Birdie: GoPro Luftaufnahmen ohne Drohne


Birdie Luftaufnahmen mit GoPro

Mit Birdie bzw. Birdiepic soll man künftig Luftaufnahmen mit GoPro Action Cam’s ganz ohne die Hilfe von langen Stativen oder Drohnen machen können. Das Teil sieht aus wie ein übergroßer Federball, in welchem eine GoPro steckt. Möchte man nun Luftaufnahmen machen, wirft man den Birdie einfach in die Luft. Soweit zumindest die Theorie des Herstellers. Entdeckt habe ich Birdie bei Indiegogo und da mir die Idee gefallen hat, habe ich die Crowdfunding Kampagne unterstützt.

Letzte Woche habe ich dann mit etwas Verspätung meine 3 Birdies erhalten, endlich. Daher konnte ich letztes Wochenende nun auch endlich mal ausprobieren, was hinter dem Versprechen des Herstellers steckt. Schließlich hat dieser ja damit geworben, dass man mit Birdie, Luftaufnahmen machen können soll. So richtig konnte ich mir nicht vorstellen, dass dies auch funktioniert. Als ich das Teil nämlich ausgepackt und aufgebaut hatte, dämmerte es mir bereits.

Birdie Luftaufnahmen ohne Drohne – ein kleiner Test

Der Aufbau ging schnell und einfach über die Bühne. Auch die GoPro konnte ich ohne Probleme befestigen. Doch so richtig Vertrauen hatte ich nicht in Birdie. Aus diesem Grund habe ich ein paar Probewürfe ohne GoPro gemacht. Dies erwies sich dann ziemlich schnell als nicht zielführend, offenbar braucht Birdie das Gewicht der GoPro, um richtig zu fliegen bzw. zu fallen. Also GoPro wieder rein und ab in den Garten!

Birdie – die GoPro in die Luft werfen
Birdie Luftaufnahmen mit GoProDer Hersteller empfiehlt den “Burst” Modus der GoPro zu nutzen. Ich habe mich für den Video Modus entschieden, da ich mich bisher noch nie mit der Burst Funktion befasst hatte und es mir auf die Schnelle nicht gelingen wollte. So habe ich die Aufnahme gestartet und damit begonnen “Birdie” in die Luft zu werfen.

Schnell wurde klar – so richtig funktioniert das alles nicht. Zumindest ist es bei weitem nicht so einfach, wie es in den Videos aussieht. Das Hochwerfen ist dabei nicht mal das Problem.

Leider dreht sich “Birdie” einfach nicht schnell genug. Ist Birdie dann erst einmal auf dem Weg zurück, dann bleibt wenig Zeit um das gute Stück aufzufangen.

Womit wir schon zu den nächsten Problemen kommen: erwischt man Birdie nicht richtig, dann kann es ziemlich weh tun. Ich hätte es ja nicht für möglich gehalten, aber zusammen mit einer GoPro, kommt einem da ganz schon was an Gewicht entgegen! Erwischt man “Birdie” nun nicht, so rummst es ganz schön, wenn das Teil auf den Rasen knallt.

Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie es klingt oder viel schlimmer noch, was wohl passiert, wenn Birdie samt GoPro auf Asphalt oder Beton aufschlägt. Ein weiteres Ärgernis, ist man zum Beispiel im Park oder auf einer Wiese und fängt Birdie nicht auf, so kann Birdie samt GoPro schon mal in einem im Gras versteckten Hundehaufen landen (nicht schön..).

Ob Ihr es glaubt oder nicht, genau das ist mir bei meinem Test passiert. Ich habe vorher keine “Hunde-Hinterlassenschaften” gesehen, erst beim Aufheben von Birdie sah ich das Ergebnis. Das Positive – man kann Birdie einfach unter laufendes Wasser halten und reinigen. Der GoPro passiert auch nichts, da diese ja im Housing steckt. Von daher alles nicht so schlimm. Trotzdem irgendwie unvorteilhaft wie ich finde.

Birdie mit GoPro: die Luftaufnahmen

Ja, hier muss ich fairerweise eingestehen, dass die Qualität besser sein könnte. Ich habe mich gegen den Rat des Herstellers dazu entschieden, nicht die “Burst Funktion”, sondern den Video Modus zu nutzen. Aus diesem Grund will ich mich an dieser Stelle auch überhaupt nicht über die nicht sehr scharfen Bilder beschweren. Alles in allem finde ich die Ergebnisse, unabhängig von der Schärfe der Bilder dennoch irgendwie schwach.

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Comments 4

  1. Vllt wäre eine Sling-Shot Variante eine Upgrade-Möglichkeit.

    Zumindest Höhe und Flugzeit ließen sich dadurch evtl. etwas aufbessern. Aber aufgrund der Bilder nehme ich an, dass der Birdie dafür einfach zu groß ist.
    Eine langsamere Fallgeschwindigkeit würde wohl die Gefahr des Abdriftens stark erhöhen. Im Endeffekt muss man bei dem Konzept wohl immer einen Kompromiss eingehen.

    Woran ich aber sofort denken musste als ich nur das Titelbild gesehen hatte: Gibt es eigentlich einen klassischen Kastendrachen (oder auch Lenkdrachen – je nachdem was man will) mit Go-Pro Halterung?
    Jetzt im Herbst erschien mir die Idee plötzlich naheliegend, aber ich hab noch nie etwas derartiges gesehen.

    1. Ich habe auch schon überlegt, ob man nicht einfach einen großen “Federballschläger” nehmen könnte.. Quasi, um den Birdie nach oben zu schlagen.. ?! Ob das wohl funktionieren würde? Vielleicht auch einfach eine Schleuder bauen, so wie Du es schon angesprochen hattest.

      Beim Kastendrachen gäbe es das Problem, dass das Teil halt immer “oben” wäre. Mein Favorit ist nach wie vor die GoPro Session im Tennisball 🙂

      1. Hast schon recht, der Drachen wäre keine direkte Alternative, eher ein weiterer Ansatz.

        Bei der Tennisballvariante habe ich nach wie vor zu viel Angst um die Technik und zu wenig Vertrauen in meine koordinativen Wurffähigkeiten….

        1. Also bisher ist die GoPro schon ein paar Mal auf den Boden gefallen, Probleme gab es noch nicht. Der Ball schützt die Kamera aber auch ziemlich gut – sitzt wirklich eng. Die Linse ist ja auch noch zusätzlich durch Plastik geschützt.

          Habe jetzt mit Klettband dafür gesorgt, dass man Sachen anbringen kann (Federball oder andere Stabilisatoren).

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