Skateboarding – Basics, Tricks und Tipps


Titelseite

Der erste Eintrag in unserer neuen Rubrik ist gleich einmal ein Knaller. Ein Buch über Skateboarding vom Godfather of German Skateboarding Titus Dittman und seinem Kollegen Christian Ambach. Das Buch richtet sich an Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen und will über Skateboarding aufklären. Was ist Skateboarding, wie passt es ins Leben eines Heranwachsenden und was muss er vor der ersten Rollrunde wissen? All das, sowie erste Tricks und Tipps möchten Titus und sein Team im Buch vermitteln. Wir nehmen es mal genauer unter die Lupe.

Der äußere Schein

Das Buch kommt vom Pietsch Verlag und ist erstmals im Jahre 2009 erschienen. Der Einband besteht aus fester Pappe. Insgesamt hat das Buch etwa A4-Format bei circa 100 Seiten Umfang. Die Unterteilung des Buches umfasst 3 große Punkte. Die Entstehungsgeschichte, die Ausrüstung und Trickanleitungen. Diese Punkte sind ihrerseits noch einmal unterteilt in weitere Unterpunkte, aber dazu später mehr. Das Vorwort ist hier auch noch erwähnenswert. Es gibt nämlich gleich 2 davon. Eines richtet an den Jugendlichen, der das Buch geschenkt bekommen hat. Das andere an die Eltern, in dem Titus selbst darüber aufklären möchte, was es mit dem Mythos Skateboarding und der gesamten Subkultur auf sich hat.

Die einzelnen Kapitel des Buches
Auf das Vorwort möchte ich nicht näher eingehen, sonst nehme ich euch noch die gesamte Spannung es zu lesen. Im nächsten Kapitel kommt der Autor auf die Ausrüstung zu sprechen. Dabei geht Titus auf Safety Gear und den Aufbau eines Skateboards ein. Alles wird verständlich beschrieben und nachvollziehbar erläutert. Es gibt sogar eine Skizze mit dem Aufbau eines Skateboards. Hier hätte ich mir als Leser jedoch eine Beschriftung der einzelnen Teile gewünscht. Sie werden zwar im Text genannt und gut erklärt aber visuelle Unterstützung kann ja nicht schaden. Nachdem also geklärt wurde wie so ein Board aufgebaut ist, kommen wir zum nächsten Kapitel des Buches, der mit über 80 Seiten auch den Hauptteil ausmacht.

Die Tricks
Das Trickkapitel unterteilt sich in mehrere Sektoren. welche Tricks beschrieben werden richtet sich danach wo man mit seinem Board unterwegs ist. Zuerst kommen die Basistricks wie Ollie, Kickflip und Co. Danach werden verschiedene Grinds und Slides beschrieben (Kurz zur Erklärung: Grinden ist das Entlangrutschen mit den Achsen auf einem Geländer oder einer Kante). Dann geht Titus explizit auf Tricks ein die sich mit Rails machen lassen. Im nächsten Unterpunkt wird beschrieben, was alles in der Transition (der Rundung einer Halfpipe) möglich ist. Zum Schluss folgt noch eine kurze Erklärung zum Thema street skating.

Das Kapitel für Fortgeschrittene
In diesem Kapitel sind einige ausgewählte Tricks beschrieben die eindeutig über das Können eines Anfängers hinaus gehen. Es ist für jedes Terrain etwas dabei. Beispielsweise wird der Airwalk to Fakie gezeigt und ein Lien to Tail ist auch mit dabei. Alles in allem eine schöne Auswahl an Tricks im Fortgeschrittenen Bereich.

Pros und Cons von “Skateboarding”
Zunächst die Pros. Die Tricks werden sehr anschaulich beschrieben und allzu viel Text wird auch nicht verloren. Nichts ist uncooler als sich erst einmal einen Wälzer im Umfang von Tolstoi durchlesen zu müssen, nur um zu wissen wie man seine Füße positionieren muss. Das bringt uns gleich zum nächsten Punkt. Positiv ist nämlich, dass bei vielen Tricks (sofern es erforderlich ist) auch auf die Fußstellung eingegangen wird. Das macht einige Trickabläufe leichter und erspart Frust im Lernprozess. Außerdem sind alle Tricks mit gut ausgewählten Bildserien ausgestattet, auf denen sehr gut ersichtlich wird, wie der Trick abläuft. Fast ausschließlich in Farbe gedruckt und großzügig dimensioniert, lassen die Bilder kaum Interpretationsspielraum zu. Die Auswahl der Tricks ist ausgezeichnet und spiegelt genau das wieder, was man als Anfänger und Fortgeschrittener Skater lernen und können sollte.

Kommen wir nun zu den Punkten die mir negativ aufgefallen sind. Wie eingangs erwähnt hätte ich mir noch eine komplette Skizze eines Skateboards mit Beschriftung gewünscht. Da wir von  Strongg.com uns schon sehr lange mit Boards beschäftigen, kennen wir alle Teile eines Skateboards mit Handschlag und können sie sogar im Schlaf noch aufzählen und auf ein Blatt Papier malen. Aber jemand der gerade erst mit dem Skateboarden beginnt, kann das (noch) nicht und braucht eventuell noch etwas visuelle Erklärung. Desweiteren ist der Aufbau der Tricksektion in meinen Augen nicht ganz perfekt. Das hat nichts mit der Auswahl der Tricks sondern vielmehr mit der Chronologie des Lernprozesses zu tun. Dass die Basistricks sitzen müssen, ist vollkommen klar. Direkt danach auf Grinden einzugehen (was ein hohes Maß an Koordination und Balance erfordert) halte ich für etwas unglücklich. Als Buchleser blättere ich immer eine Seite weiter und bekomme den Eindruck, dass ich die Tricks auch genau in dieser abgedruckten Reihenfolge lernen sollte. Aus eigener Skateboardingerfahrung muss ich jedoch anmerken, dass es leichter war, mich durch Pumpbewegungen in der Halfpipe und Rock to Fakies an das Thema Grinds und Slides heranzutasten. Das ist aber vielleicht auch nur Geschmackssache. Auch die Streetsektion im Buch hätte meiner Empfindung nach mehr Umfang verdient. Schließlich macht Streetskating einen sehr großen Teil der Szene aus.

Preis/Leistung
Mit gerade einmal 19,95 Euro bekommt ihr das im Pietsch Verlag erschienene Buch. Das ist angesichts des Inhaltes mehr als angemessen. Sicherlich hätten es für den ein oder anderen mehr Tricks sein können, aber mit dem gebotenen Inhalt seid ihr erst einmal eine Weile beschäftigt. Versprochen.

Fazit

Wenn mich jemand fragen würde, welches Buch ich über Skateboarding empfehlen kann, kommt dieses mit auf meine Liste. Anschauliche Erklärungen, nicht zuviel Text und gute Bildserien. Der Aufbau ist gut und die Auswahl der Tricks rundet das Gesamtpaket ab. Dieses Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Das gilt für fortgeschrittene Skater genauso wie für Anfänger und Eltern. Schaut es euch unbedingt einmal an, wenn ihr plant mit dem Skaten anzufangen oder wenn ihr noch ein paar Trickanregungen braucht.

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