone zurückgreifen müssen. Denn nur mit der passenden App, kann man z.B. die Bildausschnitte kontrollieren.

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Technische Details

  • 1920 x 1080p bei 30 FPS
  • 1/2,3 Zoll CMOS sensor mit 16 Megapixel Auflösung
  • 146° Super-Weitwinkelobjektiv mit Blende f2.8 für schlechte Lichtbedingungen
  • Griffsensor schaltet die Kamera automatisch an, sobald sie in die Hand genommen wird
  • Konnektivität: BLE (Bluetooth v4.0), WLAN (802.11a/b/g/n), Wi-Fi Direct, Micro-USB 5 Pin
  • Wasserfest nach IPX7 (30 Minuten 1 Meter Wassertiefe)
  • Maße: 9,7 x 2,6 x 9,7 cm
  • Gewicht: 68 g

Lieferumfang

  • RE Kamera
  • Tragschlaufe
  • 8 GB MicroSD-Karte
  • Ladekabel

Testbericht
HTC RE Action & Lifestyle CamNach dem auspacken fragte ich mich zunächst, wie man dieses Teil nur befestigen soll. Wenn man den Gewindeanschluss am Boden der Kamera verwendet, dann steht diese wie kein kleiner Baum von der jeweiligen Halterung ab. Zunächst beschloss ich daher die Kamera einfach mal in der Hand zu halten. Die Kamera wirkt gut verarbeitet, ein großer Nachteil ist allerdings die doch recht rutschige Oberfläche. Dann fällt auf: es gibt keinerlei Display oder Anzeige. Da die Kamera über verschiedene Modi verfügt ist dies zunächst einmal irgendwie ungünstig.

Für dem Wechsel in den Zeitlupen-Modus gibt es auf der Front der Kamera einen kleinen Knopf. Auf der Rückseite befindet sich dann noch ein Auslöser, mit welchem man Videos starten oder Bilder machen kann. Soweit so gut. Was mir positiv aufgefallen ist: die Kamera ist mit gerade einmal 68g ein wahres Leichtgewicht. Die SD Karte wird übrigens auf der Unterseite in die Kamera reingesteckt, dort befindet sich auch der USB Anschluss über welchen die Kamera aufgeladen wird. Der Akku ist fest in der Kamera verbaut, dies hat aber auch den Nachteil, dass man die Kamera nur eine sehr begrenzte Zeit benutzen kann. Hinzu kommt, dass die Kamera nicht ausgeschaltet werden kann und sich permanent im Standby Modus befindet.

Greift man nach der Kamera, erkennt diese, die Bewegung und “wacht auf”. Wirklich gut gefiel mir diese Funktion ehrlich gesagt nicht. Denn jedes mal wenn ich die Kamera angefasst habe, blinkte oder piepste diese und ich überlegte im ersten Moment, wie ich das Teil denn nun wieder ausschalten könnte? Gut, irgendwann hatte ich mich daran gewöhnt. Trotzdem eine komische Funktion.

Meine Tests mit dem HTC RE

Angefangen habe ich Abends mit einigen Aufnahmen in der Dunkelheit. Die Ergebnisse sind im Testvideo zu sehen, wirklich hervorragend fand ich die Ergebnisse nicht. Dann wiederum kostet die RE auch nur 150 Euro und welche günstige Kamera macht schon überragende Aufnahmen in der Dunkelheit? Danach ging es an den Strand, dort habe ich die RE auf ein Stativ gesetzt und bin mit diesem herumgelaufen. Unter anderem ging es auch mal unterwasser und danach zurück über den Strand.

Was mir aufgefallen ist: die Windgeräusche führten zu einer ziemlichen Geräuschkulisse und auch sonst war es ziemlich wackelig. Obwohl ich mir große Mühe gegeben habe, dass Handstativ ruhig zu halten, sind die Aufnahmen doch recht unruhig geworden. Anschließend nahm ich die RE und drehte eine Runde mit dem Longboard. Auch hier kamen wieder die Windgeräusche ins Spiel. Der Vorteil beim skaten war jedoch ganz klar, dass die RE wirklich gut in der Hand lag.

Obwohl die Oberfläche der Kamera recht rutschig ist, hatte ich in diesem Fall keinerlei Probleme und die Kamera verrutschte nicht. Was mir dann noch aufgefallen ist, sind die Farben. Irgendwie wirkt das Video doch recht gräulich und das obwohl es sonnig und voller verschiedener Farben war. Über die Akkulaufzeit kann ich leider nichts genaues sagen. Ich hatte allerdings schon das Gefühl, dass ich die Kamera ständig aufladen musste. Hierzu gilt aber auch dazu zu sagen, dass ich die Kamera teilweise einige Tage nicht benutzte. Wenn ich die Kamera dann benutzen wollte, schien der Akku schon weiter runtergegangen zu sein, weshalb ich die Kamera dann vorsichtshalber erneut an den Strom gehängt habe.

Zubehör, was gibt es?
Tja, kommen wir zum Thema Zubehör und Halterungen. Kein gutes Thema im Falle der RE, denn viel Zubehör gibt es nicht. Da gibt es eine Ladestation für 29,95 Euro, eine Clip-Halterung für ebenfalls 29,95 Euro. Darüber hinaus gibt es dann noch eine Fahrrad-, Helm- und Saugnapfhalterung. Ich finde die Preise von Teils 30 Euro zu teuer für diese doch recht einfach gehaltenen Halterungen. Interessant hätte ich darüber hinaus vor allem ein Akku-Backpack gefunden. Hierzu konnte ich aber bisher noch nichts finden.

Fazit: lohnt sich die HTC RE?

Alles in allem finde ich persönlich, dass die HTC RE einfach zu teuer ist. Inzwischen gibt es das Gerät neu zwar für 150 Euro, trotzdem würde ich für meinen Teil die Grenze bei 100 Euro ziehen. Ähnlich wie die Polaroid Cube, handelt es sich bei der HTC RE um eine Lifestyle und keine Action Cam. Schwachstellen hat die Kamera einige, so zum Beispiel den fehlenden Ausschalter und die recht rutschige Oberfläche. Hinzu kommt, dass das Zubehör vergleichsweise teuer ist und das es keine größere Auswahl gibt. Auch die Videoqualität finde ich nicht gerade berauschend.

Ich für meinen Teil wüsste nicht, wie ich die Kamera im Alltag tatsächlich verwenden oder einsetzen würde. Wer jedoch keine Action Cam sucht und eine Kamera schätzt, die klein und leicht ist, für den könnte die HTC RE etwas sein. Die Bedienung ist darüber hinaus natürlich auch sehr einfach.

Was HTC bei der RE noch verbessern könnte, wäre meiner Meinung nach eine Schutzmöglichkeit für die Linse der Kamera, denn diese ist bisher komplett ungeschützt. Es gibt also noch einiges an Verbesserungspotenzial. Trotzdem ist es HTC mit der RE gelungen eine komplett andere Kamera auf den Markt zu bringen. Ob die Kamera die breite Masse ansprechen wird, wage ich jedoch zu bezweifeln.

Weitere Reviews & Tests zur HTC RE

Comments 2

  1. Ich konnte sie auch schon testen, ist meiner Meinung nach eher gut gemeint als gut gemacht.

    Einzig, dass sie gut in der Hand liegt kann man ihr zugute heißen.

    Alles andere machen billige China-Cams besser.

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