Bahn frei für die E-Scooter


E-Scooter

Unbezahlte Werbung: Was in den USA schon längst im Trend ist findet nun auch Platz in Deutschland. Am 17.05.2019 wurde die lang erwartete Elektrokleinfahrzeuge-Verordnung (eKFV) vom Bundesrat beschlossen. Ab sofort können Elektroroller (E-Scooter) mit einer Geschwindigkeit von bis 20km/h zugelassen werden. Eigentlich plante der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) langsamere Roller zuzulassen. Diese hätten nur 12 km/h an Geschwindkeit haben dürfen. Mit dieser Idee kam jedoch eine Diskussion auf. Sofern kein Radweg vorhanden ist, haben E-Scooter nun auch ein Recht auf der Straße fahren zu dürfen.

Achtung: E-Scooter ja, Gehweg nein.

Ein Elektroroller hat laut der Verordnung auf dem Gehweg nichts verloren. Ebenso sind E-Scooter in Fußgängerzonen nicht gerne gesehen. Ist ein Radweg vorhanden so muss dieser auch genutzt werden. Bei fehlen eines Radweges darf man den Scooter auch auf der Straße fahren. Um eines dieser Elektrokleinfahrzeuge fahren zu dürfen, muss man mindestens 14 Jahre alt sein. Führerschein? Nicht nötig! Versicherung? Ein Muss! Zudem muss man das Fahrzeug mit einer hübschen Plakette, zum Nachweis, schmücken.

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Des weiteren muss der Scooter mit einem Vorder- und Rücklicht ausgestattet sein – sonst wird’s teuer! Verboten ist es natürlich übermäßig alkoholisiert mit dem Scooter in den Straßenverkehr zu starten. Hier gilt die selbe Alkoholgrenze wie für Autofahrer*innen. 0,5 bis 1,09 Promille im Turm? Dann schnell runter vom Roller, damit begeht man eine Ordnungswidrigkeit und bringt sich und andere Menschen in Gefahr (außerdem kann das auch ganz schön teuer werden). 500 Euro Strafe, ein Punkt in Flensburg und ein Fahrverbot sind die Folge. Beträgt der Promille Gehalt im Blut 1,1 so ist von einer Straftat zu sprechen. Bevor es in den wilden Straßenverkehr geht sind Bremsen eben so ein A und O.

E-Scooter Safety first – ob Regel oder nicht

E-Scooter

Kritik an der Verordnung gibt es jedoch schon: ein Helm ist nicht Pflicht. Für die eigene Sicherheit wäre diese Helmpflicht jedoch notwendig. Eine US-Studie gab nun erste Einblicke in die mögliche Gefährlichkeit der flotten Roller. Demnach sind zwischen dem 1. September 2017 und dem 31. August 2018 in den USA 249 Unfälle mit dem E-Scooter zu vermelden.

Im selben Zeitraum kamen 195 Radfahrer*innen und 182 Fußgänger in die Notaufnahme. Klar ist jedoch nicht zu welchen Anteilen die Verkehrsteilnehmer*innen in diese Unfälle verwickelt waren. Die Aufzeichnungen ergaben jedoch, dass die meisten Unfallopfer als Fahrer*innen verunglückten. Entweder stürzten sie, kollidierten mit einem Gegenstand oder wurden von anderen Verkersteilnehmer*innen erfasst. 21 Menschen wurden als Nicht-Fahrer*innen verletzt.

Entweder sie wurden von einem Angefahren, stolperten über einen E-Scooter und verletzten sich bei dem Versuch einen Roller anzuheben oder gar zu tragen. Zu raten ist es unbedingt einen Helm zu tragen, den die meisten Unfälle enden mit einer Kopfverletzung.

Reichweite: bis in die Unendlichkeit oder wie weit?
Das Modell „Metz Moover“ verspricht eine Reichweite von bis 25 Kilometer mit Hilfe eines 210 Wattstunden starken Lithium-Ionen-Akku. Damit kommt man definitiv etwas voran.


Wie nachhaltig ist das Ganze?

E-Scooter gut für Nachhaltigkeit und Umwelt?

Auf den ersten Blick scheinen die Elektrokleinfahrzeuge eine gute Lösung gegen den CO2 Ausstoß zu sein. Ein paar Nachteile haben die Flitzer jedoch schon. Problematisch wird es bei der Entsorgung oder dem Recycling der Akkus. Diese bestehen nämlich aus problematischen Rohstoffen wie beispielsweise Aluminium, Nickel, Lithium oder Graphit.

Ein weiterer Nachteil ist, das die Elektroroller nur eine kurze Lebensdauer aufweisen. Ein Sharing-System würde einer unnötigen Massenproduktion entgegenwirken können. In diesem Punkt müssen allerdings noch weitere Überlegungen getätigt werden. Denn eine langfristige Lösung für einen umweltfreundlichen Nahverkehr ist dringend notwendig.

Quellen: utopia.com, greenpeace.de, autobild.com, adac.de, bergedorfer-zeitung.de

 

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