Capoeira – Zwischen Tanz und Kampf


Immer wieder stößt man auf Kursangebote für Capoeira. Oft sind diese Kurse bei den Kampfsportarten aufgeführt, aber dann steht in der Beschreibung was von Tanz und dass es an für sich selten zu Körperkontakt kommt. Für einen Kampfsportler mag das ziemlich verwirrend klingen.

Die Capoeira ist eine ziemlich untypische Art des Kampfes. Man könnte es auch als Dialog mit dem Körper bezeichnen, bei dem man miteinander kommuniziert und spielt, aber nicht zwingend streitet.

Werbung
Ihre eigene Internetseite unkompliziert und schnell online! Mit dem Homepage Baukasten von ESTUGO können Sie aus über 190 Vorlagen Ihr Lieblingsdesign auswählen und Ihren Wünschen anpassen. Ganz ohne Vorkenntnisse, mit nur 1 Monat Laufzeit!

Kampfkunst aus Brasilien

Mittlerweile hat sich Capoeira weltweit verbreitet, aber zuerst wurde sie in Brasilien entwickelt, wo sie ihren Ursprung in Kampf- und Tanztechniken der verschleppten afrikanischen Sklaven hatte. Capoeira geriet dann zunächst in den Ruf einer Straßenkampftechnik, mit der sich rivalisierende Banden in den größeren Städten bekämpften. Erst 1937 etablierte sich Capoeira zu einem Nationalsport, nachdem Mestre Bimba es geschafft hatte, aus Capoeira eine Kampfkunst mit zusätzlichen Elementen aus asiatischen Kampfsportarten zu machen und von der Capoeira der Straßenkämpfe zu distanzieren.

Capoeira zwei wesentliche Hauptformen

Die Capoeira Angola gilt als die ursprüngliche Version der Capoeira. Sie zeichnet sich durch teilweise langsam wirkende und kontrollierte Bewegungen und gleichermaßen sehr wackelig wirkende Bewegungen aus. Der Aspekt des Spiels, der Täuschung über das eigene Können, spielt eine wichtige Rolle. Capoeira versteht sich hier als miteinander und man spricht nicht von Gegnern. Gerade die Vielfalt und Uneinheitlichkeit bei den verschiedenen Capoeiristas ist hier wichtig. Aber auch die Musik und die Kleidung unterscheiden sich von der Capoeira Regional. 

Die Capoeira Regional ist die Entwicklung, die Mestre Bimba in den 40er Jahren vorangetrieben hat. Bei ihr liegt der schnelle, spektakuläre und sportliche Aspekt im Fokus. Dazu hatte Mestre Bimba auch ein Lehrsystem für die Capoeira Regional entwickelt. Dennoch gibt es auch hier eine große Freiheit und somit auch viele verschiedene Stile, die einen Wettkampf mit Punktrichtern schwierig machen. Es gab auch Bestrebungen, Capoeira zu einer olympischen Disziplin zu machen, was aber eben aus den genannten Gründen nicht gelang. Die dafür erforderliche Vereinheitlichung und Ausdifferenzierung des “idealen Stils” sprechen an für sich gegen das traditionelle Verständnis der Capoeira.

Capoeira Regional im Video bei Youtube:

Weiterführende Links:

Capoeira Events Deutschland, Österreich, SchweizCapoeira auf Facebook
Associação de Capoeira Angola Dobrada – Capoeira Angola in Deutschland 
Capoeira Tutorials auf Youtube

Für wen ist Capoeira geeignet?

Wer über gute akrobatische Fähigkeiten verfügt, ist bei Capoeira bestens aufgehoben. Gute Beweglichkeit und Körperbeherrschung sind hier wichtig. Außerdem sollte man sich auch für Tanz und rhythmische Musik begeistern können. Daher muss man sagen, dass sich dieser Sport in Deutschland sehr oft gut für Kinder und Frauen eignet, bei denen die Muskulatur oft weniger verkürzt ist und die oft weniger Hemmungen haben, sich frei zum Rhythmus der Musik zu bewegen. An für sich kann aber natürlich jeder mit Geduld und Training Capoeira erlernen.

 

Bildquellen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Noch kein Benutzerkonto?
sign up

reset password

Zurück zu
log in

sign up

Zurück zu
log in