Fingerboarding – Test


Mini-Skateboard für die Finger

Wer einmal vom Skatevirus infiziert wurde, kommt nicht mehr davon los. Dabei ist das Herumhüpfen auf den rollenden Holzbrettern bei weitem nicht das einzige, was sich im Skatekosmos so tummelt.

Neben den klassischen Longboards gibt es natürlich noch die Shortboardszene, sowie Handboards und Fingerboards. Moment Mal. Handboards und Fingerboards? Ja, tatsächlich. Miniaturausgaben von normalen Skateboards und Fingerboarding wollen wir euch heute in einem Test zeigen.

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Kommt mit und erlebt, wie sich das Skateboard für die Hosentasche so im Praxistest schlägt.

Wie sieht so ein Fingerboard aus?

Fingerboards gibt es in nahezu allen erdenklichen Farbgebungen von unzähligen Firmen. Besonders ein Hersteller sticht dabei heraus, denn dieser produziert Boards, die dem Original grafiktechnisch in nichts nachstehen.

Patrick von Premium Longboards aus Berlin hat uns so ein Deck zukommen lassen und wir durften nach einem kurzen Versandweg das Trap Fingerboard von Sticky Fingers in den Händen halten.

Was haben wir mit dem Fingerboard getestet
Nach dem Auspacken habe ich mich auch sofort daran gemacht, die Wheels zu tauschen und ein paar Shockpads einzubauen. Wozu diese mitgeliefert waren erschließt sich mir zwar nicht ganz, war jedoch ein nettes Gimmick.

Gut, also erst einmal üben. Die ersten Schritte mit einem Fingerskateboard sind gar nicht so leicht. Besinnt man sich an die Anfänge mit einem richtigen Skateboard, kommt man dem richtigen Weg aber recht schnell auf die Spur. Zuerst ein paar Shove-Its und Pop-ShoveIts. Das war noch vergleisweise leicht zu bewerkstelligen.

Schwieriger wurde es mit dem Ollie. Wie beim richtigen Skateboarding auch stellt er die Basis für viele andere Tricks dar. Nach einer Weile hat es dann aber doch geklappt und mit ein wenig herum experimentieren, waren dann auch Flip Tricks drin. Leider fehlte uns zum Rampenfahren das nötige Equipment.

Ich habe auf die schnelle nichts gefunden was stabil und stylish genug für eine Rampensession gewesen wäre. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass es sogar Hersteller für Fingerboard-Rampen gibt. Blackriver Ramps zählt dabei zu den bekanntesten.

Was darf ein Fingerboard kosten?
Diese Frage ist eigentlich nur sehr subjektiv zu beantworten, denn jeder hat eine andere Hemmschwelle Geld für gewisse Dinge auszugeben. Ein Hardcoreskater wird sicher mehr für Fingerboarding ausgeben, als ein Elternteil, welches ihrem Sprößling den Einstieg in die Mini-Skatewelt ermöglichen möchte.

Ein preiswertes Fingerboard bekommt ihr ab etwa 3 Euro. Profi Modelle mit sehr hochwertigen Anbeuteilen können aber bis zu 100 Euro verschlingen. Ihr fragt euch wahrscheinlich wie zum Teufel ein Fingerboard soviel kosten kann. Mit einem Markendeck aus Holz, Präzisionsachsen und kugelgelagerten Wheels kommt ihr sehr schnell auf diese Preise.

Preis/Leistung
Wer nichts falsch machen will greift zunächst zur Plastikvariante und übt damit. Die Decks sind robust und bringen ein gutes Flipverhalten mit. Wenn ihr Bock auf neue Designs habt, lassen sich unter den Tausenden sehr viele andere ansprechende Exemplare finden und mittlerweile gibt es auch von TechDeck Fingerboards mit HolzDeck.

Ein Blick lohnt in jedem Fall. Die Plastikdecks hingegen sind ihre 3 Euro allemal wert.

Fazit zum Fingerboarding

Wer einen preiswerten Zeitvertreib für die kalten und nassen Tage sucht an denen er nicht skaten kann, wird mit dem Fingerboard sehr gut bedient. Das Erlernen fällt nicht schwer und ihr könnt jederzeit und überall skaten. Aus persönlicher Erfahrung rate ich euch allerdings davon ab, eure Fingerboards mit in die Schule zu nehmen. Viele Pauker verstehen keinen Spaß, wenn es um lautes geklapper aus den hinteren Reihen geht.

Mich hat das in meiner Schulzeit jedenfalls so manches gutes Deck gekostet, da meine Lehrer die Dinger ständig einkassiert haben. Übt einfach da, wo es niemanden stört und ihr genug Platz für eure Tricks habt. Wusstet ihr eigentlich, dass viele Skatehallen mittlerweile eine kleine Fingerboardarea haben? Schaut doch einfach mal wieder in eurer Halle oder eurem Skatepark vorbei.

Ich möchte eure Meinung zum Thema Fingerboard hören. Geht euch das laute Geklapper auch auf den Zeiger oder liebt ihr es eure Tricks überall üben zu können, um sie später auf eurem richtigen Skateboard zu performen? Eure Meinung in die Comments! Ich freu mich darauf. Und wie immer ist eure Mühe nicht umsonst, denn wir lassen 4 Strongg-Punkte für jeden Kommentar springen.

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