E Scooter Trend in Deutschland


E Scooter Trend

Unbezahlte Werbung: das nächste große Ding werden wohl E Scooter. Damit sind Elektroroller gemeint. Diese werden einem Elektromotor samt Akku angetrieben. Auch in Deutschland soll es bereits dieses Jahr möglich sein, sich im öffentlichen Bereich mit Elektroroller und co. fortzubewegen. Bislang ist allerdings noch nicht abschließend geklärt worden, welche Voraussetzungen zu erfüllen sind. In diesem Artikel möchte ich euch darüber informieren, worauf man bei der Anschaffung eines eScooters bzw. einem Elektroroller achten sollte.

eScooter, Elektroroller, E-Scooter – viele Namen

E-Scooter

Der Name eScooter ist lediglich ein Oberbegriff, der eine ganze Reihe von Elektro Fahrzeugen beschreibt. Denn es gibt einerseits recht kompakte Elektro Scooter, die sehr an die bekannten Stunt Scooter erinnern. Dann gibt es richtige Elektroroller, diese verfügen oft über größere, breitere Reifen und meist über einen Sitz oder Sattel. Obwohl sich die Bezeichnung der Roller oft sehr ähnlich sind, unterscheiden sich die verschiedenen Roller Modelle oft erheblich voneinander.

Werbung
Mit ESTUGO ist der eigene Onlineshop nur einen Klick entfernt! Mit unseren kurzen Vertragslaufzeiten von 4 Wochen bleibt man stets flexibel. Jetzt unverbindlich ausprobieren und selbst überzeugen www.estugo.de.

Wer ernsthaft über die Anschaffung eines Akku betriebenen Scooters nachdenkt, der sollte die folgenden Faktoren im Auge behalten und die Modelle entsprechend vergleichen.

  • Akku Art (Hersteller, Typ z.B. Lithium)
  • Watt (Leistung)
  • Reichweite
  • Höchstgeschwindigkeit
  • Ladedauer vom Akku
  • Reifen (Vollgummi vs. Luftbereifung)

Darüber hinaus ist natürlich auch wichtig, in wie weit der jeweilige eScooter überhaupt legal in Deutschland genutzt werden kann. Die Rede ist hier von der Nutzung im öffentlichen Raum. Damit dies künftig möglich sein wird, sollte der Roller nach Möglichkeit über eine Beleuchtung und Bremsen. Ich persönlich würde darauf achten, dass man später auch ein Kennzeichen anbringen kann. Nachdem ich einen ersten eScooter angeschafft habe, viel mir übrigens noch etwas anderes auf: je nach Hersteller und Modell, gibt es längst eScooter, die über ein Display verfügen, auf welchem die Geschwindigkeit angezeigt wird. Das ist zum Beispiel etwas, dass mir aktuell wirklich fehlt.

E Scooter: was muss man ausgeben & was kann man erwarten?
Je nach Hersteller und Modell variieren die Preise für Elektroroller erheblich. In den letzten Wochen habe ich immer öfter Angebote für rund 200 Euro gesehen. Meist entscheiden Faktoren wie Reichweite, Höchstgeschwindigkeit und Ausstattung (Display, Beleuchtung, Akku) über den Preis. Wer sparen möchte, der wird mit einer geringeren Reichweite und einer niedrigeren Höchstgeschwindigkeit leben müssen.

Gerade beim Thema Akku wäre ich persönlich sehr, sehr vorsichtig. Der Grund hierfür ist wirklich einfach: einige von euch erinnern sich mit Sicherheit noch an den riesigen Trend rund um die Hoverboards. Damals brannten aufgrund minderwertiger Akkus einige der Boards ab. Teilweise war sogar von ausgebrannten Wohnungen oder Häusern zu hören. Da die Akkus der Elektroroller meist auch 4, 5 oder 6 Stunden lang aufgeladen werden müssen, würde ich unbedingt darauf achten, dass ein hochwertiger Akku verbaut wurde (z.B. Samsung).

Grundsätzlich kann man sagen, dass man ab 200 Euro brauchbare eScooter bekommen kann. Wirklich interessant wird es jedoch erst ab 400 Euro. Die Roller in dieser Preisklasse verfügen meist schon über eine Scheibenbremse und Beleuchtung. Nach oben gibt es keine Grenze, für einen Elektroroller kann man schnell 600 – 1.000 Euro ausgeben.

E Scooter Vergleichen

Mit dem nahenden Trend rund um die Elektro Roller sprießen auch Vergleichsseiten wie Pilze aus dem Boden. Die besten Seiten rund um das Thema Scooter Vergleich habe ich euch hier mal aufgeführt.

Am Ende ist es eine Frage der Anforderungen. Wie schnell muss der Scooter sein, welche Reichweite muss er abdecken können und zu guter Letzt werden die Gesetze ihren Teil dazu beitragen, die Anforderungen genauer zu definieren. Über eine Bremse und Beleuchtung verfügen bereits viele der Modelle. Doch wie es mit der Anbringung eines Kennzeichens aussieht ist derzeit noch nicht geklärt. Auch unklar: müssen eScooter über einen Tacho oder ein Display mit Geschwindigkeitsanzeige verfügen? Wer aktuell einen eScooter kauft wird sich wohl oder übel auf weitere Kosten einstellen müssen.

Rechtliches: Helmpflicht, Versicherung und Kennzeichen

E-Scooter

Das Thema eScooter und Elektroroller geht ja bereits seit Monaten durch die Presse. So richtig klar ist aber bislang immer noch nicht, welche Voraussetzungen am Ende nun zu erfüllen sind.

