Skimboard Test: Flachwassersurfen at it’s best

Skimboard Kurs

Die Boards für unsere Skimboardkurse sind endlich geliefert worden! Freude, Freude! Und da wir jetzt verschiedene Skimboards unser Eigen nennen dürfen, haben wir es uns nicht nehmen lassen sie gleich einmal zu testen. Was Skimboarden ist, haben wir euch ja bereits in unserem Trendsportbericht vorgestellt. Da bei uns die Bedingungen fast ideal für Flatland beziehungsweise Sandskimming sind, haben wir für euch einfach mal alle Boards in diesen Disziplinen durchgetestet. Was bei unserem Test als Ergebnis stehenblieb, erfahrt ihr hier in unserem Testbericht.

Aufbau

Grundlegend gibt es zwei verschiedene Arten von Skimboards. Zum einen gibt es Skimboards aus Holz und zum anderen in Epoxysandwich-Bauweise hergestellte Bretter mit Schaumkern. Je nach Bauweise werden Skimboards noch einmal nach Einsatzzweck unterteilt. Während Holzboards eher zum skimmen in flachem Wasser ohne Wellen und für Tricks genutzt werden, können Epoxyboards (bei richtiger Technik) eingesetzt werden wie Surfboards. Die sogenannten Foamies erzeugen nämlich durch den Schaumkern ein gewisses Maß an Auftrieb, was es dem Boarder erleichtert in die Welle zu kommen und auf ihr zu surfen. Die Form der Foamies bildet meist ein flaches Oval mit spitz zulaufender Nase, während die Holzkollegen runder geshaped sind. Bei Holzskimboards kann man nämlich noch unterscheiden ob es sich um ein Flatland- oder ein Sandskimboard handelt. Ersteres könnt ihr für Tricks, fahren über Rampen und Grinden nutzen. Das Zweite ist eher zum Cruisen übers Wasser gedacht.

Funktionsweise
Beim Skimboarden nutzt man den Aquaplaningeffekt des Wassers. Das Board gleitet mitsamt dem Rider auf einem dünnen Wasserfilm über den Sand beziehungsweise das Wasser. Dahinter steckt (wie so oft) pure Physik. Ab einer gewissen Geschwindigkeit des Boards verhindert die Trägheit des Wassers ein Einsinken. Gepaart mit der großen Fläche des Boards (wenig Druck auf viel Fläche) kommt man mit ein wenig Anlauf sehr leicht ins Rutschen. Mit verschiedenen Boards lassen sich so verschiedene Rides absolvieren. Wir haben alle unsere Boards auf Herz und Nieren getestet und können sagen, dass jedes Board eine andere Erfahrung des Fahrens generiert. Mit dem Sandskimmer ist man sehr schnell unterwegs, während das Foamie besonders lange slidet. Mit dem Flatlandskimboard kann man tolle Shuvits und Sprünge machen und der Hybridshape verbindet das Beste aus zwei Welten.

Der Ablauf
Mit einem Skimboard zu skimmen ist gar nicht so schwer. Vorausgesetzt man beherzigt einige Ratschläge. Da dies hier aber kein Tutorial werden soll, geben wir euch nur einen groben Fahrplan. Nehmt euer Skimboardin die Hände und haltet es waagerecht zum Boden und lauft los. Wenn ihr bereit seid, lasst es fallen und steigt mit zwei Schritten auf das Board. Nun rutscht ihr bereits. Bei uns im Test war das ganz ähnlich. Wir haben einen Sandskimmer, ein Flatlandskimboard und zwei Foamies ausprobiert. Beim Flatlandskimmer kam uns sogar die spezielle Bauweise entgegen. Die Nose und das Tail sind etwas stärker nach oben gebogen als beim Sandskimmer. Das erleichtert das Aufsteigen erheblich, hat aber zur Folge, dass das gesamte Board während des Slidens nicht ganz so stabil auf dem Wasser liegt wie der Sandskimmer.

Kosten
Die Skimboards haben wir bei HW-Shapes in Warnemünde direkt für unsere Kurszwecke shapen lassen. Customboards kosten immer etwas mehr als die von der Stange und so haben wir pro Board zwischen 150 und 250 Euro investiert. Das klingt im ersten Augenblick sehr viel, relativiert sich aber wieder durch die Qualität der Arbeit. So teuer muss es aber bei euch nicht werden. Ein preiswertes Board ist bereits ab 25 Euro zu haben.

Beschaffbarkeit
Über die Beschaffbarkeit eines Skimboards muss man sich mittlerweile nicht mehr den Kopf zerbrechen. Ein Blick auf Amazon reicht aus um sich ein Board zu bestellen. Außerdem bieten viele Skate und Surfshops Skimboards zum Kauf an. Schaut ruhig mal wieder bei eurem lokalen Dealer vorbei.

Handhabung
Die Handhabung eines Skimboards ist mit ein wenig Umsicht sehr einfach. Im Wasser fahren sich die Bretter ähnlich wie Surf oder Skateboards. Lediglich an Land solltet ihr Vorsicht walten lassen. Foamies sind generell sehr Beulenanfällig. Ihr solltet also beim Kauf eines Foamies eventuell noch über ein Boardbag nachdenken. Holzboards sind im Gegensatz dazu zwar robuster, aber vergleichsweise schwer.

Preis/Leistung
Das Preis/Leistungsverhältnis ist immer so eine Sache, denn jeder hat andere Ansichten über Preise und dafür gebotene Leistung. Wir haben den Kauf unserer Skimboards jedenfalls nicht bereut. Im Gegenteil. Für jeden Einsatzzweck ist etwas dabei und die Tatsache, dass die Skimmer auf unsere Bedürfnisse hin handgefertigt wurden macht eine Frage nach dem Preis fast überflüssig. Die Boards sind jedenfalls phänomenal.

Fazit

Skimboards selbst gibt es viele, aber nicht besonders viele die wirklich gut sind. Wir haben bei unserem Test festgestellt, dass es besser ist mehrere Boards auszuprobieren und sich wirklich gut beraten zu lassen. Denn je nach Einsatzzweck sind die Boards sehr verschieden und schließen einander auch aus. Mit einem Flatlandskimboard ist es beispielsweise ziemlich schwierig in die Welle zu kommen. Genauso kann man mit einem Foamie nicht besonders gut über Rampen fahren. Überlegt genau was ihr wollt und gebt lieber etwas mehr Geld aus. Unsere Skimmer konnten jedenfalls unter Beweis stellen, dass sie jeden Cent wert sind. Jedes hat verschiedene Stärken und Schwächen. Wenn ihr genau wissen wollt welche, besucht uns doch einmal und macht einen Kurs mit. Wir freuen uns auf euch!

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