Ballo… Was bitte?


Hubertus Wiendl (ein bekannter Regensburger Journalist) hat seineszeichens ein Projekt aus alten Tagen wiederholt, wie es so in Deutschland erst 1 Mal vorgekommen ist. Er baute ein Sportgerät nach, welches vor 80 Jahren bereits von 2 (mehr oder weniger unfreiwilligen) Athleten erbaut und genutzt wurde.

Damals waren Jakob Schmid und Franz Perzl die ersten Ballonauten Deutschlands. Ja korrekt. Ballonauten. Was das ist und was es mit dem großen Holzgerät auf sich hat, möchten wir euch hier näherbringen. Die Geschichte hinter dem Sport ist nämlich echt beeindruckend.

Die Reise der Ballonauten

" Helden und eine große Kugel aus Holz Vor gut 83 Jahren traten die beiden Deutschen ihre Reise mit einem großen runden Holzobjekt an. Das an einen Fußball erinnernde Gerät war so etwas wie ein Caravan und wurde von den beiden Männern in sportlicher Manier quer durch Deutschland gezogen.

In dem Holzball fand sich Platz für das Gepäck, Nahrung und 2 Matratzen. Die Konstruktion des Balls war von einem Wagnermeister ersonnen und so ausgefeilt, dass sich der Ball mithilfe zweier Kugellager auf montierten Holzschienen vorwärts bewegen konnte. Das Innere dreht sich bei der Bewegung aber nicht mit, sondern blieb immer in der Waage.

Im Stehen konnte der Ball so befestigt werden, dass er ohne Probleme stehen blieb und nicht wegrollte. So bewegten sich Jakob und Franz durch Deutschland und führten ab der ersten Minute der Reise akribisch Tagebuch über ihre Erlebnisse. Und genau das ist das spannende daran.

In dem Buch (welches durch unglaublich viele Hände ging) fand Hubertus Wiendl einen lebendigen Beweis für das Denken der Menschen in der Zeit, als Hitler gerade die Macht in Deutschland ergriff. Dies faszinierte ihn so sehr, dass er ebenfalls eine Holzkugel nach dem historischen Vorbild von Jakob Schmid und Franz Perzl baute.

Was macht die Geschichte so besonders?
Nun, neben dem ausgesprochen großen Nutzen für die Geschichte Deutschlands möchte Hubertus Wiendl das Interesse der jungen Menschen wecken und sie wieder für die Politik sensibilisieren. Er plant erneut eine Reise. Dazu hat er sich ein Holzmodell nach dem historischen Vorbild gebaut und möchte nun ebenfalls auf Reisen gehen.

In der damaligen Zeit wurde die Reise allerdings zum Misserfolg. Während sich schon recht früh der Starter Franz vom Projekt distanzierte und durch Georg Grau ersetzt wurde, gerieten die beiden Helden schon kurz nach ihrer Heimkehr wieder in Vergessenheit. Und mit ihnen die Message der Reise. Abgesehen davon gab die Holzkugel nach etwa 3000 Kilometern auf und quittierte durch schlichtes Auseinanderfallen den Dienst.

Was ist aus der Story geworden?
Wiendl hat seine Tour im Nachbau der Ballonauten jedenfalls absolviert und den beiden Helden von früher doch noch den Ruhm verschafft, den sie verdient haben. Dabei hat er natürlich auch die Nachkommen der beiden Sportler besucht und musste erstaunt feststellen, dass dei beiden seit Jahren eine enge Geschäftsbeziehung zueinander pflegen und sogar eng beieinander wohnen. Nur über ihre Väter haben sie sich noch nie ausgetauscht. Das ist wohl irgendwie auf der Strecke geblieben.

Und die Moral von der Geschicht’…

Helden und eine große Kugel aus Holz Die Reise der sogenannten Ballonauten ist schon sehr eindrucksvoll und genau wie Wiendl sagt, ein bedeutendes Zeitdokument.

Was Jakob Schmid und Georg Grau leisteten ist heute fast unvorstellbar. Deswegen haben wir auch größten Respekt vor diesen beiden Visionären. Eine tolle Idee die ihrer Zeit weit voraus war.

Was denkt ihr darüber? Würdet ihr auch mal so eine Reise mit einem Holzball in Erwägung ziehen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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