Herbstcamping – 7 Tipps


Eine Herbstcamping-Tour stellt den Campenden vor Herausforderungen die sich am besten meistern lassen wenn sie im Vorfeld bedacht sind.
Eine Herbstcamping-Tour stellt den Campenden vor Herausforderungen die sich am besten meistern lassen wenn sie im Vorfeld bedacht sind.

Der Sommer ist in diesem Jahr sehr sparsam ausgefallen. Eigentlich also keine große Sache dass nun der Herbst beginnt. Für viele ist die Urlaubssaison auch nicht automatisch mit dem Sommer beendet. Ich zum Beispiel schätze es sehr, meinen Urlaub dann anzutreten wenn die Massen aus Ferienhaus und Campingplatz abgezogen sind. Auch lässt sich Herbstcamping nun einmal besonders im Herbst gut veranstalten.

Tendenziell ist der Sommer natürlich durch einigermaßen stabiles Wetter prädestiniert für Campingtouren. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass Camping im Sommer immer auch ein wenig kräftezehrender ist als ein ordentliches Herbstcamping. Während im Sommer allmählich das Grün von der Sonne verbrannt wird und Tagestouren mit Sonnenbrand und Mücken in einem überhitzten Zelt enden, bietet der Herbst nach meiner Ansicht viel mehr:

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Aufgrund der geringeren Tempertauren schafft man Tagestouren zu Fuß oder mit dem Rad, ohne an sein körperliches Limit zu stoßen. Die Blätter der Bäume färben sich langsam in warme Töne. Die Sonne hat am Tag noch genügend Kraft ohne dass sie einen unbarmherzig verbrennt. Und der Geruch…. Die Natur im Herbst ist allein durch die Gerüche etwas ganz besonderes.

Herbstcamping – Vorbereitung ist alles

Na klar. Im Sommer reichen für gewöhnlich ein Zelt, ein paar Shirts, eine Badehose, eine Jacke und evtl. eine lange Hose für kühlere Adende und der Rest gibt sich schon irgendwie. Eine Herbstcamping-Tour hingegen stellt den Campenden vor Herausforderungen die sich am besten meistern lassen wenn sie im Vorfeld bedacht sind.

1. Regenschutz für den Rucksack

Beim Camping im Herbst passiert es unweigerlich, dass man beim Wandern oder bei einer hübschen Radtour von einem Regenschauer erwischt wird. Da es tagsüber meist noch angenehme Temperaturen hat ist das meist kein Beinbruch. Übel wird es allerdings wenn man sein Lager aufschlägt und meim Griff in den Rucksack feststellt, dass alles nass ist. Vom Zelt über die trockene Wechselkleidung bis hin zum Handtuch mit dem man sich so gern wenigstens die Haare trockenrubbeln möchte – alles nass. Schöner Mist!

Die meisten Anbieter von Campingrucksäcken bieten auch passende Überzüge an. Meistens sind die nicht allzu teuer. Wer jedoch sparen muss, sollte wenigstens eine große Mülltüte o.ä. einpacken und ist ebenso (wenn auch weniger stylisch) auf der trockenen Seite.

2. Zunder und Feuerkit

Nicht jeder bevorzugt zum Camping einen Platz mit Feuerstelle inklusive. Jeder der also schon einmal versucht hat auf dem herbstlich feuchten Boden mitten in der Natur ein Feuer zu entfachen weiß, dass es ein schwieriges Untefangen werden kann. Allzu schnell wünscht man sich ein Ferienhaus mit warmer Heizung oder doch wenigstens in einen Wohnwagen. Besonders unangenehm wird die Sache wenn man nichts Trockenes hat um das Feuer in Gang zu bringen, weil die Zeitung, die zu diesem Zweck im Rucksack war, ausgerechnet beim letzten Regenguss nass geworden ist.

