Broomball – der populärste Besensport neben Quidditch


Broomball

Unbezahlte Werbung: Broomball setzt sich aus den englischen Wörtern broom (Besen) und ball (Ball) zusammen. Dabei könnte man schnell an Curling denken, wo durch das Wischen die Geschwindigkeit des Steins kontrolliert wird. Beim Broomball geht es aber viel härter zu, denn der Broom dient hier nicht als Wischer, sondern als Schläger.

Broomball: der unklare Ursprung

Obwohl Broomball ein verhältnismäßig junger Sport ist, sind die Ursprünge nicht ganz klar. Es gibt eine Vielzahl von Geschichten, wobei die Version im deutschen Wikipedia-Artikel etwas fehlerhaft. Demnach hätten Damen in Kanada im frühen 19. Jh. Broomball erfunden als sie mit ihren Besen und Antirutschstiefeln auf dem Eis spielten.

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Fest steht, dass Broomball im frühen 20. Jh. in Kanada erfunden wurde. Eine plausible Geschichte beginnt damit, dass Straßenbahnarbeiter in den Wintermonaten Broomball zum Zeitvertreib spielten. Diese Version finden wir auch auf der Homepage des kanadischen Broomball-Verbandes.

Um Eishockey zu spielen, wird zu dieser Zeit vielen Menschen das nötige Geld für die Ausrüstung gefehlt haben und so nutzten sie die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten.

Das erste nachweisbare Broomball-Spiel fand 1909 in Kanada statt, aber ein Broomball-Boom  blieb aus. Erst 1991 kam es zur ersten Weltmeisterschaft und 2004 wurde der erste Broomballverein in Deutschland gegründet – die Flying Brooms.

Mannschaft, Ausrüstung und Spielablauf

Broomball hat viel Ähnlichkeit mit Eishockey. Der größte Unterschied liegt darin, dass ohne Schlittschuhe, aber trotzdem auf Eis gespielt wird. Dies wird durch Spezialschuhe mit einer Moosgummisohle ermöglicht.

Teams: Wie beim Eishockey auch besteht eine Mannschaft aus bis zu 18 Spielern, genauer 15 Feldspieler und 3 Torhüter, wobei sich lediglich ein Torhüter und 5 Feldspieler gleichzeitig auf der Spielfläche befinden. Da das Spiel sehr anstrengend ist, wird aber sehr schnell durchgewechselt. Daher sollte man mindestens 10 Feldspieler haben, um ausreichend wechseln zu können.

Ausrüstung: Gespielt wird Broomball mit dem sogenannten “Broom” (engl. für Besen). Als das Spiel erfunden wurde, kamen zwar noch richtige Besen zum Einsatz, mittlerweile handelt es sich beim Broom aber um einen etwa brusthohen Stab mit breiter Hartgummifläche. Der Ball ist etwa so groß wie ein Gymnastik- oder Handball und springt sehr schlecht, wodurch er auch nicht so hohe Geschwindigkeiten erreicht oder unkontrolliert durch die Luft springt.

Spielablauf: Gespielt wird beim Broomball auf 2 Tore, welche etwas größer (2,10m breit und 1,5m hoch) als normale Eishockeytore sind. Die Spielzeit ist nicht genaureglementiert und wird vom Turnierveranstalter festgelegt, muss aber mindestens 36 Minuten betragen und in 2 Halbzeiten aufgeteilt sein.

Broomball-Match bei den Championships 2018:

Broomball als Freizeitsport

Das schöne beim Broomball war ja, dass es ohne die Eishockey-Ausrüstung auskam und ein super Freizeitsport wäre. Heutzutage gibt es natürlich spezielle Broomball-Ausrüstung, die mal wieder einiges kostet. In diesem Onlineshop beispielsweise, findet ihr die wichtigsten Utensilien, wie Ball (26,40 Euro) , Schläger (36 Euro), Schuhe (135,20 Euro) und Protektoren. Allein bei der Grundausstattung würde man aber wieder bei gut 200 Euro liegen…

Wer also Broomball nur in seiner Freizeit spielen möchte, sollte mal überlegen, ob er zurück zu den Wurzeln geht und das Spiel ganz traditionell mit dem Besen beginnt.

 

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