DIY – Steady Cam


Steady Cams sind seit Devin Supertramp aus keinem Kamerakoffer mehr wegzudenken. Warum ist klar. Sie sorgen schon bei der Aufnahme dafür, dass eure Videos mit wenig Verwacklungen auf der Speicherkarte gebannt werden.

Das erleichtert nicht nur den Videoschnitt, sondern wirkt sich auch positiv auf die Zuschauer bei der Präsentation aus. Verwackelte Aufnahmen sind einfach nicht schön. Leider sind professionelle Steady Cams oft sehr teuer. Aber es gibt auch Möglichkeiten sich einen Kamerastabilisierer im DIY-Verfahren herzustellen. Wie das funktioniert, erfahrt ihr hier.

Was brauche ich für meine DIY Steady Cam?

DIY Steady Cam Zunächst benötigst du ein Aluminiumprofil. Etwa 65 Zentimeter Lang und 4 Zentimeter breit. Dann solltest du dir einige Gewichte besorgen. Das können entweder richtige Kameragegengewichte sein oder auch Unterlegscheiben aus dem Baumarkt.

Diese werden später am Profil befestigt um als Gegengewicht zur Kamera zu fungieren. Denke bitte auch an entsprechend lange Schrauben und Muttern. Außerdem benötigst du noch eine Fotostativschraube, einen GoPro-Tripod und ein Gelenk mit kurzen Armen.

Dann brauchst du 2 kleine Kugellager (beispielsweise von Skateboards), einen Spacer (ebenfalls von einem Skateboard), ein Wellengelenk aus dem Modellbaubereich und entsprechende Schrauben dazu. Ein kurzes PVC-Rohr mit dem Durchmesser der Kugellager und eine Steckmuffe solltest du dir auch besorgen. Wenn du alles beisammen hast kann es losgehen.

Die Steady Cam bauen
Zuerst nimmst du dir dein Aluminium Profil und misst an den Enden je etwa 2 Zentimeter ab. Markiere die Stelle und messe von dort aus noch einmal etwa 4 Zentimeter ab. Wieder die Stelle markieren und noch einmal 6 Zentimeter abmessen. Markiere wieder die Stelle. Selbstverständlich sollten alle Punkte auf einer Linie sein und genau mittig auf dem Profil liegen.

Nimm nun eine Bohrmaschine zur Hand und bohre mit einem ausreichend großen Metallbohrer Löcher an den markierten Stellen in das Profil. Wenn du das geschafft hast, geht es an’s biegen. Spann dein Werkstück mit der oberen Seite etwa 15 Zentimeter weit in einen Schraubstock ein und bginne dann, das Aluminium in einem schönen Bogen und Stückweise zu biegen.

Es sollte ein schöner Bogen entstehen. Das untere Bohrloch sollte genau unter dem Bohrloch liegen, welches für den Griff vorgesehen ist. Dann kannst du die Gewichte an den Enden des Profils befestigen. Zu dem Gegengewicht an der Front der Steady Cam kommen wir später.

Das letzte Stück des Aluprofils (die letzten 10 Zentimeter) sollten gerade bleiben. Nun kannst du auch bestimmen, wo das Bohrloch für die vor dern Gewichte sein soll. Markiere die Stelle und bohre ein weiteres Loch. Jetzt kannst du bereits die Gewichte montieren. Vorn, sowie an den jeweiligen Enden kommen Gewichte an das Profil. Dann solltest du noch exakt 2 Bohrlöcher übrig haben.

Die Montage des Griffs
Nimm dir deine Schraube für das Wellengelenk zur Hand und setze ein Kugellager darauf. Dann ein Spacer, ein weiteres Kugellager und eine kleine Unterlegscheibe. Dann kannst du die Schraube mit dem Wellengelenk verbinden. Stecke dann die Steckmuffe auf die beiden Kugellager und das kurze PVC-Rohr in die Steckmuffe.

Nun solltest du einen drehbaren Griff haben. Das andere Ende des Wellengelenks kannst du nun an deinem Aluprofil befestigen. Jetzt gibt es nur noch eins zu tun. Montiere mithilfe der Stativschraube den Tripod der GoPro an der Steadycam und baue das Gelenk an. Nun kannst du deine GoPro auf die Steadycam aufschrauben.

Wo bekomme ich die Materialien?
Außer dem Wellengelenk und den Kugellagern/Spacern solltest du alles in deinem lokalen Baumarkt bekommen. Das GoPro Equipment hat man meist bei der Kamera mit dabei und das Wellengelenk erhältst du im Modellbaufachgeschäft.

Was kostet mich das Material?
Mit allem drum und dran liegt diese DIY Steady Cam bei etwa 40 bis 50 Euro. Das ist zwar immer noch viel Geld, aber bei weitem nicht so viel wie bei einer professionellen Steady Cam.

Fazit

DIY Steady Cam Unserer Meinung nach ist die DIY Steady Cam eine recht kostengünstige Alternative zu den bestehenden professionellen Systemen. Sicher kann man keine phänomenalen Ergebnisse erwarten.

Dennoch lohnt sich der Aufwand, denn die Effekte sind deutlich sichtbar. Jedem der handwerklich begabt ist und über die Werkzeuge verfügt legen wir die DIY Steady Cam ans Herz. Sie ist günstig und liefert passable Ergebnisse.

Was denkt ihr darüber? Würdet ihr euch eine Steady Cam bauen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen. Jeder eurer Kommentare ist uns 4 Strongg-Punkte wert. Kommentiert fleißig und sagt uns eure Meinung.

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