Funsport und Knieprobleme


Kniegelenke

Ich weiß nicht ob es das Alter ist oder vielleicht die Sportarten, die ich ausübe. Aber es gibt immer mal wieder Situationen in denen mir meine Kniegelenke richtig weh tun. Als ich dann neulich eine Pressemitteilung las, in welcher es um künstliche Kniegelenke ging, war mein Interesse sofort geweckt. Nicht das ich mich mit einem oder mehreren, künstlichen Kniegelenken befassen würde, so schlimm ist es dann noch nicht. Aber das Thema Knie und Kniegelenke ist halt eine ernste Sache, wenn man erst ernsthafte Probleme mit dem Knie hat, dann ist man schnell sehr eingeschränkt.

In der Pressemitteilung geht es um einen Kanufahrer, der ein Knieimplantat aus den USA erhielt und danach weiterhin sportlich aktiv blieb. In einer einstündigen Operation bekam er ein Implantat eingesetzt. Nach wenigen Stunden konnte der Patient das Knie bereits wieder bewegen und nach einer kurzen Reha ging der gute Mann sogar wieder 3x pro Woche mit dem Kanu auf’s Wasser. Der Patient bekam sein Knieimplantat übrigens mit einem 3D Drucker ausgedruckt.

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Aus der Pressemitteilung:

Fast zwei Jahre suchte Jürgen Wittek trotz starker Schmerzen nach der für ihn richtigen Behandlungsmethode und traf schließlich auf den Kniespezialisten PD DR. Johannes Beckmann der Sportklinik Stuttgart, bei dem er auf Anhieb ein gutes Gefühl hatte. Dr. Beckmann empfahl ihm ein in Deutschland noch relativ neues Knieimplantat. Denn: Wie gut ein Knie nach der operativen Behandlung funktioniert, hängt nicht nur von der Erfahrung des Chirurgen, sondern auch vom verwendeten Knieimplantat ab.

„Bislang gab es eine Standardprothese in sechs verschiedenen Größen“, erklärte der erfahrene Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie seinem Patienten. „Damit die Prothese zwischen Schienbeinkopf und Oberschenkel richtig sitzt, muss der Knochen während der Operation angepasst werden – manchmal mit erheblichem Verlust an Knochenmasse.“ Bei der neuen Maßprothese läuft es genau umgekehrt.

„Mit einem individuell angepassten und für den Patienten maßgeschneiderten Knieimplantat kann Knochen erhalten werden und die ursprüngliche Situation besser rekonstruiert werden als mit standardisierten Prothesen“, so Dr. Beckmann. Im Vergleich zu Prothesen von der Stange punkten die individuellen Knieimplantate mit sehr guter Passform, Knochenerhalt und „Zwischengrößen“ zwischen den herkömmlichen Standardprothesen. Einzig die Haltbarkeit sei laut Dr. Beckmann bis dato nur schätzen, denn die Produkte sind erst seit einigen Jahren auf dem Markt.

Abgefahren oder? Jetzt werden schon Körperteile ausgedruckt und ersetzt! Trotzdem sollte man sich natürlich nicht darauf ausruhen und sich dennoch Gedanken über seine Gesundheit machen.

Sport & Fitness: Knieprobleme vermeiden

Der eine Punkte führte mich zum anderen. Was kann man tun um Knieprobleme zu vermeiden bzw. um es nicht schlimmer werden zu lassen? Die Möglichkeiten sind, wenn man so darüber nachdenkt eigentlich ziemlich offensichtlich und naheliegend. Wenn man unter Übergewicht leidet, dann könnte man zunächst einmal das Gewicht reduzieren und seine Kniegelenke auf diese Weise entlasten. Weitere recht naheliegende Punkte, die aber trotzdem oft ignoriert werden (geht mir leider auch so) wären: vor dem Sport aufwärmen und nach dem Sport Dehnübungen machen. Darüber hinaus kann man die Beinmuskeln noch tranieren und die Kniegelenke auf diese Weise schützen und entlasten.

Soweit so gut, ich denke wir alle kennen die Punkte schon. Es geht halt unterm Strich eigentlich nur darum, diese Punkte auch im Alltag zu berücksichtigen. Ich für meinen Teil habe mir für dieses Jahr vorgenommen mich vorm kiten aufzuwärmen und mich nach dem Sport regelmäßig zu dehnen. Bei unserem Surfkurs Test auf Fuerteventura war es übrigens ein fester Bestandteil und da gab es auch keinerlei Diskussionen. Vor dem surfen haben wir uns alle aufgewärmt und nach dem surfen haben sich alle gedehnt.

Selbsttest: Läuft Dein Knie wie geschmiert?

