CamOne – GravitySports Handgimbal


Vor kurzem haben wir euch ja bereits über den Handgimbal von CamOne berichtet. Mit ihm soll es möglich sein, wackelfreie Aufnahmen auch ohne Steadycam zu bekommen.

Wir sind zwar vom Konzept und den Ergebnissen eines großen Gimbals überzeugt, aber dennoch skeptisch. All die Technik und die Ergebnisse in handlicher Form zu besonders günstigen Konditionen? Das erscheint uns wie ein großes Werbeversprechen.

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Ob der Kamerastabilisator halten kann, was er verspricht, wollen wir hier in unserem Testbericht klären.

Lieferumfang und Ausstattung

Als wir den Gimbal bekamen, waren wir etwas überrascht, den von gewöhnlichen Gimbals ist bekannt, dass sie eine extra Befestigung benötigen. Unser Modell jedoch nicht. Aus der Packung entnommen war recht schnell klar, wie die Kamera an dem Gadget zu befestigen ist.

Durch einen Ring der am oberen und unteren Ende mit einer Schraube fixiert wird, wird auch die Kamera gehalten. Da der Gimbal sich ohnehin nicht mit Wasser verträgt, braucht die Actioncam auch kein Gehäuse. Soweit so gut. Was das für Auswirkungen hat, klären wir später.

Mitgeliefert wurden außerdem eine Ladestation, 3 Adapter für die Akkuzellen und 3 Akkus. Eine Bedienungsanleitung lag zwar auch noch bei, diente aber mehr der Zur-Kenntnis-nahme der Warnhinweise. Der Gimbal lässt sich nämlich mit nur 3 Knöpfen bedienen.

Der erste Versuch
Nachdem ich nun die Akkus in die Adapter eingesetzt und diese in der Ladestation platziert hatte, konnten sich die Energiespeicher erst einmal mit der erforderlichen Energie befüllen. Kurz nachdem dies beendet war und alle Lämpchen am Ladegerät grün leuchteten konnte es also losgehen.

Der Gimbal wird hinten (ähnlich wie eine Taschenlampe) aufgeschraubt und die 3 Akkuzellen eingelegt. Jede von ihnen arbeitet mit 3,7 Volt Spannung und 650 mAh Strom. Deckel zu, Kamera einbauen und anschalten. Nach kurzer Zeit verriet mir eine blaue LED, das der Gimbal seinen Dienst aufgenommen hat.

Es dauerte etwa 10 Sekunden, bis sich die Kamera bewegte und automatisch austarierte. Das ging sogar erstaunlich schnell. Nach ein paar Schwenks stellte ich fest, dass der Gimbal sehr gut funktioniert und probierte die beiden weiteren Knöpfe am Griff aus.

Mit den 2 Knöpfen kann man zudem noch die Blickachse der Kamera nach unten oder oben Verändern. Die Linse wird nach unten oder oben geneigt, die Kamera aber trotzdem weiter stabilisiert. Super dachte ich mir und packte alles zusammen.

Die Haptik des Gimbals
Alles ist präzise aus Aluminium gefertigt und passgenau gefräst. Nirgends war eine scharfe Kante oder ein hervorstehendes Teil zu finden. Das gefällt mir gut, denn wenn man den GravitySports in der Hand hält, fühlt es sich an als hätte man eine schwere Taschenlampe in der Hand.

Trotzdem darf man sich von dem Schein nicht trügen lassen. Die Motoren sind nach wie vor empfindlich und sollten am besten keinen harten Kontakt mit dem Boden aufnehmen. Die Bedienung des Gimbals gefällt mir außerordentlich gut.

Er arbeitet leise und verrichtet seinen Dienst mit den 3 Knöpfen tadellos. Zumindest bis die Akkus schwächer werden. Das bringt uns direkt zum nächsten Punkt unseres Tests.

Positives und Negatives beim GravitySports Gimbal
Mir ist besonders Positiv die Verarbeitung und die Funktion des Gimbals aufgefallen. Nichts wirkt billig, quietscht oder knarzt. Er stabilisiert die Kamera außerordentlich gut und man hat sogar noch eine zweite Hand frei.

Das ist beim Umgang mit einer SteadyCam nicht immer so. Außerdem ist der Preis hervorzuheben. 250 Euro sind für ein solches Produkt fast unschlagbar. Leider haben mir auch einige Dinge nicht so gut gefallen. Das erste und wohl wichtigste ist die Untauglichkeit bei Regen oder Wasseraufnahmen.

Das Gadget verträgt leider überhaupt kein Wasser, was auch sofort auf den ersten Blick klar wird. Die Steckverbindungen liegen offen und durch die Belüftungslöcher kann man die Kupferwicklungen der Motoren erkennen.

Ein weiteres Manko ist meiner Meinung nach, dass die Kamera ohne Housing befestigt werden muss. Klar, man sollte sein Equipment schon fest in der Hand halten, aber was passiert wenn es doch einmal herunter fällt? Dann ist nicht nur ein 250 Euro Gimbal, sondern auch noch eine 400 Euro teure Kamera dahin.

Außerdem hat sich nach längerer Nutzung noch eine Schwäche gezeigt. Verlieren die Akkus ihre Power, kippt der Gimbal nach rechts auf die schwerere Seite. Der vordere Motor schafft es dann nicht mehr, das Gewicht des seitlichen Motors zu kompensieren.

Das ist zwar nicht weiter schlimm (denn schließlich kann man die Akkus ja auch wieder aufladen), wird aber genau dann ärgerlich, wenn man dringend noch eine Aufnahme machen möchte.

Kosten
Mit 250 Euro gehört der GravitySports Gimbal zwar zu den teureren Kamera-Addons, aber in seiner Klasse zu den günstigen Gimbals.

Beschaffbarkeit
Ihr bekommt das Gadget recht leicht im Internet. Bei den großen Plattformen lohnen sich sogar Preisvergleiche, um noch ein paar Taler zu sparen. Außerdem könnt ihr den Gimbal auch direkt bei CamOne beziehen.

Preis/Leistung
250 Euro sind nicht wenig. Wer bereit ist das Geld zu inverstieren bekommt sehr gute Aufnahmen (wenn auch nur im trockenen). Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut und die Bedienung kinderleicht.

Fazit zum GravitySports

Wir finden den Gimbal echt klasse und können euch das Teil auf jeden Fall empfehlen. Für 250 Euro bekommt ihr viel Leistung für euer Geld (mit einer guten SteadyCam liegst du übrigens bei mindestens 150 Euro).

Der Kundenservice von CamOne ist übrigens sehr gut und der Reparaturservice ausgezeichnet. Bei uns hat sich leider ein Akku verabschiedet, welcher umgehend ersetzt wurde. An dieser Stelle nochmal ein großes Lob an CamOne.

Wie findet ihr den Gimbal? Was können wir noch testen und was sollen wir unbedingt noch einmal filmen? Hinterlasst uns euren Kommentar zum Thema. Und nicht vergessen: Eure Meinug ist uns 4 Strongg-Punkte wert. Wir freuen uns auf eure Comments!

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