DIY: Jello-Effekt entfernen


Da Kameratechnik nunmehr recht erschwinglich geworden ist, häufen sich auch immr mehr die Beiträge über kleinere Problemchen beim Filmen. Dazu zählt zum Beispiel die fehlende Aufstiegsgenehmigung, die Schwierigkeiten mit der Technik selbst und nicht zuletzt die Filmqualität bei Aufnahmen mit Kameradrohnen.

Gerade bei Aufnahmen mit Flugdrohnen hat man mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Darunter der Jello-Effekt (waagerechte Streifen) und die Vibrationen der Drohne, die sich als verwackelte Aufnahme bemerkbar machen. Wir wollen euch heute in einem einfachen DIY-Tutorial zeigen, wie ihr diese Effekte loswerdet.

Was brauche ich dafür?

DIY Anti Jello Eigentlich braucht man gar nicht viel dafür. Ein Linsencover für die GoPro beziehungsweise die Actioncam die man besitzt, ein wenig ND-Filterfolie und ein Stück biegsames dünnes Plastik.

Alles beisammen? Gut, fangen wir an. Nachdem ihr das Linsencover an der GoPro oder eurer Actioncam angebracht habt und sichergestellt habt, dass es auch passt könnt ihr euch an die Bearbeitung der ND-Filterfolie machen.

Nehmt dazu die Linsenkappe wieder ab und markiert euch mit einem Stift den inneren Durchmesser der Kappe auf der Folie. Nun schneidet entlang der gezogenen Linie. Voilà, schon habt ihr eure in die Linsenkappe einlegbare Filterscheibe.

Alternativ könnt ihr auf eine fertige Variante zurückgreifen. Diese gibt es speziell für ausgewählte Kameras bei Amazon zu kaufen. Jetzt wird es aber noch einmal interessant. Wie bekommt man den Jello-Effekt (also die wagerechten Linien) aus dem Video?

Die Lösung ist einfach und zugleich genial. Nehmt euch euer biegsames Plastikstückchen zur Hand und klebt es mit dem richtigen Klebstoff oben auf die Linsenkappe. Es muss so aussehen, als hätte eure GoPro/Actioncam ein Basecap auf.

Wartet bis alles trocken ist und startet eine Testflug. Ihr werdet begeistert sein. Warum das funktioniert erfahrt ihr jetzt.

Was haben die Umbauten für einen Effekt?
Warum die Sache mit dem Schirmchen so gut funktioniert hat folgenden Hintergrund. Die Propeller der Drohne drehen sich sehr schnell. Die Kamera kann aber nur in gewisser Geschwindigkeit aufnehmen (FPS).

Nun kann es vorkommen, dass genau in dem Moment in dem der Shutter aktiviert wird ein kleiner Schatten des Propellers auf der Linse liegt. Diesen fängt die Kamera ein. Und weil eben nicht nur ein Propeller an einer Drohne ist (sondern mehrere), multipliziert sich dieser Effekt und spiegelt sich in Verbindung mit der hohen Drehgeschwindigkeit der Rotoren und dem Shutterspeed der Kamera als waagerechte Linie im Video wieder.

Hat man nun ein Schirmchen als Sonnenschutz über der Linse, können keine Schatten direkt auf die Linse treffen, was diesen Effekt gänzlich ausschließt. Der Sensor der Cam kann die Schatten nicht mehr wahrnehmen.

Beim ND-Filter und den Vibrationen wird es schon etwas kniffliger. So ganz ist uns dieser Effekt auch nicht klar, trotzdem haben wir einemögliche Erklärung. ND-Filter sind Lichtabsorbierende Filter.

Wie bei abgedunkelten Sonnenbrillen auch, lassen sie nur einen Teil der Lichtstärke zu den Augen durchdringen. Die Lichtdichte verändert sich also. Wenn nun das Licht nicht mehr so kräftig ist, kann der Sensor weniger einfangen, nimmt also nur noch die wesentlichen Bildinformationen auf.

Die abgedunkelte Szenerie sorgt also dafür, dass der Sensor obwohl er auf gleicher Leistung läuft weniger Bildinformationen auf dem Videofilm bannt. Das hat zu Folge, dass die Vibrationen schlichtweg nicht mehr sichtbar sind. Sie sind zwar noch da, aber eben nicht mehr zu sehen.

Wo bekomme ich die Materialien?
Überall im Netz bekommt man die entsprechenden Materialien. Wir haben bei Amazon einen günstigen Adapter für die GoPro entdeckt. Auf diesen lassen sich ohne Probleme ND-Filter aufschrauben. Ob sich daran aber ein Schirmchen befestigen lässt, ist fraglich.

Was kostet mich das Material?
Der Adapter beziehungsweise, das Material kostet nicht mehr als 20 Euro (Tendenz eher sinkend). Greift ihr auf professionelle Lösungen zurück könnte die Sache natürlich anders aussehen.

Fazit

DIY Anti Jello2 So ganz ist uns noch nicht klar, warum das so gut funktioniert. Im Video ist deutlich zu erkennen, dass der Pilot mit einem Abdunklungsfilter gearbeitet hat.

Die Strreifen sind auch verschwunden. Aber es könnte ja auch sein, dass er im Nachhinein mit Software nachgeholfen hat. Nichtsdestotrotz ist dieses DIY eine tolle Idee seine GoPro aufzuwerten und die Videoflüge mit seiner Drohne zu verbessern. Bei so wenig Geld durchaus einen Versuch wert.

Was denkt ihr darüber? Würdet ihr es mal ausprobieren oder könnt ihr uns vielleicht genauer erklären wie das funktioniert? Lasst es uns in den Kommentaren wissen. Jeder eurer Kommentare ist uns 4 Strongg-Punkte wert. Kommentiert fleißig und sagt uns eure Meinung.

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