Beim Waldbaden ins Grüne eintauchen


Waldbaden

Zum Glück ist der Begriff “Waldbaden” nur im übertragenen Sinne gemeint. Niemand empfiehlt hier in einen kleinen sumpfigen Waldsee mit ordentlich Bewuchs und trübem Wasser einzutauchen. Das ist im schlimmsten Fall auch sehr gefährlich. Waldbaden kommt ganz ohne Wasser aus und man taucht auch nicht in ein Gewässer ein, sondern eher in die Natur, in eine Atmosphäre des Waldes, von der sich viele Menschen besondere Heilkraft versprechen.

Was ist also dran an dem Gesundheitstrend Waldbaden und ist er zu empfehlen?

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Waldbaden
Eine Atmosphäre zum Eintauchen

Woher kommt Waldbaden?

Wald(luft)baden ist eine Übersetzung aus des japanischen Shinrin-yoku. Bereits in den 1980er führte das japanische Landwirtschaftsministerium in Japan Shinrin-yoku ein und betrieb ein Forschungsprogramm, um die positive Wirkung des Waldbadens anhand von Studien nachzuweisen. Seit 2012 existiert an japanischen Universitäten auch der eigene Forschungszweig “Waldmedizin”.

Mittlerweile ist diese Idee aus Japan auch bei uns in Deutschland angekommen und auch bei uns gibt es beispielsweise die Ausbildung zum Kursleiter Waldbaden – Achtsamkeit im Wald.

Dabei besteht das Grundprinzip beim Waldbaden darin, dass man sich in den Wald begibt und einen Spaziergang macht.

Das machen viele Menschen aber auch schon so seit Jahrhunderten. Für viele klingt Waldbaden daher wie eine neue Marketingstrategie der Tourismus- und Gesundheitsbranche. Welchen Mehrwert bietet Waldbaden also?

Waldbaden

Waldbaden = Sonntagsspaziergang im Wald?

Beim Waldbaden geht es tatsächlich um mehr, als um einen Spaziergang im Wald, die Bestimmung von Pflanzen oder die Beobachtung von Tieren. Es steckt im Begriff selbst. Das Besondere beim Waldbaden ist das bewusste Eintauchen in die Natur. Man soll den Wald mit allen Sinnen bewusst wahrnehmen – zum Beispiel über die visuellen Eindrücke hinaus den Geruch des Baumharzes und das Rauschen der Blätter.

Dabei sollen die sekundären Pflanzenstoffe in der Luft das Immunsystem beleben. Die sogenannten Terpene, die in der Waldluft enthalten sind, sollen beispielsweise die Produktion von Killerzellen anregen, die gegen Krebs wirken. Ausreichend wissenschaftlich belegt ist dies aber noch nicht.

Ohnehin existieren eine ganze Reihe von Ansätzen und Theorien um das Waldbaden herum, wie ihr hier in einem Artikel auf ZEIT-ONLINE nachlesen könnt.

Waldbaden vs. Spaziergang – Ein Beitrag des Bayrischen Rundfunks auf Youtube.com

Waldbaden Fazit

Waldbaden ist ein Trend, der im Grunde altbekannte gesundheitsfördernder Methoden vereint. Spazieren gehen ist zweifelsfrei für die meisten Menschen gesund. Sich zu entspannen, zu meditieren und seine Umgebung in Ruhe Wirken zu lassen, ist auch gesund. Waldbaden eignet sich daher vor allem für Menschen in Großstädten, die Schwierigkeiten haben zur Ruhe zu kommen, die sich gestresst fühlen und oft schlechter Luft und Lärm ausgesetzt sind.

Darüber hinaus ist Waldbaden aber auch ein Forschungsfeld der Wissenschaft, das allerdings noch in den Kinderschuhen steckt. Die Annahme, dass der Wald und die Natur positive Wirkungen auf die Gesundheit haben, ist aber begründet.

Von daher kann man Waldbaden nur empfehlen.

 

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