Drachenboot fahren – Eine taktvolle Angelegenheit


Drachenboot fahren

Vor einiger Zeit haben wir euch ja bereits einmal über Drachenbootfahren als Trendsport berichtet. Für uns war klar, dass wir diesen Sport unbedingt selbst einmal ausprobieren müssen. Nun bot sich die Gelegenheit bei den Greifendrachen. Das ist ein bei uns in Greifswald ansässiger Drachenbootverein. Wir fackelten nicht lange und sagten sofort zu. Schon der Einstieg in die Drachenbootwelt überraschte uns sehr. Warum, das erfahrt ihr hier in unserem Testbericht.

Aufbau

Es gibt verschieden lange Drachenboote. In unserem Test konnte ich in einem Boot für insgesamt 22 Personen (inklusive Trommler und Steuermann) Platz nehmen. Der Steuermann steht am Ende des Bootes und kontrolliert ob das Boot in der Waage liegt. Das ist besonders für das spätere Paddeln notwendig. Außerdem misst er die Zeiten, kontrolliert die Schlagzahl und feuert das Team an. Der Trommler sitzt ganz vorn auf dem Boot und schlägt normalerweise die Trommel. Diese war jedoch beim Training nicht mit dabei. Stattdessen durfte ich sowohl um Pulk mitpaddeln, als auch vorne Platz nehmen. Warum, sollte ich später noch erfahren. Es sitzen also 20 Athleten paarweise hintereinander und paddeln mit ihren Stechpaddeln nach einer vorgegebenen Schlagzahl.

Der Ablauf
Zuerst haben wir uns alle kurz begrüßt und uns umgezogen. Danach ging es direkt los mit dem aufwärmen und dem zu-Wasser-lassen des Bootes. Nachdem das geschafft war, wurde die Mannschaft sortiert. Zuerst nach links paddelnd und rechts paddelnd. Dann wurde das Team so aufgeteilt, dass die weniger guten (ich) zwischen den Profis sitzen können, um sich Tricks, Tipps und Kniffe abzuschauen. Ich hatte das Glück direkt hinter dem Trainer der Mannschaft zu sitzen. Mathias gab mir wertvolle Tipps und mein Banknachbar zeigte mir, wie ich richtig zu paddeln habe. Bei unserem Test sind wir zweimal 1.000 und einmal 2.000 Meter gepaddelt. Dies sowohl mit Start aus der Bewegung als auch stehend. Als ich nach dem ersten 1.000 Meter und dem 2.000 Meter Lauf vorne auf der Position des Trommlers Platz nehmen durfte, hat es mich beim Start fast vom Boot geworfen. Es ist einfach unvorstellbar wieviel Kraft und Vortrieb 20 Drachenbootsportler erzeugen können. Ich war schwer begeistert.

Kosten
Das Probetraining war für mich kostenlos und beonderes Equipment habe ich auch nicht gebraucht. Paddel sind zur Genüge vorhanden. Wer gerne ein eigenes will, kann sich Paddel auch über bekannte Shops im Netz kaufen. Dabei betragen die Kosten für ein Profipaddel aus Carbon etwa 200 Euro. Für’s erste ist es jedoch nicht notwendig sich ein eigenes zu kaufen. Die Vereinsgebühr beträgt monatlich etwa 10 Euro und wird halbjährlich entrichtet. Dafür wird zweimal in der Woche trainiert. Egal ob Sommer oder Winter.

Handhabung
Das Paddeln zu erlernen ist nicht allzu schwer aber die richtigen Kniffe bekommt man erst durch viel Übung. So ist es mir beispielsweise mehrmals passiert, dass ich aus dem Takt kam und mehr oder minder unfreiwillig Kontakt zu meinem Hintermann aufnahm. Wie sich später herausstellen sollte, habe ich auch völlig falsch gepaddelt. Die Zugbewegung kommt nämlich aus den Schultern und dem Rücken. Bei mir kam sie aus dem Unterarm. Das führte dazu dass ich nach etwa der Hälfte des Trainings das Paddel nicht mehr festhalten konnte (Beim nächsten Mal mache ich es bestimmt besser).

Preis/Leistung
Drachenboot im Team zu fahren ist eine sehr spannende und anstrengende Angelegenheit. Es macht ungemein Spaß mit seinen Teamkollegen das Boot nach vorn zu bringen und dabei durch Trommelschläge und die Zwischenrufe des Steuermanns angefeuert zu werden. Für gerade einmal 10 Euro könnt ihr im Monat bis zu achtmal trainieren und braucht dabei noch nicht einmal eigenes Equipment zu kaufen. Preis/Leistungstechnisch liegt die Sportart sehr gut im Rennen.

Fazit

Drachenbootfahren ist ein echter Teamsportkracher. Für wenig Geld bekommt ihr hier eine Sportart serviert die sich in puncto Kraft, Geschwindigkeit, Taktgefühl, Teamgeist und Koordination kaum mit anderen vergleichen lässt. Ihr bekommt von jedem der genannten Punkte nämlich sehr viel mit. Schon das Boot aus dem Bootsschuppen zu holen ist eine Aufgabe die im Team bewältigt wird und alle packen mit an. Das gemeinsame Paddeln schweißt zusammen und ein so perfekt aufeinander eingspieltes Team sieht man selten. Ich bin noch immer begeistert und trauere keineswegs wegen dem Muskelkater im Arm. Ich kann jedem der sich für Wassersport interessiert empfehlen doch mal einen Drachenbootverein aufzusuchen und ein Probetraining mitzumachen.

Wenn ihr euch einen noch besseren Eindruck von Drachenbooten machen wollt, schaut in unsere Videos.

Videos

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