Brottrunk – Hot or Not?


Unbezahlte Werbung: Brottrunk? Warum auch immer, meine erste Assoziation bei Brottrunk ist “Wurstwasser”. Klingt ein bisschen wie Brot in Wasser eingerührt und abgegossen. Naja wie Wurstwasser eben.

Wie ich überhaupt darauf komme? Für einen Freund war ich auf der Suche nach einem Tipp für ein möglichst schonendes Mittel zur Darmsanierung. Hierüber ließen sich etwa die kommenden 3 Jahre jeden Tag eigene Artikel schreiben. Hängen geblieben bin ich jedoch beim Brottrunk.

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Brottrunk – Ist drinnen was draufsteht?

Grundlage für den Brottrunk ist Vollkornbrot
Grundlage für den Brottrunk ist Vollkornbrot

Nun ja.. Der Name ist Programm. Lange Geschichte kurz erzählt: Extra zu diesem Zweck gebackenes Vollkornbrot wird zerkleinert, mit Wasser vermischt und über mehrere Monate hinweg unter Luftabschluss fermentiert. Hinterher wird das Gemisch filtriert und in Flaschen abgefüllt – fertig.
Hier steckt auch schon die erste Besonderheit. Ich habe es nämlich nicht vergessen zu erwähnen, sondern es kommt wirklich nichts weiter hinein in den Brottrunk als Brot und Wasser. Keine chemischen oder sonstigen Zusatzstoffe.

Okay vergorenes Brot/Wasser Gemisch – klingt nicht eben appetitlich. Was steckt am Ende also Gutes im Brottrunk?

  • vor allem Milchsäurebakterien
  • essentielle Aminosäuren
  • Mineralstoffe (Zink, Eisen, Magnesium)
  • Vitamin A, B1, B2, B6, B12, C, D, E,
  • Biotin, Niacin, Folsäure und Pantothensäure

Wie wirken die Inhaltsstoffe auf den Körper?

Zuerst Milchsäure ist nicht gleich Milchsäure. Die Mischung der im Brottrunk enthaltenen Milchsäurebakterien (z.B. Lactobacillus reuteri) wird zu den Probiotika gezählt. Klingt kompliziert, sind letztlich nur spezielle Mikroorganismen, die robust genug sind den Darm lebend zu erreichen. Klingt wiederum ein wenig verrückt bis unangenehm, mindestens aber seltsam, hat aber günstige Folgen für die Gesundheit.

In Studien wurde unter anderem nachweisen, dass solche speziellen Milchsäurebakterien einen erhöhten Cholesterinspiegel senken helfen. Außerdem stärken sie die Abwehrkräfte – also das Immunsystem und sie können für eine gute Verdauung sorgen. Tatsächlich sollen Milchsäurebakterien auch die Linderung von Erkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte bewirken. Klingt doch durchaus gesund.

Prädikat: Brottrunk ist gut geeignet für die Sommerdiät

Brottrunk bringt mit den Milchsäuren die Darmflora ins Gleichgewicht
Brottrunk bringt mit den Milchsäuren die Darmflora ins Gleichgewicht

Um es hier mal festzuhalten. Diät bedeutet im wahrsten Wortsinn weder Fasten, noch Hungern, noch Abmagern, nicht einmal Abnehmen. Diät heißt nur: “Gesunde Lebensführung“ (kommt aus dem Griechischen)

Durch falsche, oder einseitige Ernährung entsteht im Darm zwangsläufig ein Ungleichgewicht. Ich könnte jetzt hier einen biologischen Lehrvortrag starten aber auch hier kann ich zusammenfassen:

Die Darmflora besteht aus Mikroorganismen, die aus unserer Nahrung die Nährstoffe herausholen und sie für den Körper verwertbar machen. Kaputte Darmflora = gestörte Nährstoffaufnahme = beeinträchtigte Gesundheit.

Der Brottrunk ist eine ideale Nahrungsergänzung weil der Darm und damit der gesamte Organismus wieder in sein individuelles Gleichgewicht gebracht werden kann. Also auch im Rahmen einer Diät wie man sie sonst so kennt.

Wie schmeckt der Brottrunk?

Es lässt sich leider nicht beschönigen, deshalb will ich nicht drum herum reden: Man kann es trinken – durchaus, aber sauer, irgendwie brotig – kein Tageshighlight! Deshalb findet sich der Brottrunk wohl auch in vielen Rezepten als Essig-Ersatz. Vielleicht lässt sich auch das Apfelessig aus unserem Switchel-Rezept mit Brottrunk ersetzen.

Auf jeden Fall eiskalt trinken!

Andere, geschmacklich ebenso wenig überzeugte, Trinker des Brottrunks schlagen vor ihn mit mit Apfelsaft oder Mineralwasser zu verdünnen. Etwas, das ich definitiv nicht unversucht lassen werde.

Welches der Brottrunk Produkte soll ich kaufen?

Die charakteristische Brottrunk Flasche – Bild: Mit freundlicher Genehmigung der Firma Kanne

Im Gegensatz zur hart umkämpften Diätindustrie handelt es sich um ein wohl nicht allzu begehrtes Lebensmittel. So fällt im Laden die Entscheidung auch nicht schwer, denn in den Jahren seit 1981 hat sich nur ein Hersteller am Markt etabliert. Der Brottrunk wird hergestellt und vertrieben durch den Hersteller Kanne. Inzwischen in jeder gut sortierten Drogerie zu bekommen.

Im Prinzip praktisch wenn man so gar keinen Konkurrenten am Markt hat. So hatten die wirklich Zeit ihr Produkt zu verfeinern und müssen wohl so bald keine Angst haben, dass einer um die Ecke kommt und das gleiche Produkt besser oder billiger anbietet. Ich frage mich nur warum aus diesem Nischenprodukt nie ein richtiger Gassenhauer geworden ist.

Der Brottrunk hat übrigens einen russischen Vorfahren, bzw. Verwandten, nämlich den Kwas. Im Gegensatz zu diesem ist der Trunk in seiner deutschen Version jedoch alkoholfrei und somit auch für Kinder geeignet.

Fazit – Gehört der Trunk in Aller Munde?

Gesund und schön durch Brottrunk? Vielleicht… Studien gibt es, doch denen wird zumeist unterstellt, dass sie nicht ganz frei von gewissem Eigeninteresse sind. So  ist zum Beispiel der hohe Mineralstoffgehalt umstritten.

Auf jeden Fall nehme ich die positiven Aspekte mit und das sind unbestritten die Milchsäuren. Außerdem – Etwas das SO schmeckt, muss einfach gesund sein! Was sagt Ihr? Powerfoodpotential oder eher zum Anmachen des Salates und zum Putzen gut genug? Womit mischt Ihr Euren Brottrunk? Erfahrungsberichte gerne hier.

 

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