Im Campingzubehörladen findet sich für unerschrockene Herbstcamper auch hier eine Lösung. Im wasserfesten Beutel vorgefertigter (getränkter) Zunder. Ein Holzgranulat, dass sich auch auf feuchtem Untergrund gut anbrennen lässt. Keine Angst es ist nicht selbstenflammbar – falls die Sonne auf den Rucksack scheint. Passend dazu gibt es auch ein Feuerkit (auch wasserfest verpackt) mit dem sich ein gutes Startfeuer hinbekommen lässt um auch leicht feuchtes Feuerholz in ein anständiges Lagerfeuer zu verwandeln.

3. Baumwoll-Shirts

Warum Baumwolle? Ganz einfach: Baumwolle wärmt auch wenn sie feucht geworden ist – sei es durch Schweiß oder Regen der durch die Funktionskleidung gedrungen ist. Nächte im Zelt sind klamm, in einem Baumwollshirt ist man dennoch gut isoliert.

4. Synthetische Unterwäsche

Erst Baumwolle und nun doch Synthetik? Ganz einfach! Synthetische Unterwäsche scheuert nach meiner Erfahrung weniger als es Unterwäsche aus Baumwolle tut. Bonus: Synthetik lässt sich gut per Hand waschen und trocknet schnell.

5. Regenjacke

Keine große Überraschung dass eine Regenjacke auf meiner Liste steht. Wer den Herbst im Freien verbringt packt diese meist ein, ohne vorher Fachliteratur zum Thema Camping studiert zu haben. Allerdings: In unseren Breitengraden braucht kein Mensch eine 600 EUR Regenjacke die 10 Bar Wasserdruck usw. aushält. Es gibt tonnenweise erschwingliche Optionen. Wichtig ist, dass die Reißverschlüsse entweder versiegelt oder mit einer Lasche verdeckt sind, das gleiche gilt für Taschen die die Jacke hat, dass eine anständige Kapuze dran ist und dass sie nicht schwer ist. Die Regenjacke sollte nur die äußere Hülle sein. Alle Isolierung und aller Komfort sollte durch die Kleidung darunter sichergestellt sein.

6. Ziploc – Beutel

Vergesst teure Outdoor Handyhüllen! Alles was Ihr braucht sind Ziploc-Gebfrierbeutel um jedes Gepäckstück vor Wasser zu schützen. Wichtiger Nebeneffekt: Alles ist strukturiert im Rucksack, Powerbank und sonstiges E-Gerät in einer Tüte, Portemonaie, Dokumente in einer anderen, Unterwäsche wiederum in einem Beutel, und und und.

7. Selbstwärmende Mahlzeiten

Ich hatte einmal eine Art Notzelt ohne Vordach oder sonstigen Vorbau. Im Regen schnell aufgebaut und mich notdürftig darin trocken gelegt kam nun doch der Hunger. Nagut ich war vorbereitet – Ziploc Beuteln voll mit Käse, Salami, usw. Jedoch jetzt etwas Warmes im Bauch wär schon fein. Aber ohne Vorzelt im Regen ein Feuer machen war auch nicht eben Plan A. Was hilfts, also bleibt die Küche kalt.

Ich habe dieses Luxusproblem im Kreise anderer Camper angesprochen und erfahren, dass es tatsächlich selbstwärmende Mahlzeiten gibt. Diese bestehen aus einem äußeren und einem inneren Beutel. In den äußeren Beutel gibt man Wasser und das darin befindliche Granulat erhitzt das Essen im Innenbeutel auf bis zu 70 Grad Celsius. Nicht übel!

Trek’n Eat ist einer der Hersteller. Findet sich hauptsächlich im Online-Outdoorhandel. Kostet viel – ist daher nichts für die tägliche Verpflegung, aber schmeckt gut, wird angenehm warm und hätte mir den Abend im Notzelt sehr angenehm gestaltet.

Bonustipp!

Imprägnieren was zu imprägnieren geht! Schuhe, Zelt, Jacke, usw…

Achtung

Es ist in Deutschland nicht überall erlaubt in Wald und Wiese sein Zelt aufzuschlagen und erst recht ein Lagerfeuer zu entzünden. Sucht daher im Vorfeld den Kontakt zu entsprechenden Auskunftstellen. Vielerorts sind auch extra ausgewiesene Campingstellen buchbar die noch halbwegs naturnahes Camping erlauben.

 

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