Ein konkreter Entwurf liegt zwar vor, allerdings ist dieser umstritten und muss noch von der europäischen Kommission genehmigt werden. Danach muss auch noch der Bundesrat seine Zustimmung geben. Aktuell wird damit gerechnet, dass spätestens im Juni damit begonnen werden kann, eScooter in Deutschland zuzulassen.

Der E-Scooter Entwurf
Schaut man sich den aktuellen Entwurf an stellt man fest, das es ein Mindestalter geben wird. Aber nicht nur das, auch die maximale Geschwindigkeit wird vom Alter abhängig sein. In der Praxis bedeutet dies, dass E-Scooter nur von Personen gefahren werden dürfen, die mindestens 12 Jahre alt sind. Wer jedoch jünger als 14 Jahre ist, der darf nur Scooter fahren, die maximal 12 km/h fahren. Erst ab 14 Jahren wird es gestattet sein, E-Scooter zu fahren, die bis zu 20 km/h schnell fahren können.

Wer sich mit einem E-Scooter im Straßenverkehr fortbewegen will, der darf nur Scooter benutzen, deren Motoren nicht mehr als 500 Watt Leistung haben. Weitere Kriterien für eine Zulassung (in Deutschland) sind zwei unabhängige Bremsen. Eine Helmpflicht soll es nach derzeitigem Stand nicht geben.

Das war übrigens noch nicht alles, denn ohne eine entsprechende Versicherung (bzw. Versicherungsplakette) darf man mit dem Scooter nicht am Verkehr teilnehmen. Die Plakette wird voraussichtlich mit denen von Rollern oder Mofas vergleichbar sein. Die Kosten für eine Versicherung sollen laut einer Anfrage des Magazins “Chip” bei rund 40 Euro pro Jahr liegen.

Noch mehr Regeln rund um die Elektro Scooter
Alle die sich mit weniger als 12 km/h fortbewegen müssen dies auf dem Gehweg tun. Wer eine Mindestgeschwindigkeit von 12 km/h und mehr erreicht, der soll den Radweg nutzen. Nur wenn weder Radweg, noch entsprechend markierte Routen verfügbar sind, darf innerorts auf die Straße ausgewichen werden. Es gibt allerdings auch hier Ausnahmen, denn Schnellstraßen sind davon ausgenommen.

Außerhalb geschlossener Ortschaften sieht es ähnlich aus. Sind Radwege oder ausgewiesene Routen verfügbar, so sind diese zu nutzen. Sind keine entsprechenden Wege vorhanden, darf auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Der Entwurf lässt aber auch einiges offen. Am Ende können Städte und Gemeinden entscheiden, wo es z.B. E-Scooter-Verbote geben wird (z.B. in Fußgängerzonen).

Hurra die E-Scooter Bußgelder sind da
Naja, fast. So richtig “da” sind sie natürlich noch nicht. Trotzdem ist eines sicher, die E-Scooter Bußgelder werden kommen. Wer beispielsweise zu schnell auf dem Gehweg unterwegs ist, riskiert eine Strafe. Die Strafen werden sich voraussichtlich zwischen 20 und 75 Euro bewegen. Natürlich sind auch bereits entsprechende Beschilderungen geplant z.B. ein Schild mit Roller und Stromkabel. Solche Schilder sollen dann mit dem Zusatz “frei”, auf spezielle Zonen hinweisen. Es bleibt ohne Frage spannend – da kommt sicherlich noch so einiges mehr auf uns zu.

Unabhängig vom aktuellen Entwurf und den geplanten Bußgeldern gibt es da noch die Sache mit dem Licht. E-Scooter unterliegen nämlich der sogenannten Lichtzeichenregelung. Effektiv bedeutet dies: man hat dafür Sorge zu tragen, dass der E-Scooter mit Licht ausgestattet sein muss. Ich muss wahrscheinlich nicht erklären, dass man natürlich auch eine Strafe riskiert, wenn man ohne Licht erwischt wird. Dies soll mit 20 Euro geahndet werden.

Fazit zu eScooter und Elektroroller

Ich will ganz offen und ehrlich mit euch sein. Anfangs habe ich überhaupt nichts vom eScooter gehalten. Kein Wunder, schließlich konnte ich mit Scootern an sich nie etwas anfangen. Viel habe ich also nicht erwartet. Trotzdem habe ich mir vor einigen Wochen dann zu Testzwecken einen eScooter angeschafft. Mit rund 400 Euro absolut kein Schnäppchen. Nach den ersten Runden auf dem Scooter hatte es mich aber bereits gepackt.

Das Teil beschleunigt so dermaßen schnell auf fast 30 km/h, dass es fast schon in Nervenkitzel ausartet. Gleichzeitig wurde mir aber auch ziemlich klar, was uns dieses Jahr womöglich noch so erwartet. Denn so viel Spaß es auch macht, die Teile sind ziemlich wackelig und haben kleine Rollen. Unebenheiten, rutschiger Untergrund und enge Kurven können ungeübte Fahrer schnell an Ihre Grenzen bringen.

In den USA haben die Krankenhäuser längst entsprechende Statistiken erhoben und die lassen wirklich nichts gutes erahnen. Mein persönliches Fazit lautet daher: E-Scooter kann man nutzen, allerdings sollte man in Erwägung ziehen einen Helm zu tragen.

Quellen: chip.de, aiomag.de, computerbild.de, handelsblatt.com, china-gadgets.de

 

Bildquellen

Comments 1

  1. Elektro-Scooter machen wirklich Spaß. Und im Stau steht man damit auch nicht. Vielleicht ist das ja die Lösung für den kollabierenden Straßenverkehr in den Hauptstädten?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Noch kein Benutzerkonto?
sign up

reset password

Zurück zu
log in

sign up

Zurück zu
log in