Barfußparks: Warum und wo es sie in Deutschland gibt


Barfußparks

Eine Studie aus dem Jahr 2018 hat es nun bestätigt: Barfußgehen ist gesund. Sportmediziner aus Deutschland und Südafrika  untersuchten und vermaßen Füße von insgesamt 1015 Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren in beiden Ländern. Dabei fanden sie heraus, dass Schuh-Kinder eher zu Plattfüßen neigen. Das Fußgewölbe war im Schnitt um acht bis zwölf Prozent flacher als das der Barfuß-Kinder.

Trend: Barfuß unterwegs

Der Trend, die Schuhe auch mal weg zu lassen und Barfuß unterwegs zu sein, weitet sich aus. Einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, haben sicherlich Barfußschuhe, die es mittlerweile überall zu kaufen gibt. Normale Schuhe sind für uns zu einer zweiten Haut geworden. Pausenlos stecken unsere Füße in manchmal zu unbequemen Leder- oder Sportschuhen. Barfußgehen ist gesund. Doch es hat auch seine Tücken: In den Städten ist es aufgrund von Scherben, Steinen oder Hundekot kaum möglich, ohne Schuhe unterwegs zu sein. Doch es gibt eine Lösung.

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Bundesweit rund 50 größere Barfußparks

Barfußparks

Um in den sicheren Genuss des Barfußgehens zu kommen, gibt es laut Nabu allein in Deutschland um die 50 größeren Barfußparks – Tendenz steigend. Barfußparks sind oft in Wald- oder Wiesenlandschaften eingebettet. Zwischen hundert Metern bis zu einigen Kilometern erstrecken sich die Wege, die ohne Schuhe mühelos zu bewältigen sind. Manchmal läuft man über Kies, manchmal über Sand, und manchmal auch durch Matsch. Zwischendrin gibt es Balancierstrecken oder kleinere Klettereinheiten. Einer der ältesten Parks befindet sich seit 1992 in Bad Sobernheim (Rheinland-Pfalz). Jährlich besuchen rund 50 000 Menschen den Park.  Den längsten Weg findet man in Bad Orb (Hessen). Auf 4,5 Kilometern geht es unter anderem auch durchs Wasser. Eine Auflistung der einzelnen Parks gibt es auf: www.barfusspark.info.

Äußere Umwelt wird bewusster wahrgenommen

Barfußparks sprechen die Sinne an. Man nimmt seine Umwelt bewusster war und fühlt, worauf sich die Füße bewegen. Auch geht man autoamtisch langsamer, um Temperatur und Beschaffenheit des Bodens näher zu ergründen. Die Füße werden in ihrer natürlichen Funktion gestärkt. Die Muskulatur baut sich automatisch auf. Fußschäden wie Plattfüße werden verringert. Ein weiterer Vorteil: Schweißfüße sind dann kein Thema mehr.

Barfußparks – warum barfuß gesund ist

Immunsystem: Der Mythos, dass kalte oder nasse Füße krank machen, stimmt nicht. Barfußgehen stärkt die Abwehrkräfte ungemein und regt die Durchblutung an.

Beschwerden: Hüft-, Rücken- oder Knieproblemen kann Barfußgehen entgegengewirken. Wichtig ist die richtige Technik.

Schutz: Barfußläufer leiden weniger unter Pilzbefall. Denn an der Luft sind die Füße trockener als in Schuhen. Eine gute Durchblutung und warme Haut schützt vor Pilzbefall und Bakterien.

Haltung: Fehlstellungen der Hüfte sind oft auf die Füße zurück zu führen. Wenn Füße zu schwach sind und unterschiedlich muskulär ausgebildet, machen sie unbewußt Ausweichbewegungen. Barfußgehen stärkt die Muskulatur ungemein.

Langsam mit Barfußgehen beginnen

Barfuß unterwegs zu sein, erfordert zunächst vor allem eines: Zeit. Denn die Füße und Fußsohlen müssen sich erst einmal daran gewöhnen. Am besten fängt man in einem Park oder in einem Wald an, zieht die Schuhe aus und läuft ein bisschen herum. Auch bei der Arbeit könnte man die Schuhe ausziehen, wenn es die Möglichkeit zu lässt. Obwohl man aus kosmetischen Gründen die Hornhaut der Füße entfernt, dient sie als Schutz vor kleineren Unebenheiten auf dem Boden. Wer sich auch mal ohne Sportschuhe Joggen traut, sollte die Hornhaut bestehen lassen.

Es zeigt sich: Öfter mal die Schuhe wegzulassen, lohnt sich allemal. Vor allem für die Gesundheit ist das Barfußgehen ein guter Grund. Und mal ehrlich? Was fühlt sich eigentlich besser an als frisches Sommergras zwischen den Zehen.

 

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