Die Person, die mich auf die oben erwähnte Pressemitteilung hingewiesen hat, wies mich auch auf diesen kleinen Selbsttest hin. Eigentlich bin ich kein Freund von solchen Dingen, die ich mit irgendwelchen Magazinen verbinde (“Der wie hip bist Du Test” oder “Der bist Du ein Sportjunkie Test”). In diesem Fall mache ich allerdings mal eine Ausnahme, der Test passt ganz gut zum Thema “Knie & Kniegelenk”.

Anhand von 10 Fragen kann man sein Arthrose-Risiko testen. Kniearthrose ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen in Deutschland. Wichtig: dieser Selbsttest erspart Dir keinen Arztbesuch. Wenn Du glaubst, dass mit Deinem Knie oder den Knieglenken etwas nicht stimmt, geh’ bitte zu einem guten Arzt und lass’ Dich von Ihm oder Ihr durchchecken ;-).

Wie alt bist Du?

  • Jünger als 35 (0 Punkte)
  • Zwischen 35 und 50 Jahre (1 Punkt)
  • älter als 50 Jahre (2 Punkte)

Musst Du in Beruf oder Freizeit schwer heben oder tragen?

  • Ja (2 Punkte)
  • Manchmal (1 Punkt)
  • Nein (0 Punkte)

Hast Du Übergewicht?

  • Ja (2 Punkte)
  • Nein (0 Punkte)

Welche Sportart treibst Du regelmäßig?

  • Keine (0 Punkte)
  • Fuß- oder Handball (1 Punkt)
  • Sportarten mit abrupten Stoppbewegungen wie Tennis, Squash (2 Punkte)

Leidest Du an Gelenkschmerzen?

  • Ja, bei Belastungen. (1 Punkt)
  • Ja, auch in Ruhepausen. (2 Punkte)
  • Nein (0 Punkte)

Knacken und knirschen Deine Knie, wenn Du in die Hocke gehst?

  • Sehr oft (2 Punkte)
  • Manchmal (1 Punkte)
  • Nie (0 Punkte)

Tut es weh, wenn Du eine Treppe abwärtsgehst?

  • Sehr oft (2 Punkte)
  • Manchmal (1 Punkt)
  • Nie (0 Punkte)

Hast Du X- oder O-Beine?

  • Ja (1 Punkt)
  • Nein (0 Punkte)

Bist Du schon einmal am Gelenk operiert worden (Meniskus, Bänder, Knorpel)?

  • Ja (1 Punkt)
  • Nein (0 Punkte)

Leiden Familienmitglieder an Gelenkerkrankungen oder Fehlhaltungen?

  • Ja (2 Punkte)
  • Nein (0 Punkte)

Die Auswertung

1 bis 4 Punkte
Dein Arthrose-Risiko ist gering. Deine Kniegelenke werden nicht überlastet, denn Du treibst moderat Sport. Das beugt effektiv dem Gelenkverschleiß vor. Solltest Du dennoch unter Schmerzen im Kniegelenk leiden, solltest Du unbedingt ein gespräch mit einem Orthopäden.

5 bis 10 Punkte
Dein Arthrose-Risiko ist etwas erhöht. Indem Du Dich jedoch regelmäßig und moderat bewegst und Dein Gewicht reduzierst, kannst Du schon jetzt dem Gelenkverschleiß vorbeugen. Bitte versuche, Dein Kniegelenk nicht zu überlasten und reduzier Aktivitäten, die Dir Schmerzen bereiten. Solltest Du dennoch unter Schmerzen im Kniegelenk leiden, solltest Du unbedingt ein gespräch mit einem Orthopäden.

11 bis 18 Punkte
Vorsicht! Dein Arthrose-Risiko ist hoch. Vor allem wenn Du bereits an gelegentlichen Gelenkschmerzen leidest, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Achte darauf, dass Du Deine Gelenke nicht mehr übermäßig belastest.

Einen weiteren Selbsttest gibt es in der guten, alten Apotheken Umschau. Die Apotheken Umschau gibt es auch im WWW und dort habe ich einen Artikel zum Thema gefunden. Unter dem Titel “Kleiner Symptome-Check, Wo was am Knie wehtun kann: ein kurzer Rundgang” ist dort ein Artikel veröffentlicht worden, der dabei hilft herauszufinden was ggf. mit dem Knie nicht stimmen könnte. Auch hier gilt natürlich: der Artikel ersetzt keinen Arztbesuch, von daher könnte man eigentlich auch gleich zum Arzt gehen.

Bildquellen

Comments 4

  1. WHAT – das hab ich in meinem ganzen Medizinstudium ja noch nicht gehört 😀

    Hast du das ganze schonmal mit nem Orthopäden besprochen ;)?

    Hättest du das im Zusammenhang mit Bluthochdruck erwähnt – okay – wobei das mittlerweile auch schon als Prophylaxe umstritten ist …

    Wems hilft ….

  2. Ersetze beim Essen Kochsalz durch Kaiser Natron. Entsalze dein Leben! Du wirst zwar dadurch ein bissel zum Außenseiter, aber deine Gelenke bleiben intakt bis ins hohe Alter.

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