Bed Racing – Der Wettlauf der Betten!


Bed Racing

Solltet ihr irgendwann mal in England sein und eine Horde wild gewordener Menschen mit Betten auf 4 Rädern an euch vorbeilaufen sehen, dann wundert euch nicht! Wahrscheinlich nehmen sie nur am jährlichen Bed Racing teil! Einer Sportartveranstaltung, an der man nur mit seinem Bett teilnehmen kann!

Bed Racing, woher kommt diese außergewöhnliche Idee?

Es gibt die unterschiedlichsten Geschichten, wie es zum Bed Racing gekommen sein soll. Einige sagen, das sich junge Studenten von dem Film „Zurück in die Zukunft“ inspirieren lassen haben. Ihr Bett sollte zu einem Hoverboard werden. Doch als sie merken das dies nicht funktionierte, versahen sie es einfach mit 4 Rädern. Und fingen an Rennen zu fahren.

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Eine weitere Geschichte besagt das Bed Racing von einem Mann erfunden wurde, der mitten in der Nacht mit seinem Bett wegrollte und in eine Wand knallte. Was man davon glauben kann, ist wohl einem selbst überlassen. Fakt ist, Bed Racing existiert!

In einer Stadt namens Knaresborough, nördlich in Yorkshire Town, wird seit 1965 Bed Racing veranstaltet. Ursprünglich durften nur Arme, Navy und Marines Rekruten an dem Bed Racing teilnehmen. Nun ist der Wettbewerb jedoch offen für jeden!

Bed Racing ist kein Zuckerschlecken

Bed Racing
Bed Racing ist ein Team Sport

Die Strecke, die, die Teilnehmer in Knaresborough zurücklegen müssen ist 2,4 Meilen (ca. 4 km) lang. Auf der Strecke sind bis zu 90 Teams unterwegs. Jedes Team besteht aus 4 Läufern und einem Teammitglied, das auf dem Bett sitzt.

Sie laufen mit ihren Betten durch Parklandschaften, Nidd Gorge, die Steile zum Schloss Ings hoch und von da aus dann in das Stadtzentrum. Daraufhin rasen sie weiter durch die High Street und Bond End, überqueren die High Bridge, bevor es dann ins Wasser geht. Ja, ins Wasser! Nachdem Rennen auf dem Land müssen alle Teammitglieder, selbstverständlich mit Bett, 30 Meter durch einen kalten Fluss zurücklegen. Hört sich für mich nicht wirklich nach Spaß an.

Die Betten müssen also nicht nur rollen, sondern auch schwimmen können! Und obendrauf gibt es auch noch jedes Jahr ein Thema, nachdem die Teams ihre Betten gestalten müssen. Echt verrückt!

Und es gibt noch mehr Regeln beim Bed Racing
Denn man kann nicht einfach mit irgendeinem Bett teilnehmen. Und auch für die Teams und das Rennen gibt es einiges zu beachten. Denn der Sport ist zwar verrückt, soll aber dennoch sicher bleiben.

Das Bett

  1. Das Bett muss mindestens die Größe von einem Doppelbett (mind. 160 cm) haben oder sogar größer sein (es darf nicht auf einem Fahrrad angebracht werden).
  2. Es darf nicht höher als 2,5 Meter sein.
  3. Und muss aus einer Bock-Spring-Matratze oder einer normalen Matratze bestehen (keine Luftmatratze).
  4. Das Bett kann Griffe haben, diese dürfen aber nicht mehr als 40 cm vom Bett abstehen. Außerdem müssen sie sicher sein, ohne scharfe Kanten.
  5. Am Bett müssen 4 Räder befestigt sein. Diese 4 Räder müssen auch den Boden noch berühren, wenn man über die Ziellinie fährt. Zudem müssen die Räder die tragenden Elemente sein, jedoch nicht die gleiche Größe haben.
  6. Außerdem kann das Bett mit einem Lenkrad ausgestattet sein. Es darf allerdings nicht über einen Motor angetrieben werden. Der Antrieb muss von den rennenden Teammitgliedern kommen.

Das Team

  1. Ein Team muss aus 5 Leuten bestehen (4 Leute die laufen, 1 der auf dem Bett sitzt).
  2. Sie müssen ein richtiges Bett auf Rädern konstruieren und es dekorieren.
  3. Das Bett muss so konstruiert sein, das alle Läufer die Strecke sehen könne.
  4. Derjenige, der auf dem Bett sitzt, muss dort das gesamte Rennen sitzen! Alle Läufer müssen zu jeder Zeit im Kontakt mit dem Bett bleiben!
  5. Alle Teammitglieder müssen geschlossene Schuhe tragen! Auch Helme und Knie-, Armschoner werden empfohlen.
  6. Es darf kein Alkohol während der Fahrt konsumiert werden.
  7. Alle Teammitglieder müssen vorher den Vertrag unterzeichnet haben.
  8. Wird das Bett, 30 min. vor dem Rennen als untauglich eingetuft, wird man vom Rennen disqualifiziert.
Bed Racing
Bed Racing – so sehen die Betten aus.

Das Rennen

  1. Jedes Rennen wird mit einem Durchlauf von je zwei Betten gelaufen. Die Durchläufe werden nach dem Tag der Registrierung gewählt. Jedes Bett kann an mind. 2 Durchläufen teilnehmen.
  2. Jedes Team bekommt eine Fahrbahn zugewiesen. Diese Fahrbahn darf es nicht verlassen. Wird die Fahrbahn verlassen und das andere Team behindert, wird man disqualifiziert. Und das benachteiligte Team, darf Neustarten.
  3. Für jedes Bett im Rennen wird die Zeit gestoppt. Am Ende werden die Gewinner durch diese Zeiten ermittelt.

Wer auch immer sich nach dem Bed Racing, Gewinner nennen kann, hat es sich zu 100% verdient. Denn wie gesagt ist Bed Racing ganz bestimmt kein leichter Rennsport. Es ist Kraft, Ausdauer und eine Menge Teamgeist gefragt.

Bed Racing gibt es nicht mehr nur in Knaresborough. Es hat sich bereits verbreitet. So gibt es nun zum Beispiel auch das Kimberly Bed Race oder das New Haven Bed Race. Für alle, die verrückt genug sind, ist es sicher ein tolles Erlebnis. Ich für meinen Teil bevorzuge es in meinem Bett zu schlafen.

Bed Racing Fazit

Bed Racing

Ungern würde ich, mit einem Bett durch eine gesamte Stadt laufen und dann auch noch baden gehen. Dieses sportliche Rennen ist wohl etwas für Leute, die etwas verrückter sind. Zuschauen würde ich aber auf alle Fälle. Denn originell ist Bed Racing auf jeden Fall. Was meint ihr? Findet ihr Bed Racing genau so verrückt wie ich? Oder würdet ihr daran teilnehmen?

Quellen: bedrace.co.uk, maxim.com, kimberleybedrace.ca, familympromisebedrace.com, dailymail.co.uk

Bildquellen

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